Montag, 24. Dezember 2007

DJ DEVISEN/Euro zum Dollar wenig verändert, Yen verliert an Boden

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro tritt am Freitagnachmittag weiterhin auf der Stelle gegenüber dem Dollar. "Das Jahr ist gelaufen", äußert sich ein Händler. Dieser spricht von einem lethargischen Geschäft, das von Positionsabwicklungen bestimmt wird. Tendenziell werde der Dollar von Repatriierungen durch US-Investoren gestützt. Viele Anleger hätten sich bereits in die Weihnachtspause verabschiedet und dürften erst wieder am 7. Januar am Markt aktiv werden. Ein Markteilnehmer sieht charttechnisch eine starke Unterstützung bei 1,4280 USD und einen soliden Widerstand bei 1,4520 USD. "Das sind die Schlüsselmarken für den Rest des Jahres", sagt der Händler.

Anders sieht es im Verhältnis zum Yen aus, wo der Dollar ein Sieben-Wochen-Hoch markiert hat. Marktteilnehmer führen die auf die Gewinne am Aktienmarkt zurück. Die Risikofreude habe wieder etwas zugenommen. Dies führe zu Verkäufen bei der Niedrigzinswährung Yen.

Kaum Auswirkungen haben die US-Konjunkturdaten in dem verhaltenen Umfeld. Die persönlichen US-Ausgaben im November nahmen um 1,1% gegenüber dem Vormonat zu und fielen damit deutlich stärker aus als erwartet. Allen Unkenrufen zum Trotz befänden sich die US-Konsumenten also weiterhin in Kauflaune, meint dazu ein Volkswirt. Der PCE-Kerndeflator, der im Fokus der US-Notenbank steht, hat sich im November um 0,2% gegenüber dem Vormonat erhöht. Im Vorjahresvergleich stieg er auf 2,2%, wobei der Vormonatswert von 1,9 auf 2% angehoben wurde. Damit befindet er sich oberhalb der Wohlfühlzone der Fed, was von den anhaltenden Inflationsgefahren zeugt.

Die Feinunze Gold wurde am Vormittag in London mit 803 USD festgestellt. Zum Nachmittagsfixing waren es dann 810,50 USD.





Europa Europa Europa (17.25) (13.04) (7.50)
EUR/USD 1,4367 1,4370 1,4383
USD/JPY 113,94 113,34 113,05
EUR/JPY 163,70 162,87 162,59
EUR/GBP 0,7244 0,7236 0,7238
EUR/CHF 1,6620 1,6607 1,6610

Freitag, 21. Dezember 2007

Devisenanalyse (EURGBP)

Die Währungspaar EUR/GBP notierte heute sein Tageshoch bei stg.0.7256. Danach ist der Euro dynamistisch abgefallen und handelt gegenwärtig mit stg0.7256. Marktteilnehmer meinen, dass die heutige aufwärts laufende Bewegung nach der Bekanntgabe über Optionschein zeitweilig enden sollte und sich bei 0.7250-55 weiter befinden werde. Sie sprechen von Fehlen von Bulle-Händler wegen Schließen von langen Positionen in den Märkten. Dabei ist Hauptton die Bären. Offers liegen im Bereich von stg.0.7260. Bids bleiben zwischen stg.0.7230-25.



DJ DEVISEN/Euro legt leicht gegen Dollar zu

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro notiert am Freitag beim Übergang in den europäisch geprägten Handel mit leichten Aufschlägen gegen den Dollar. Am Vorabend war der Philadelphia-Fed-Index für Dezember in den USA unerwartet deutlich gesunken. Händler sprechen daher von einem weiter unsicheren Ausblick für die US-Wirtschaft. Allerdings sehen sie nur begrenztes Aufwärtspotenzial für den Euro. Das Geschäft werde bereits von Abwicklungen zum Jahresende geprägt. So seien Repatriierungen in den Dollarraum grundsätzlich stützend für den Greenback in dieser Zeit und machten einen signifikanten Anstieg der Einheitswährung über das Niveau von 1,44 USD eher unwahrscheinlich.

Das Geschäft dürfte auch am Berichtstag ruhig verlaufen und von dünnen Umsätzen geprägt sein. Viele Teilnehmer seien nicht mehr aktiv am Marktgeschehen beteiligt und hätten ihre Positionen für das Jahr bereits geschlossen. Aufgrund der aktuellen Unsicherheiten gebe es auch keinen Grund, neue zu eröffnen. Ein Marktteilnehmer sieht eine starke Unterstützung bei 1,4280 USD und einen soliden Widerstand bei 1,4520 USD. "Das sind die Schlüsselmarken für den Rest des Jahres", sagt der Händler.

Am Berichtstag wird unter anderem der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan veröffentlicht. Es bleibt abzuwarten, ob der Markt hier eine stärkere Reaktion zeigt. Daneben könnte die Zuteilung des Dollar-Liquiditätstenders der EZB am Nachmittag Beachtung finden. Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 800,95 USD nach einem Nachmittagsfixing in London mit 795,25 USD.





Europa New York Europa (7.50) (Späthandel) (16.55)
EUR/USD 1,4383 1,4325 1,4338
USD/JPY 113,05 113,08 112,96
EUR/JPY 162,59 162,01 162,01
EUR/GBP 0,7238 --- 0,7233
EUR/CHF 1,6610 --- 1,6596

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Pfund weiter unter Druck

Etwas überraschend hatte die Bank of England am 6. Dezember den Leitzins um einen viertel Prozentpunkt auf 5,50 Prozent gesenkt. Das Pfund geriet anschließend insbesondere gegenüber dem Dollar unter Abwertungsdruck, nicht zuletzt weil am Markt über weitere Zinssenkungen spekuliert wird. Am heutigen Mittwoch wurde nun das Protokoll der Sitzung am 6. Dezember veröffentlicht. Man erhoffte sich weitere Aufschlüsse über die künftige Geldpolitik – und wurde nicht enttäuscht. Die Bank of England gewichtet inzwischen das Risiko eines Wachstumseinbruchs höher als das einer Beschleunigung der Inflation. Das spricht für weitere Zinssenkungen. Andererseits wurde der Zinssenkungsschritt als vorsorgliche Maßnahme gesehen, was wiederum dafür spricht, dass die britischen Notenbanker in nächster Zeit erst einmal abwarten wollen. Schließlich ist die aktuelle Inflationsrate immer noch hoch. Immerhin: Erstmals seit 2001 stimmten ALLE Notenbankmitglieder am 6. Dezember für die Zinssenkung. Das ist überraschend, hatte man doch mit mehr Opposition gerechnet.

Jetzt bei GBP/USD short gehen?

Das wahrscheinlichste Szenario ist nun, dass die Bank of England in den ersten Monaten des Jahres 2008 erst einmal den Leitzins nicht weiter senkt. Vorausgesetzt natürlich, die Kreditmarktkrise eskaliert nicht. Erst ab dem zweiten Quartal dürfte es weitere Zinssenkungen geben. Bemerkenswert ist übrigens, dass die britischen Notenbanker eine nachhaltige Wachstumsverlangsamung in den westlichen Industrieländern erwarten und nicht nur eine vorübergehende Konjunkturdelle. Obwohl die Erwartungen einer schnellen weiteren Zinssenkung enttäuscht wurde, steht das Pfund gegenüber dem Dollar weiter unter Verkaufsdruck. Das liegt auch an der Situation in den USA. Die starke Beschleunigung der Inflationsrate in den Vereinigten Staaten hat weitere Zinssenkungsschritte der US-Notenbank erschwert. Die Zinsdifferenz zwischen dem Pfund und dem Dollar dürfte sich daher verringern. GBP/USD fiel unter die Unterstützung bei 2,0100 USD und damit auf den tiefsten Stand seit drei Monaten. Ein weiterer Kursrückgang bis zur Marke von 1,9900 USD ist nun wahrscheinlich. Forex Daily informiert Sie wie immer aktuell über interessante Trading-Chancen bei GBP/USD und bei anderen Wechselkursen.


EUR/USD (akt. Kurs: 1,4390)
Widerstände: 1,4450 1,4520 1,4550 1,4640
Unterstützungen: 1,4340 1,4260 1,4220 1,4150

USD/JPY (akt. Kurs: 112,88)
Widerstände: 113,10 113,60 114,00 115,80
Unterstützungen: 112,00 111,40 110,40 109,80

USD/CHF (akt. Kurs: 1,1533)
Widerstände: 1,1570 1,1620 1,1750 1,1800
Unterstützungen: 1,1510 1,1420 1,1360 1,1260

GBP/USD (akt. Kurs: 2,0071)
Widerstände: 2,0100 2,0200 2,0260 2,0350
Unterstützungen: 2,0060 2,0000 1,9900 1,9770





Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht

DJ DEVISEN/Euro zum Dollar vor Zahlenflut in enger Spanne

FRANKFURT (Dow Jones)--Vor einer Flut von Konjunkturdaten bewegt sich am Donnerstagmorgen in den großen Devisenpaaren nur wenig. Der Euro pendelt zum Dollar um 1,4370 USD und bewegt sich somit auf dem Niveau vom späten US-Währungsgeschäft. Die bisherige enge Tagesspanne von 1,4343 USD im Tief bis zu 1,4393 USD im Hoch belege die geringe Dynamik, sagt ein Händler.

Die Bank of Japan hat ihre Beurteilung der Wirtschaftslage unterdessen zum ersten Mal seit Dezember 2004 nach unten revidiert. Zur Begründung für den Schritt verwies die Notenbank in erster Linie auf den starken Rückgang der Wohnbauinvestitionen, aber auch auf das unsichere Geschäftsklima. Damit schwindet laut Beobachtern die Erwartung steigender Zinsen in Japan immer mehr. Der Yen zeigt sich davon jedoch unbeeindruckt und handelt behauptet gegen Euro und Dollar.

Im weiteren Verlauf werden die Zahlen zum Bruttoinlandprodukt in Großbritannien und den USA veröffentlicht. Es handelt sich jedoch um die jeweils zweite Revision der Daten, so dass Händler mit wenig Kurseinfluss rechnen. Das Interesse dürfte sich vielmehr auf die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten und die Geschäftsklima-Indizes der Notenbanken von Chicago und Philadelphia im Dezember richten.

Aus technischer Perspektive dürfte der Euro laut einem Marktteilnehmer weiter seitwärts laufen. Eine starke Unterstützung liege bei 1,4280 USD und ein solider Widerstand bei 1,4520 USD. "Das sind die Schlüsselmarke für den Rest des Jahres", sagt der Händler. Das Devisengeschäft dürfte immer mehr ausdünnen.

Die Feinunze Gold wird am Morgen in London mit 800,25 USD bezahlt nach einem Nachmittags-Fixing von 799,75 USD am Mittwoch.





Europa New York Europa (
7.56) (Vorabend) (Mi 16.30)
EUR/USD 1,4360 1,4377 1,4390
USD/JPY 113,24 113,38 113,19
EUR/JPY 162,65 163,02 162,91
EUR/GBP 0,7201 -- 0,7171
EUR/CHF 1,6603 -- 1,6618

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Devisenanalyse (GBPUSD)


Der Pfund-Anstieg über die wichtige Unterstützungslinie und 1% Umschlag des Moving Average bei $2.0119/2.0094 verstärkt die Position von Bären und beweist die Potential für weiteren Abstieg über die Unterstützung von $2.0010. Dabei kann man Sprung nach oben erwartet mit Blick auf anwärts laufende Bewegung des 10-täglichen Momentum.


RES 4: $2.0500 1% Umschlag des Moving Average
RES 3: $2.0452/62 21-täglicher Moving Average Widerstandslinie vom 9.Nov.
RES 2: $2.0200/28 5-täglicher Moving Average und Tageshoch vom 17.Dez.
RES 1: $2.0119 ehermalige Unterstützungslinie von Jun.2006, jetzige Widerstandslinie
Текущий курс: $2.0038
SUP 1: $2.0010 76.4% Fibonacci Retracement $1.9655 - $2.1158
SUP 2: $1.9938 2% Umschlag des Moving Average
SUP 3: $1.9880 Monatstief
SUP 4: $1.9860/80 200-täglicher Moving Average





Bild vom IFC Markets Corp. Geschäftsterminal "NetTradeX"

Indikatoren
Fibonacci Retracement $1.9655 - $2.1158
5-täglicher Moving Average - rot
21-täglicher Moving Average - braun
200-täglicher Moving Average - blau
1% Umschlag - hell-grün
2% Umschlag - dunkel-grün

Citi versetzt Rettungsfonds Todesstoß

von Jennifer Lachman, Claas Tatje, David Wight (New York) und Joachim Dreykluft (Frankfurt)

Der neue Citigroup-Chef Vikram Pandit holt zum ersten Paukenschlag aus. Er nimmt angeschlagene Investments auf die Bücher und begräbt de facto die Pläne für einen US-Superfonds.

Die Entscheidung der Citigroup, sieben angeschlagene Investmentgesellschaften in die Bilanz aufzunehmen, wird Experten zufolge den geplanten Rettungsfonds hinfällig machen. Dieser sollte die kaum noch handelbaren Kreditpakete aufkaufen, die oft US-Hypotheken niedriger Bonität (Subprime) enthalten. "Der Schritt der Citigroup reduziert die Notwendigkeit einer solchen Institution natürlich erheblich", sagte Michael Sheldon, Chefinvestmentstratege bei dem US-Brokerhaus Spencer Clarke.

Am späten Donnerstagabend hatte die Citigroup, die nach Börsenwert zweitgrößte Bank der Welt, bekannt gegeben, dass sie sieben ihrer strukturierten Investmentvehikel (SIVs), die in die Krise geraten sind, in ihre Bilanz aufnehmen will. Den Wert ihrer Anlagen bezifferte der Finanzkonzern mit 49 Mrd. $; im August waren es noch 87 Mrd. $. Im Geschäft mit diesen SIVs, die strukturierte Kreditprodukte aufkaufen, ist die Citigroup Marktführer. Das gesamte Marktvolumen beträgt geschätzte 350 Mrd. $. Die Citigroup war bei dem Geschäft mit verbrieften Hypotheken ein Vorreiter. Der Konzern gilt als der Erfinder der SIVs.

Ursprünglich hatte insbesondere die Citigroup für den Rettungsfonds geworben. Unter ihrem neuen Chef Vikram Pandit, der erst wenige Tage im Amt ist, vollzieht die Bank nun den Strategiewechsel. Noch Anfang November hatte sie US-Aufsehern mitgeteilt, dass sie nichts unternehmen werde, was dazu führen könnte, dass der Konzern die SIVs konsolidieren müsste.

Laut Citigroup wird durch die Aufnahme in die Bilanz die wichtige Kernkapitalquote von 7,3 auf 7,14 Prozent sinken. Die Quote ist eine Kenngröße für die Finanzstärke einer Bank. Die interne Zielgröße der Citigroup liegt bei 7,5 Prozent, die Bankenaufsicht schreibt vier Prozent als zwingend vor. Die Ratingagentur Moody's nahm die Bewertung der Bonität um eine Stufe auf Aa3 zurück, weil die Bank ihre Kapitalbasis wohl nicht rasch wieder werde stärken können. Die Citi-Aktie schloss am Freitag in einem aber ohnehin schwachen Marktumfeld mit einem Minus von einem Prozent.

Pandit hatte schon in seinem früheren Job bei der Citigroup als Chef des Investmentbankings gezeigt, dass er wenig zögert, wenn ihm Missstände auffallen. Als sein Vorgänger an der Konzernspitze, Charles Prince, im Oktober das Investmentbanking mit dem angeschlagenen Geschäft für alternative Anlageformen zusammenlegte, stieg Pandit zum Chef dieses riesigen Geschäftszweigs auf. Nur Tage später ernannte er neue Topmanager und bündelte das Aktien- und Anleihengeschäft. Nun startet er ähnlich forsch. "Mit dieser Aktion zeigt Pandit schon von Beginn an Flagge. Er will den Investoren zeigen, dass er jetzt das Ruder in der Hand hält - und mit dieser Aktion konnte er das beweisen", sagte eine Branchenkennerin.

Die Citigroup folgt mit diesem Schritt Finanzhäusern wie der britischen HSBC, der französischen Société Générale, der niederländischen Rabobank und der deutschen WestLB, die zuvor SIVs in ihre Bücher aufgenommen hatten.

Im Oktober hatten US-Finanzminister Henry Paulson, Citigroup, Bank of America sowie JP Morgan Chase den Superfonds angekündigt. In den vergangenen Wochen gab es im Hintergrund heftige Auseinandersetzungen über das Zustandekommen.

In einem Interview der Financial Times warnte der langjährige Chef der Citigroup, Sandy Weill, Pandit vor noch radikaleren Schritten. Die Bank dürfe nicht aufgespalten werden, eine Kombination aus Filialbank und Investmentbank sei heute noch sinnvoller als bei der Gründung des Konzerns durch Weill 1998: "Richtig gemanagt, ergibt das allen Sinn der Welt." Weill, der als Erfinder des Allfinanzkonzepts gilt, bezeichnete Pandit dennoch als eine "Triebfeder der Veränderung".

DJ DEVISEN/Euro startet wenig verändert

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro präsentiert sich beim Übergang in den europäisch geprägten Handel am Mittwochmorgen wenig verändert. Händler stellen sich angesichts des leeren Terminkalenders auf einen ruhigen Handelstag ein. Das Geschäft dürfte sich ohnehin in den kommenden Tagen merklich ausdünnen. Viele Anleger dürften ihre Positionen mit Blick auf den Jahreswechsel schließen.

Größere Impulse seien kaum zu erwarten, obgleich das dünne Volumen eine erhöhte Volatilität im Markt zur Folge haben könnte. Die am Vortag veröffentlichten US-Immobiliendaten hatten keine großen Akzente gesetzt. Sie hatten einmal mehr die Krise am Häusermarkt unterstrichen.

Den wichtigsten Impulse dürfte am Vormittag die Bekanntgabe des ifo-Index setzen. Von Dow Jones befragte Analysten erwarten einen Rückgang auf 103,7 nach 104,2. Außerdem spricht EZB-Präsident Jean-Claude Trichet vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments. Beobachter gehen davon aus, dass sich Trichet weiter "hawkish" äußern wird.

Auf Interesse könnte am Berichtstag auch die Bekanntgabe der Quartalszahlen von Morgan Stanley treffen. Sollte es hier negative Überraschungen beim Thema Subprime geben, sei eine Reaktion am Devisenmarkt nicht auszuschließen.

Unterstützt sei der Euro bei 1,4286 USD. Aus der Kopf-Schulter-Formation mit der Nackenlinie bei 1,4520 USD lasse sich auch ein Ziel von 1,41 USD ableiten, so Marktteilnehmer mit Blick auf die technische Situation. Andererseits stehe ein Euro-Anstieg über 1,4520 USD für ein neues Kaufsignal.

Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 802,25 USD nach einem Nachmittags-Fixing in London bei 804,25 USD.





Europa New York Europa (8.01) (Späthandel) (17.12)
EUR/USD 1,4393 1,4402 1,4403
USD/JPY 113,19 113,45 113,21
EUR/JPY 163,05 163,39 163,05
EUR/GBP 0,7160 --- 0,7138
EUR/CHF 1,6606 --- 1,6595

Dienstag, 18. Dezember 2007

Devisenanalyse (EURJPY)


Der europäische Aktienmarkt hat die zu Beginn der Session bemerkte abwärts laufende Dynamik entfaltet und ist zur grünen Zone zurückgekommen. Das gab ein Signal für Marktteilnehmer der Carry Trade, um Investition mit dem Yen zu vergrößern. Aufgewachsene Appetit auf Risiko hat sich auf der japanischen Währung negativ widerspiegelt, die auf europäischen Märkten sowohl zum Dollar weiter abstieg als auch zum Euro und zum Pfund. EUR/JPY hat nach einigen Versuchen die Oberlinie der Wolke beim Ichimoku im Bereich von Y163.17 überwunden und testiert Aufträge vom Dollar, die im Niveau von Y163.30/35 lagen. Die europäische Gemeinschaftswährung begegnet der nächsten Hürde als Verkäufer des Cross im Bereich bei Y163.50, bei dessen Überwindung in Gefahr Stops dort geraten. Die Devisenbewegung USD/JPY war zurückhantend. Nach dem Erreichen der Merke auf der letzten Session von Y113.33 hat das Währungspaar nur ein bißchen ansteigen können. Marktteilnehmer sprechen von Aufträgen für Verkauf im Bereich von Y113.50, weiter von Y113.90.

Bild vom IFC Markets Geschäftsterminal "NetTradeX": Stochastic und Ichimoku



Türkische Lira vor dem Absturz?

Die türkische Notenbank setzte in der vergangenen Woche ihren Kurs der geldpolitischen Lockerung ungebremst fort. Der Leitzins wurde um 50 Basispunkte auf 15,75 Prozent gesenkt. Angesichts des erneuten überraschenden Anstiegs der Inflationsrate auf 8,4 Prozent im November muss dies für Unbehagen sorgen. Es sieht so aus, als wären die Zinssenkungen politisch motiviert. Die Wachstumsverlangsamung der türkischen Wirtschaft ist der Regierung ein Dorn im Auge und man glaubt offenbar, dem mit Zinssenkungen entgegen wirken zu können. Die türkische Notenbank ist unter diesen Umständen in Gefahr ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren. In jedem Fall verringert sich aufgrund der Zinssenkungen die Attraktivität der Lira für Carry Trades. Damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit einer Abwertung der Lira. Bislang konnte sich zwar der Wechselkurs EUR/TRY recht gut behaupten, doch das Blatt könnte sich bald wenden.


Brasilianischer Real im Aufwind
Die brasilianische Notenbank hat dagegen ihren Zinssenkungskurs beendet. Grund dafür ist die anhaltende Stärke der Konjunktur: Das BIP legte auch im dritten Quartal überraschend kräftig um 5,7 Prozent zu. Der Real stieg in den letzten Tagen wieder gegenüber dem Euro und befindet sich in der Nähe seines Jahreshochs. Eine weitere Aufwertung ist wahrscheinlich.


Norwegens Sonderweg
Die Konjunktur in Norwegen bleibt angetrieben vom hohen Ölpreis weiterhin stark. Das steht im Gegensatz zu den Bremsspuren der Konjunktur in der Eurozone oder auch in Großbritannien. Die norwegische Notenbank erhöhte daher aufgrund der gestiegenen Inflationsgefahr etwas überraschend den Leitzins auf 5,25 Prozent. Die Krone erhielt dadurch Auftrieb. EUR/NOK legte nach dem Scheitern am Widerstand bei 8,20 NOK wieder den Rückwärtsgang ein.


Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht




DJ DEVISEN/Euro verharrt unter Marke von 1,44 USD

FRANKFURT (Dow Jones)--Wenig verändert zeigen sich die internationalen Devisenmärkte am Dienstag im frühen europäischen Geschäft. Der Dollar liegt gegen 8.27 Uhr bei 1,4387 USD und damit wieder knapp über den Ständen aus dem späten US-Geschäft vom Montag. Wie es heißt, haben Importeure in Asien Dollar gekauft. Insgesamt gebe es aber keine Anhaltspunkte für eine stärkere Bewegung. Das Geschäft werde vor Weihnachten zunehmend dünn und zufallsbedingt, heißt es. Der Markt warte nun auf neue US-Konjunkturdaten, wie die US-Baubeginne im November am Nachmittag.

Unterstützt sei der Euro bei 1,4286 USD, auf Widerstand treffe er bei 1,4520 USD, so Marktteilnehmer mit Blick auf die technische Situation. Die kleine Umkehrformation zeige noch deutliches Abwärtspotenzial für den Euro. Andererseits sei der Euro Richtung 1,4350 USD durch den Trendkanal unterstützt.

Die Feinunze Gold wird aktuell mit 793,45 USD bezahlt nach einem Londoner Nachmittag-Fixing von 790,75 USD am Montag.





Europa New York Europa (
8.25) (Montagabend) (17.15)
EUR/USD 1,4387 1,4400 1,4377
USD/JPY 113,16 112,97 113,26
EUR/JPY 162,80 162,67 162,81
EUR/GBP 0,7127 -- 0,7151
EUR/CHF 1,6563 -- 1,6578

Montag, 17. Dezember 2007

Sind die Notenbanken machtlos?

Am Geldmarkt wurde zuletzt wieder die Liquidität knapp. Das Schlimmste dabei ist: Die Notenbanken scheinen dagegen machtlos zu sein. Die Situation des „Flaggschiffs der Hypothekenkrise“ Citigroup verdeutlicht das Ausmaß der Probleme: Lange sträubte sich die Bank dagegen, die in eigenständige Gesellschaften ausgelagerten Hedge Fonds, die so genannten SIVs, in ihre Bilanz aufzunehmen, um damit eine Zwangsauflösung von deren Positionen zu stoppen. Doch die Versuche des Vorstandes, die Verluste über einen Staatsfonds zu sozialisieren, schlugen fehl. Sieben Fonds mit einem Volumen von 49 Mrd. USD wurden daher jetzt doch übernommen. Die SIVs haben nach Angaben von Moody´s seit August ihre Positionen um 25 Prozent auf 298 Mrd. USD reduziert. Die Risiken für die Märkte, dass der Positionsabbau sich in diesem Tempo fortsetzt, sind nun gesunken. Manche feiern bereits, dass damit das SIV-Problem vor einer Lösung steht.

Banken in ernsten Schwierigkeiten

Tatsächlich liegen die Risiken nur woanders, und zwar in die Bilanzen der Unternehmen. Diese geraten in eine Schieflage und haben mit einer Unterdeckung an Kapital zu kämpfen. Im November hat die Citigroup Anteile im Wert von 7,5 Mrd. USD nach Abu Dhabi verkauft, um die Eigenkapitalquote wieder der eigenen Zielgröße anzupassen. Nach Schätzung der Citigroup-Kritikerin Meredith Whitney von CIBC World Markets benötigt die Bank aber weitere 30 Mrd. USD an Kapital und wird die Dividende kürzen müssen. Ob diese Zahlen zutreffen, wird sich noch herausstellen. Dass es massive Probleme gibt, zeigt die Liquiditätsknappheit am Geldmarkt. Die Geschäftsbanken sind derzeit äußerst zurückhaltend dabei, sich gegenseitig Geld zu leihen. Die Lage wird dadurch verschärft, dass es zum Jahresende hin ohnehin häufig zu Engpässen am Geldmarkt kommt.

Dollar mit kurzfristiger Erholung

Die am 12. Dezember angekündigten konzertierten Aktionen der großen Notenbanken konnten trotz kräftiger Liquiditätsspritzen weder den Anstieg der Geldmarktzinsen beenden, noch das Vertrauen der Märkte wieder herstellen. Selbst in Japan, dessen Banken von der Kreditkrise kaum betroffen sind, stieg der 3-Monatszins auf das höchste Niveau seit 1995. Nur die Geldmärkte der asiatischen Emerging Markets blieben bislang verschont. Allerdings nicht nur, weil ein Übermaß an Liquidität vorhanden ist, sondern auch weil in vielen Fällen eine gewisse Abschottung gegenüber dem weltweiten Geldmarkt besteht. Auch wenn sich die Lage an den internationalen Geldmärkten wieder etwas entspannen sollte, die letzten Tage zeigten, dass die Kreditmarktkrise uns noch bis weit in das Jahr 2008 hinein in Atem halten wird. Den Dollar dürfte dies auf lange Sicht weiter belasten. Kurzfristig ist jedoch eine Kurserholung beim Greenback angesagt. Lesen Sie im Devisen-Trader, wie Sie daraus am besten Kapital schlagen können.

Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht



DJ DEVISEN/Euro startet wenig verändert in neue Berichtswoche

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro ist am Montag wenig verändert in die neue Berichtswoche in Europa gestartet. Die Einheitswährung war am Freitag unter deutlichen Abgabedruck geraten und unter die Marke von 1,45 USD gefallen. Mit Blick auf die jüngsten Inflationsdaten aus den USA nimmt die Wahrscheinlichkeit weiterer Leitzinssenkungen in den USA merklich ab. Nach den Erzeugerpreisdaten vom Donnerstag hätten auch die Verbraucherpreise am Freitag gezeigt, dass die Inflation zurückgekehrt sei, heißt es im Handel.

Zugleich sprächen die soliden Einzelhandelsumsätze, die ebenfalls in der vergangenen Woche veröffentlicht wurden dafür, dass sich die US-Wirtschaft in einer robusteren Verfassung befinde als gedacht. Die Gewinnmitnahmen im Euro könnten sich somit erst einmal fortsetzen. Am Nachmittag werde in den USA der Empire State Manufacturing Index für Dezember, die Leistungsbilanz für das dritte Quartal sowie der Saldo der Wertpapierkäufe und -verkäufe ausländischer Investoren in den USA für den Monat Oktober veröffentlicht und könnten neue Impulse liefern.

Nachdem der Euro nun unter 1,4520 USD gefallen sei, drohten aus technischer Sicht weitere Rückschläge bis auf 1,44 USD. Hier biete eine Trendkanallinie Unterstützung. Ein Bruch könnten den Euro Richtung 1,42 USD bis 1,4150 USD weiter drücken, heißt es am Markt. Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 793,50 USD nach einem Londoner Nachmittag-Fixing mit 789,50 USD am Freitag.





Europa New York Europa (Mo,7.31) (Fr,Späthandel) (Fr,16.55)
EUR/USD 1,4436 1,4424 1,4434
USD/JPY 113,08 113,43 113,35
EUR/JPY 163,24 163,59 163,51
EUR/GBP 0,7151 --- 0,7157
EUR/CHF 1,6635 --- 1,6660

Freitag, 14. Dezember 2007

EUR/USD: Chance auf hohe Tradinggewinne

Die US-Notenbank senkte den Leitzins wie erwartet um 25 Basispunkte, dennoch reagierte die Wall Street mit den stärksten Kursabschlägen seit einem Monat. Der Devisenmarkt zeigte sich dagegen relativ unbeeindruckt. Der Hauptgrund für die negative Reaktion der Börsianer ist, dass die Fed selbst die Konjunkturlage und auch die Situation am Finanzmarkt skeptischer beurteilt als noch vor einem Monat. Viele hätten sich unter diesen Umständen eine stärkere Senkung des Leitzinses um 50 Basispunkte oder zumindest eine Senkung des Diskontsatzes um 50 Basispunkte gewünscht. Denn eine Verringerung des Abstandes zwischen Leitzins und Diskontsatz könnte zu einer Entspannung am Kreditmarkt beitragen. Die US-Notenbank erteilte jedoch einer zu starken Lockerung der Geldpolitik aufgrund der bestehenden Inflationsrisiken eine Absage.


Rezessionsangst in den USA

Nach Ansicht einiger Experten reicht die Zinssenkung nicht aus, um eine Rezession in den USA zu verhindern, auch wenn weithin mit einer weiteren Reduzierung des Leitzinses um 25 Basispunkt bei der nächsten Sitzung am 30. Januar gerechnet wird. Die Ängste wurden durch Äußerungen des Vorsitzenden der halbstaatlichen Hypothekenbank Freddie Mac verstärkt. Er warnte davor, dass der Höhepunkt der Hypothekenkrise noch nicht überschritten sei. Der Verlust von Freddie Mac im vierten Quartal dürfte das Rekordminus des Vorquartals noch übertreffen. Der Dollar konnte sich trotz dieses negativen Cocktails behaupten, vor allem weil die Spekulationen über heftige Zinssenkungen der Fed damit vom Tisch sind. Um eine neue Rallye zu starten, müsste EUR/USD nicht nur den Widerstand bei 1,4720, sondern auch die Marke von 1,4770 überwinden. Forex Daily informiert Sie wie gewohnt über aktuelle Tradingchancen.





EUR/USD (akt. Kurs: 1,4684)
Widerstände: 1,4730 1,4780 1,4820 1,4850
Unterstützungen: 1,4680 1,4640 1,4550 1,4520

USD/JPY (akt. Kurs: 111,09)
Widerstände: 111,40 112,00 113,10 114,00
Unterstützungen: 110,40 109,80 108,40 107,50

USD/CHF (akt. Kurs: 1,1327)
Widerstände: 1,1340 1,1360 1,1420 1,1510
Unterstützungen: 1,1260 1,1190 1,1100 1,1040

GBP/USD (akt. Kurs: 2,0438)
Widerstände: 2,0450 2,0540 2,0680 2,0740
Unterstützungen: 2,0350 2,0260 2,0200 2,0060


Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht

DJ DEVISEN/Wenig Bewegung vor neuen Inflationsdaten

FRANKFURT (Dow Jones)--Eine eingetrübte Wirtschaftsstimmung in Japan lastet am Freitagmorgen etwas auf dem Yen. Euro und Dollar können zur japanischen Devise leicht zulegen. Der Yen wird laut Händlern vor allem von nicht-japanischen Investoren verkauft. Die Stimmung in der japanischen Industrie hat sich in den Monaten Oktober bis Dezember stärker als erwartet eingetrübt. In den Betrieben wuchsen die Besorgnisse über eine Konjunkturabschwächung in Japan als Folge der globalen Kreditkrise, wie aus dem von der Bank of Japan (BoJ) veröffentlichten Tankan-Bericht hervorgeht.

Der Euro hat unterdessen zum Dollar leicht zugelegt auf 1,4640 USD von 1,4627 USD im späten US-Handel. Der Greenback wird laut Händlern weiterhin von den Problemen der Banken in den USA belastet, zudem hat die Rating-Agentur Moody's das langfristige Rating für die Citigroup gesenkt. Damit verteuern sich die Refinanzierungskosten der größten US-Bank. Moody's rechnet damit, dass die Citigroup hohe Abschreibungen bei den mit Hypotheken besicherten Finanzprodukten wird vornehmen müssen.

Im weiteren Verlauf am Freitag dürften Verbraucherpreise aus der Eurozone und den USA im November Einfluss auf die Währungen nehmen. Sie könnten den Märkten weiteren Aufschluss auf die inflationären Tendenzen und damit die Geldpolitik der Notenbanken geben. Während die Verbraucherpreise in der Eurozone um 0,5% gestiegen sein dürften, wird in den USA mit einer Teuerung von 0,2% gerechnet. Aus technischer Sicht ist der Euro zum Dollar bei 1,4650 USD unterstützt. Bei 1,4770 USD liegt ein Widerstand.

Die zuletzt sehr volatile Feinunze Gold wird am Morgen in London mit 803 USD bezahlt nach einem Nachmittag-Fixing von 800,70 USD. "Für die nächste Woche erwarten wir, dass sich der Markt etwas beruhigen wird", heißt es in einem Kommentar des Edelmetallhändlers Heräus. Vor Weihnachten dürfte das Geschäft mit Gold in Asien und Europa nachlassen.





Europa New York Europa (7.44) (Vorabend) (Do 17.10)
EUR/USD 1,4648 1,4627 1,4604
USD/JPY 112,35 112,21 112,13
EUR/JPY 164,53 164,13 163,77
EUR/GBP 0,7169 -- 0,7166
EUR/CHF 1,6704 -- 1,6682

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Die Fed - Ein bisschen Leitzinssenkung

Die US-Notenbank Fed hat getan, was die meisten Ökonomen angesichts der Verschärfung der Immobilien- und Hypothekenkrise erwartet hatten: Sie hat den Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,25 Prozent gesenkt.

Die Märkte zeigten sich leicht enttäuscht, der eine oder andere hatte offenbar doch auf eine etwas größere Lockerung gehofft. Mit Blick auf die zunehmende Rezessionsgefahr in den USA ist diese Zinssenkung richtig. Auch die extreme Unsicherheit an den Geldmärkten und die wachsende Gefahr einer echten Kreditklemme in den USA rechtfertigen die Lockerung der Geldpolitik - obgleich die Inflationsrate noch steigt und nur die bereinigte Kernrate der Teuerung vergleichsweise stabil ist.





Richtig ist auch die Entscheidung, es bei einem Absicherungsschritt von 25 Basispunkten zu belassen. Bei allen Anzeichen für eine Rezession der US-Wirtschaft im Wahljahr 2008 sind einige Indikatoren wie etwa der Arbeitsmarkt noch immer robust. Für einen größeren Schritt gibt es deshalb keine zwingenden Argumente. Er wäre an den Märkten eher als dramatisches Warnsignal aufgefasst worden, das auch für unmittelbaren Druck auf den Dollar gesorgt hätte.

Auch der kleine Zinsschritt ist allerdings mit Risiken verbunden. Einerseits bestärkt die Fed erneut den für sie gefährlichen Verdacht, dass sie sich von den Erwartungen der Märkte treiben lässt. Dieser Eindruck drängt sich umso mehr auf, als sie bis Ende November noch signalisiert hatte, von weiteren Schritten zunächst abzusehen.

Und mit der Ausweitung der Zinsdifferenz zur Euro-Zone nimmt die Anfälligkeit des Dollar zu. Solange die EZB keinen Grund sieht, ihrerseits auf eine Konjunkturabschwächung mit niedrigeren Zinsen zu reagieren, bauen sich hier wachsende Spannungen auf.

Kursverluste nach US-Zinssenkung

von Mark Schrörs und Yasmin Osman (Frankfurt)
Angesichts deutlich gestiegener Risiken für die Konjunktur hat die US-Notenbank Federal Reserve ihren Leitzins erneut gesenkt. Die Währungshüter nahmen den Satz von 4,5 auf 4,25 Prozent zurück. Daraufhin knickten die US-Börsen ein.
Die Fed betonte, die Spannungen an den Finanzmärkten hätten seit Ende Oktober "zugenommen". Jüngste Daten deuteten an, dass sich das Wachstum "verlangsamt". Der Chef der Fed Boston, Eric Rosengren, stimmte gar für eine Senkung um 50 Basispunkte.

Damit hat die Fed den Zinssatz seit Mitte September um einen Prozentpunkt reduziert. Hintergrund ist die Sorge, dass die Krise um faule US-Hypothekenkredite, die Turbulenzen im Finanzmarkt und die massive Schwäche am Häusermarkt einen Einbruch der Konjunktur nach sich ziehen könnten. Die Europäische Zentralbank hat dagegen signalisiert, dass eine Senkung vorerst nicht auf ihrer Agenda steht. Der Euro-Zins liegt bei 4,0 Prozent.

Die US-Börsen rutschten nach der Fed-Entscheidung ins Minus. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 2,1 Prozent, der S&P 500 gab um 2,5 Prozent nach wie auch der Nasdaq Composite. Viele Marktteilnehmer hatten zuletzt auf eine Senkung um 50 Punkte gehofft. Zudem reduzierte die Fed den Diskontsatz, zu dem sich Banken bei ihr Geld leihen können, nur von 5,0 auf 4,75 Prozent. Viele hatten darauf gesetzt, dass der Aufschlag zum Leitzins geringer wird.





Von der Verkaufswelle profitierten Staatsanleihen. Die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen sackten um 24 Basispunkte ab und fielen unter 3,0 Prozent. Der Dollar, den sinkende Leitzinsen in der Regel belasten, gewann an Boden.

"Die Fed nimmt die Zinsen runter, um eine Rezession zu vermeiden, ohne Panik zu verbreiten", so Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise. Laut Ian Shepherdson, Chefökonom bei High Frequency Economics, könnte die Fed aber zu vorsichtig agiert haben und vor der Sitzung Ende Januar gezwungen sein, außerplanmäßig zu handeln.

Die Fed betonte erneut, die US-Häuserkrise habe sich verschärft. Die Hauspreise verzeichnen derzeit den schärfsten Rückgang in vier Jahrzehnten. Die Notenbank hob aber erstmals eine Abschwächung bei den Unternehmens- und Konsumausgaben hervor.

Im dritten Quartal hatte die US-Wirtschaft noch ein Wachstum von annualisiert 4,9 Prozent verzeichnet. Für das vierte Quartal erwarten Volkswirte im Schnitt aber nur noch 1,0 Prozent. Einige Beobachter schätzen nun die Chance einer Rezession gar auf 50 Prozent. Die Fed dagegen erwartet künftig ein "moderates" Wachstum.

Zur Inflation betonte die Fed, die Situation habe sich in diesem Jahr "leicht" verbessert. Die hohen Energie- und Rohstoffpreise könnten künftig aber "Aufwärtsdruck" auf die Preise entwickeln. Anders als Ende Oktober gab die Notenbank kein Urteil zur Gewichtung der Risiken ab. Sie erklärte nur, für den Inflations- wie für den Wachstumsausblick habe sich die Unsicherheit durch die Finanzkrise erhöht.

"Die Fed hat nichts versprochen, sich aber die Tür für weitere Zinsschritte offengehalten", sagte Greg Anderson, Devisenstratege von ABN Amro. Die Märkte erwarten nun mit knapp 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit, dass der Zins Ende Januar weiter sinkt.

DJ DEVISEN/US-Zinsentscheidung lässt Yen steigen

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Entscheidung der Federal Reserve vom Vorabend, die Leitzinsen um 25 Basispunkte zu senken, hat neben dem Dollar zum Euro vor allem dem Yen auf die Sprünge geholfen. Die US-Notenbank hat zwar wie von den meisten Volkswirten erwartet, die Leitzinsen um 25 Basispunkte gesenkt, im Markt gab es allerdings nicht wenige Investoren, die auf einen Schritt von 50 Basispunkten gehofft hatten. Daneben wurde auch der Diskontsatz um 25 Basispunkte gesenkt. Auch hier hatten viele auf 50 Punkte gehofft. Die US-Notenbank habe das Minimum geliefert, mehr nicht, heißt es im Handel.

Während es an Wall Street daraufhin kräftig nach unten ging, konnte der Dollar gegen den Euro zumindest kurzfristig leicht zulegen. Der eigentliche Gewinner der Fed-Entscheidung ist allerdings die japanische Währung, der zu Dollar und Euro zugelegt hat. Die Anleger scheinen der Meinung zu sein, dass die Maßnahmen der Fed nicht ausreichen, um die Probleme an den US-Kreditmärkten zu lösen bzw das Risiko einer US-Rezession auszuschalten, heißt es. Es könnte nun wieder zu einem stärkeren Anstieg von Risikoaversion unter den Anlegern kommen, so ein Teilnehmer. Das spreche nicht unbedingt für die US-Währung.

Am Berichtstag stehen einmal mehr Konjunkturdaten aus den USA im Fokus. Am Nachmittag werden die Import- und Exportpreise November sowie die Handelsbilanz für Oktober veröffentlicht. Aus technischer Sicht ist der Euro zum Dollar laut Bankhaus Metzler bei 1,4520 USD unterstützt. Bei 1,4790 USD liege ein Widerstand. Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 805,85 USD nach einem Nachmittagfixing in London bei 808,75 USD.





Europa New York Europa (7.55) (Späthandel) (17.25)
EUR/USD 1,4685 1,4651 1,4689
USD/JPY 111,08 110,67 111,68
EUR/JPY 163,12 162,14 164,25
EUR/GBP 0,7199 --- 0,7210
EUR/CHF 1,6603 --- 1,6602

Dienstag, 11. Dezember 2007

Notenbanker warnen vor hoher Inflation

von Yasmin Osman (Frankfurt)
Innerhalb der Europäischen Zentralbank ist ein Streit um Inflationsprognosen entbrannt. Mehreren Ratsmitgliedern sind die Erwartungen der Notenbank-Volkswirte zu optimistisch.

Mehrere Ratsmitglieder der Europäischen Zentralbank (EZB) haben die offiziellen Inflationsprojektionen der eigenen Volkswirte öffentlich infrage gestellt. "Die Prognosen der Volkswirte sind optimistischer als meine Einschätzung", sagte Erkki Liikanen, EZB-Ratsmitglied und Chef der finnischen Notenbank, bei Vorstellung des Wirtschaftsausblicks der Bank of Finland.


Ähnlich hatte sich zuvor EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark geäußert. "Das sind die Analysen und die Projektionen unserer Volkswirte. Im EZB-Rat sind wir zu einem anderen Schluss gekommen", sagte er laut der Nachrichtenagentur Market News.

Am Donnerstag hatten die EZB-Volkswirte ihre Projektionen für 2008 zwar von im Mittel 2,0 auf 2,5 Prozent angehoben. Für 2009 hatten sie aber 1,8 Prozent erwartet. Doch das könnte noch immer zu wenig sein. Liikanens Misstrauen bezieht sich auch auf die Prognose für 2009. Das ist wichtig, weil die EZB die Inflation zu diesem Zeitpunkt noch mittels der Zinsschraube beeinflussen könnte.

Das Misstrauensvotum ist ungewöhnlich. "Wir haben noch nie ein so hohes Maß an Meinungsverschiedenheit gesehen", sagte James Nixon, EZB-Beobachter der Société Générale. Er führte dies darauf zurück, dass die Volkswirte in den vergangenen Jahren wiederholt Inflationsgefahren unterschätzt hatten. Nicht alle EZB-Mitglieder aber sind pessimistisch. Irlands Notenbankchef hielt ym Montag weiter an der Prognose von unter zwei Prozent im Jahr 2009 fest.

Finanzexperten fürchten Konjunktureinbruch

Das Konjunkturbarometer des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ist im Dezember erneut gesunken. Finanzmarktexperten sehen klare Wachstumsrisiken und rechnen mit getrübten Exportaussichten.

Das ZEW-Barometer sank im Dezember auf minus 37,2 Punkte, teilte das Institut am Dienstag mit. Damit haben professionelle Anleger und Analysten die deutschen Konjunkturaussichten im Dezember negativer bewertet als im Vormonat.

"Die befragten Finanzmarktexperten sehen klare Risiken für das Wachstum wichtiger Industrieländer, insbesondere der Vereinigten Staaten. Dies trübt die Exportaussichten für die deutsche Wirtschaft", erklärte das ZEW. Auch die Stärke des Euro zum Dollar wirke sich belastend aus. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer weiteren leichten Eintrübung auf minus 34,0 Zähler gerechnet nach einem Stand von minus 32,5 im November.

Der Index für die Lage verschlechterte sich ebenfalls und sank auf 63,5 von 70,0 Punkten. Volkswirte hatten hier mit einem Rückgang auf 68,0 Zähler gerechnet. "Heimische und weltwirtschaftliche Unwägbarkeiten bremsen die Konjunkturdynamik deutlich ab", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz zu der Umfrage unter rund 300 Experten.

"Das ist eine kleine Enttäuschung", sagte Andreas Scheuerle von der Dekabank. "Eigentlich war das Umfeld für die Finanzmärkte recht gut. Das hat etwa die Aktienmärkte beflügelt, aber hat nicht ausgereicht, die Konjunkturskepsis auszugleichen." Der Rückgang sei relativ stark bei der Lage, aber eigentlich noch moderat im Vergleich zu den Erwartungen. "Interessant, dass die Erwartungen für alle Wirtschaftsräume rückläufig sind, auch für Großbritannien", so Scheuerle.

EUR/USD vor neuer Rallye?

Alle Augen sind derzeit auf die Sitzung der US-Notenbank am morgigen Dienstagabend gerichtet. Eine Zinssenkung scheint so gut wie sicher zu sein. Allerdings ist "nur" ein 25-Basispunkte-Schritt nach unten zu erwarten. Für eine noch stärkere geldpolitische Lockerung ist die US-Konjunktur zu stark.

US-Arbeitsmarktdaten durchwachsen

Das zeigten auch die am Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten. Die Beschäftigung stieg um 94.000 Personen. Das klingt viel, ist aber gerade genug, um nicht von einer drohenden Rezession auszugehen. Die US-Wirtschaft muss ständig neue Arbeitsplätze schaffen, da im Gegensatz z.B. zu Deutschland in den USA die Bevölkerung steigt. Insgesamt ist das Beschäftigungswachstum über das gesamte Jahr 2007 trotz einigem Auf und Ab in einer Abwärtstendenz. Dazu passt, dass die Zahlen der beiden Vormonate um 48.000 nach unten korrigiert wurden. Auch ein Blick auf die einzelnen Branchen macht eher skeptisch. Der Beschäftigungsanstieg fand wieder einmal überwiegend im Dienstleistungssektor statt. In der Bauwirtschaft und im Finanzsektor wurden Jobs abgebaut - wen wundert´s. Auch die Deindustrialisierung setzte sich mit einem Beschäftigungsrückgang im verarbeitenden Gewerbe fort.

EUR/USD wieder im Aufwind?

EUR/USD hat seinen kurzfristigen Abwärtstrend gebrochen und ist wieder über die Marke von 1,47 USD gestiegen. Das könnte die charttechnische Basis für weitere Kursgewinne sein. Von einer erneuten Trendwende nach oben könnte man aber erst sprechen, wenn auch der Widerstand bei 1,4770 überwunden wäre.

Kanada mit überraschender Zinssenkung

Die Senkung des Leitzinses durch die Bank of Canada von 4,50 auf 4,25 Prozent kam für viele überraschend. Es dürfte sich um eine vorsorgliche Maßnahme handeln, mit der die negativen Folgen eines weiteren Konjunkturabschwungs in den USA abgefedert werden sollen. Der seit Anfang November zu beobachtende starke Abwertungsdruck auf den Wechselkurs des Kanada-Dollars sowohl gegenüber dem Euro als auch gegenüber dem US-Dollar verstärkte sich dadurch weiter. Die neuseeländische Notenbank ließ dagegen ebenso wie die Reserve Bank of Australia den Leitzins unverändert. Der Austral-Dollar geriet im Anschluss an die Notenbanksitzung allerdings ebenfalls unter Verkaufsdruck, da sich die Notenbanker bezüglich der weiteren Aussichten für die Weltkonjunktur skeptisch zeigten. Eine weitere Zinserhöhung ist damit trotz des anhaltend hohen Zinsniveaus unwahrscheinlicher geworden. Die neuseeländische Notenbank erteilte Spekulationen über eine Zinssenkung eine klare Absage. Angesichts des hohen Inflationsdrucks werde der Leitzins länger als bisher angenommen auf dem hohen Niveau bleiben.

Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht



DJ DEVISEN/Abwartendes Geschäft vor Fed-Entscheidung

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro präsentiert sich beim Übergang in den europäisch geprägten Handel am Dienstagmorgen wenig verändert gegen den Dollar. Händler stellen sich vor der Leitzinsentscheidung der US-Notenbank am Abend auf ein zurückhaltendes Geschäft ein, in dem sich die Einheitswährung in einer Spanne zwischen 1,4700 und 1,4750 zum Dollar bewegen dürfte. Die Marktakteure rechnen überwiegend mit einer Senkung um 25 Basispunkte auf 4,25%. "Die jüngsten Äußerungen prominenter Fed-Mitglieder deuten ganz klar auf eine derartige Intention hin", merkt die Deutsche Bank an. Die jüngsten Konjunkturdaten stünden einer weiteren Lockerung ebenfalls nicht im Wege. Eine "große" Zinssenkung von 50 Basispunkten ist dagegen laut Beobachtern nach dem überraschend starken Anstieg der Stundenlöhne im November weitgehend vom Tisch.

Sollte es wider Erwarten doch zu einer Zinssenkung um 50 Basispunkte kommen, dürfte das zwar positiv von den globalen Aktienmärkten aufgenommen werden, der Dollar werde dann allerdings wohl unter Abgabedruck gegen den Euro geraten, heißt es im Handel. Im Gegensatz zur Fed äußern sich Mitglieder der EZB weiter zurückhaltend zum Thema Zinssenkung. So hat Jürgen Stark am Montag erneut darauf hingewiesen, dass die Inflation in der Eurozone stärker als von der EZB prognostiziert ansteigen könnte. Diese Kommentare sprechen nicht für baldige Zinssenkungen seitens der Notenbank. Der Euro konnte sich daraufhin am Vortag leicht befestigen und stieg über das Niveau von 1,4700 USD. Aus technischer Sicht ist der Euro zum Dollar laut Bankhaus Metzler bei 1,4520 USD unterstützt. Bei 1,4790 USD liege ein Widerstand.

Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 806,95 USD nach einem Nachmittagsfixing in London mit 809,50 USD.





Europa New York Europa (8.03) (Späthandel) (17.14)

EUR/USD 1,4730 1,4713 1,4712
USD/JPY 111,78 111,64 111,73
EUR/JPY 164,65 164,25 164,41
EUR/GBP 0,7193 --- 0,7186
EUR/CHF 1,6608 --- 1,6582

Montag, 10. Dezember 2007

Devisenanalyse (EURUSD)


Das Währungspaar EUR/USD versucht aus allen Kräften den Bereich von $1.4750 (50% Fibonacci Retracement von $1.4967-$1.4532) wiederzubauen Oszillator des Tagescharts, Stochastic formiert beinahe "Bär-Kreuz", aber der 14-tägliche RSI notiert immer noch ihren neue lokalen Minima und befindet sich oberhalb Bereiche der Überverkaufszone. Die nächste Unterstützung liegt auf $1.4640.

4: $1.4905 Tageshoch vom 27.Nov.
3: $1.4857 Tageshovh vom 28.Nov.
2: $1.4785 Tageshoch vom 30.Npv. und Tagestief vom 23.Nov.
1: $1.4750 50.0% Fibonacci Retracement von $1.4967-$1.4532
- $1.4718 (EURUSD)
1: $1.4640 Stundentief
2: $1.4600 Stundentief vom 7.Dez.
3: $1.4560 Unterstützungslinie vom 18.Sep.
4: $1.4520 Tagestief vom 12., und 13.Nov.

Dachfonds stehen kurz vor dem Durchbruch

von Martin Diekmann

Dachfonds gehören zu den etablierten Fondsarten am deutschen Markt. Seit 1998 sind die Produkte hierzulande erhältlich, mittlerweile gibt es mehr als 500. Die erfolgreichsten kommen mit ihrer Performance den besten weltweit anlegenden Aktienfonds nahe.
Experten unterscheiden zwischen konservativ, flexibel und dynamisch ausgerichteten Dachfonds, je nachdem ob die Manager einen geringen, ausgewogenen oder großen Anteil an Aktienfonds in ihre Dachfonds aufnehmen. Folgerichtig fällt auch die Wertentwicklung sehr unterschiedlich aus.

Trotz guter Performancewerte haben die Dachprodukte den endgültigen Durchbruch bei Anlegern noch nicht geschafft. Zwar liegt einer aktuellen Studie von Fidelity Investments zufolge das verwaltete Vermögen aller deutschen Dachfonds bei 47,4 Mrd. Euro, gegenüber 23,9 Mrd. Euro Ende 2003. Gemessen an der Zahl der erhältlichen Dachfonds nimmt sich die Gesamtsumme jedoch noch immer verhältnismäßig bescheiden aus. Das dürfte sich mit Einführung der Abgeltungsteuer ändern.

Viele Anleger erwarten, dass die erfolgreichsten Dachprodukte herkömmliche Einzelfonds in der Wertentwicklung schlagen müssten. Das ist schon rein rechnerisch nicht möglich, da die Dachprodukte auf mindestens fünf verschiedene Zielfonds setzen müssen. Selbst wenn es einem Manager gelingen sollte, die fünf besten Produkte seines Anlagegebiets auszuwählen, würde er somit rein rechnerisch die besten Aktienfonds nicht schlagen können.

Nach Angaben von Fidelity Investments machen Dachfonds mit einer sogenannten offenen Architektur bereits mehr als 50 Prozent aus. Diese Produkte greifen mit mindestens der Hälfte des Fondsvermögens auf Zielfonds anderer Gesellschaften zu. Bei Dachfonds fallen jährliche Gebühren der Zielfonds und die des eigenen Managements an, was die Anforderungen an die Performance erhöht.

Neue Großinvestoren retten UBS

von Tobias Bayer (Frankfurt)

UBS ist noch tiefer in den Strudel der US-Hypothekenkrise gerissen worden. Bei ihren Geschäften im US-Hypothekenmarkt muss die Schweizer Großbank 10 Mrd. $ (6,8 Mrd. Euro) abschreiben. Sie beschaffte sich neues Kapital bei zwei großen strategischen Privatanlegern.

Das teilte die Bank am Montag in Zürich mit. UBS rechnete nun auch für das vierte Quartal 2007 mit einem Verlust. Bereits im dritten Quartal war wegen Abschreibungen in Höhe von rund 4,7 Mrd. $ ein Minus von 726 Mio. Franken (rund 433 Mio. Euro) entstanden. Im Vergleich stand im dritten Quartal des Vorjahres ein Überschuss von 2,8 Mrd. Franken in den Büchern. Es sei zudem möglich, dass das Jahresergebnis 2007 negativ ausfalle, teilte das Finanzinstitut ferner mit. Es wäre der erste Jahresverlust in der zehnjährigen Geschichte der Bank.

Zugleich erhielt UBS neues Kapital von zwei strategischen Investoren aus Singapur und dem Nahen Osten. Diese schießen zusammen 13 Mrd. Franken nach. Dabei entfallen auf den Staatsfonds aus Singapur, die Government of Singapore Investment Corporation (GIC), 11 Mrd. Franken. Ein zweiter, nicht genannter Investor aus Nahost legt 2 Mrd. Franken an. Die UBS-Aktie fiel am Montag zuerst um rund 3 Prozent, konnte aber dann die Verluste eindämmen und notierte am Vormittag um 2 Prozent stärker.

Staatsfonds liebäugeln mit Banken
Bislang haben Banken weltweit im Zuge der Hypothekenkrise Wertberichtigungen in Höhe von rund 66 Mrd. $ vorgenommen. Besonders stark ist der Abschreibungsbedarf bei strukturierten Produkten wie Collateralized Debt Obligations (CDOs). Das sind Investmentpools, an die Anleger Kredite vergeben und die wiederum in Kreditportfolien und in riskantere Tranchen von zweitklassigen Hypothekendarlehen investierten. UBS ist nach Bear Stearns und Citigroup ein weiteres Institut in kurzer Zeit, das mithilfe eines großen Investors seine Kapitalbasis stärken muss. Bei Bear Stearns stieg die chinesische Citic, bei Citigroup der Staatsfonds Abu Dhabi ein. Die Qatar Investment Authority (QIA), die 60 Mrd. $ für den Ölstaat verwaltet, sieht im Finanzsektor derzeit gute Einstiegschancen. "Da bieten sich momentan hervorragende Investitionsmöglichkeiten für Staatsfonds", sagte Kennteh Chen, Portfoliostratege bei QIA, am Montag.

UBS-Chef peilt maximale Transparenz an
Die UBS hat es im Vergleich zu anderen Banken hart erwischt. Im Juli musste Vorstandschef Peter Wuffli gehen, kurz darauf folgte Finanzchef Clive Standish. In den vergangenen zwölf Monaten hat die UBS-Aktie 21-Prozent ihres Werts verloren. Am 30. Oktober hatten die Schweizer bekannt gegeben, 16,8 Mrd. $ in hypothekenbesicherte Anleihen, 1,8 Mrd. $ in CDOs und 20,2 Mrd. $ in sogenannten Super-Senior-Finanzinstrumente investiert zu haben. "Super Senior" steht für CDO-Tranchen, die über ein Rating von "AAA" verfügen. Sie sind bei einem Ausfall also sicherer als andere Tranchen derselben Emission. Analysten hatten angesichts des großen Wertpapierbestandes mit weiteren Abschreibungen von durchschnittlich 2,6 Mrd. Franken gerechnet.

Wuffli-Nachfolger Marcel Rohner versucht nun, mit maximaler Transparenz den Kursverfall zu stoppen: "Die anhaltenden Spekulationen über den effektiven Wert unserer Subprime-Bestände - der sich noch immer nicht genau beziffern lässt - wirkten in den vergangenen Monaten belastend. Diese Abschreibungen bringen unseres Erachtens ein Maximum an Transparenz und werden das Potenzial für Spekulationen über notwendige weitere Bewertungskorrekturen bei UBS minimieren", teilte Rohner in einer Stellungnahme mit. "Zusammen mit der Stärkung unserer Kapitalbasis wird uns dies erlauben, uns auf die weitere Entwicklung unseres Kundengeschäfts zu konzentrieren."

UBS verzichtet auf Bardividende
Neben den 13 Mrd. Schweizer Franken, die externe Investoren in die Bank pumpen, wird die UBS mit zwei weiteren Maßnahmen ihre Kapitalbasis stärken. Zum einen sollen 36,4 Millionen Aktien aus den Treasury-Beständen ausgegeben werden, die ursprünglich vernichtet werden sollten. Zum anderen soll die angekündigte Bardividende durch eine Aktiendividende ersetzt werden. Hier müssen die Aktionäre noch zustimmen. Insgesamt würde sich das Tier-1-Kapital der UBS um 19,4 Mrd. Franken erhöhen. Die Kernkapitalquote wird dann über zwölf Prozent betragen.

Marcel Ospel, Präsident des Verwaltungsrats der UBS, sieht darin allerdings keine Notfallaktion. "Die am US-Hypothekenmarkt erlittenen Verluste sind zwar beträchtlich, hätten aber durch unsere Ertragskraft und Kapitalbasis aufgefangen werden können. Dennoch ist es für uns wichtig, eine ausgeprägt solide Kapitalbasis unter jeglichen Bedingungen aufrechtzuerhalten. Denn diese unterstützt das anhaltende Wachstum im Wealth-Management-Geschäft, dem bedeutendsten Wachstumstreiber der UBS-Aktionäre", teilte Ospel in einer Stellungnahme mit. Einen Rücktritt schloss Ospel aus. "Ich wollte Teil der Lösung des Problems sein", sagte er im schweizerischen Rundfunk.

Erleichterung in den USA

Die US-Regierung will den Anstieg der Zinssätze für Hypothekenkredite verhindern und so die Pleitewelle von Haushalten und die Zwangsversteigerungen bremsen. Das Problem sind vor allem die so genannten Subprime-Kredite, die an Schuldner mit geringer Bonität vergeben wurden und in der Regel mit variablen, d.h. steigenden Zinssätzen ausgestattet sind. Die Kredite starten häufig mit Zinssätzen zwischen sieben und neun Prozent und steigen dann auf elf bis 13 Prozent. In den nächsten zwei Jahren steht die Hochstufung von zwei Millionen Subprime-Krediten bevor. Das dürfte die Zahl der Kreditausfälle dramatisch anwachsen lassen, darüber sind sich die Experten einig.

Höhepunkt der Hypothekenkrise kommt erst noch
Bereits jetzt ist die Lage dramatisch und die Prognosen für die Entwicklung am Immobilienmarkt sehen noch schlechter aus. Im Oktober verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr die Anzahl der Zwangsversteigerungen durch Hausbesitzer, die ihre Kredite nicht bedienen konnten. Die Analysten der Credit Suisse schätzen, dass 30 Prozent der Subprime-Kreditnehmer mit ihren Zahlungen rückständig sind und dass in den nächsten beiden Jahren 775.000 Häuser mit einem Kreditvolumen von insgesamt 143 Mrd. Dollar in die Zwangsvollstreckung gehen. Gemäß einer von der Vereinigung der US-Bürgermeister (US-Conference of Mayors) in Auftrag gegebenen Studie wird durch die Immobilienkrise im nächsten Jahr der Wert des Hauseigentums in den USA insgesamt um 1,2 Bio. USD sinken und die Steuereinnahmen auf lokaler Ebene um mehr als 6,6 Mrd. USD verringern.

US-Regierung wird aktiv
Um die Zahl der Zwangsversteigerungen und damit auch die konjunkturellen und sozialen Auswirkungen der Immobilienkrise zu begrenzen, plant die US-Regierung daher ein Einfrieren der Zinssätze für Subprime-Kredite auf dem niedrigeren Einstiegsniveau. Damit soll den Kreditnehmern geholfen werden, welche die niedrigere Einstiegs-Zinsrate bezahlen können, aber nicht die dann folgende höhere Zinsrate. Das klingt wie der Stein der Weisen, aber wie immer wird irgendjemand die Zeche bezahlen müssen und das sind die Besitzer der Anleihen auf die Hypothekenkredite, deren Kurse fallen dürften. Und so feilt die Regierung auch noch daran, die zu erwartende Klagewelle einzudämmen.

Fazit
Obwohl die Pläne sozial verständlich sind, eine Lösung der Kreditkrise stellen sie nicht dar. Dem Dollar hilft das langfristig ebenso wenig wie das ständige weitere Aufdrehen des Geldhahns durch die US-Notenbank. Dennoch: Kurzfristig ist erst einmal Beruhigung am Devisenmarkt angesagt, auch weil die letzten US-Konjunkturdaten die Rezessionsangst verringerten. EUR/USD dürfte seine Korrektur der letzten beiden Wochen fortsetzen.





Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht

DJ DEVISEN/Euro startet wenig verändert in neue Berichtswoche

FRANKFURT (Dow Jones)-Der Euro ist am Montag wenig verändert in die neue Berichtswoche gestartet. Händler berichten von einem zurückhaltenden Geschäft vor der Bekanntgabe der Leitzinsentscheidung der Federal Reserve am Dienstag. Eine Zinssenkung gilt praktisch als ausgemachte Sache. Die Frage scheint lediglich, wie hoch die Zinssenkung ausfallen wird. An den Geldmärkten wird eine Senkung der Fed Fund Rates um 25 Basispunkten zu 100% eingepreist. Die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank die Leitzinsen gleich um 50 Basispunkte senken wird, liegt bei 50%.

Die Bekanntgabe des US-Arbeitsmarktberichts am Freitag, der insgesamt im Rahmen der Erwartungen ausgefallen war, konnte in diesem Umfeld keine nachhaltigen Akzente am Devisenmarkt setzen. "Diese Daten taugen nicht dafür, die Einschätzungen zum Fed-Zinskurs oder zur Wirtschaftsverfassung zu verändern", so ein Experte. Der Handel am Berichtstag dürfte eher ruhig verlaufen. Wichtige Konjunkturdaten stehen nicht zur Veröffentlichung an. Charttechnisch notiert die Einheitswährung zwischen 1,4500 USD und 1,4730 USD. Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 799,40 USD nach einem Nachmittags-Fixing am Freitag in London bei 792,50 USD.





Europa New York Europa (Mo,7.45) (Fr,Späthandel) (Fr,17.00)

EUR/USD 1,4642 1,4655 1,4650
USD/JPY 111,64 111,71 111,60
EUR/JPY 163,48 163,70 163,51
EUR/GBP 0,7200 --- 0,7224
EUR/CHF 1,6544 --- ---

Freitag, 7. Dezember 2007

Devisenanalyse (AUDUSD)


Die australische Währung ist nach der Testierung vom 100-täglichen Moving Average höher aufgesprungen, der als starke Unterstützung von der Mitte September bleibt. Anstiegs-Versuche wird auf den 21-täglichen Moving Average beschränkt, niederhalb dessen handelt das Währungspaar vom Anfang November. Bären müssen oberhalb dieses Bereiches den Kurs wiederaufbauen.

4: $0.9117 61.8% Fibonacci von $0.9398 - $0.8663
3: $0.9030 50% Fibonacci von $0.9398 - $0.8663
2: $0.8939/44 55-täglicher Moving Average und 38.2% Fibonacci von $0.9398 - $0.8663
1: $0.8829 21-täglicher Moving Average
- $0.8813 (AUDUSD: 15:57 UTC)
1: $0.8787/68 10/5-täglicher Moving Average
2: $0.8690 100-täglicher Moving Average
3: $0.8627 Linie der Figur "Kopf und Schulter"
4: $0.8540 50.0% Fibonacci von $0.7681 - $0.9398

Bild von IFC Markets Corp. Geschäftsterminal: 5-, 10-, 55- und 100-täglicher Moving Average und Fibonacci Retracement $0.7681 - $0.9398

GBP steigt an?


Die britische Währung ist nach den Abschlags-Versuchen am europäisch geprägten Markt auf zu Offers im Bereich bei $2.0300/20, den es der Bären im jüngsten Handel gelang zurückzuhalten. Unterdessen ist das Währungspaar GBPUSD angestiegen und Aufträge für Verkauf testiert, die bei $2.0345/55 lagen. Zur Zeit handelt der Pfund mit $2.0334. Weitere Interesse für Verkauf sieht man im Bereich von $2.0380 znbd $2.0395/2.0405. Das Wärhungspaar EURGBP ist dagegen abgeschlagen und jetzt handelt es mit stg0.7195, bekommend die Unterstützung im Niveau von stg0.7190/85. Marktteilnehmer bemerken, dass Bär-Haltung in Beziehung auf den Pfund durch Nachfrage nach den Pfund von Seite europäischen Korporationskonten erklärt werden könne, die zur riesigen britischen Media-Gruppe Emap und zum deutschen Unternehmen Bauer um stg1.14 Mrd. gehören.

Handelsende Asien

EUR/USD bewegte sich im Verlauf des asiatischen Handels in einer Range von 55 Pips. Nachdem das Währungspaar kurz nach Tagesbeginn sein Hoch bei 1,4655 markierte, sackte EUR/USD im weiteren Verlauf bis auf sein Tief bei 1,4600 ab. Händler erwarten, dass EUR/USD in Kürze die 1,46er-Marke antesten könnte. Sofern EUR/USD diese Marke unterschreitet befindet sich die nächste Unterstützung bei 1,4572. Der nächste Widerstand wird bei 1,4694 lokalisiert.

USD/JPY bewegte sich am Freitagmorgen in einer relativ engen Spanne von 28 Pips. Nachdem das Paar kurz nach Tagesbeginn sein aktuelles Hoch bei 111,43 markierte, sackte USD/JPY im weiteren Verlauf bis auf sein aktuelles Tagestief bei 111,15. Marktbeobachte weisen den heutigen amerikanischen Arbeitsmarktdaten eine grosse Bedeutung zu, die für USD/JPY eine Signalwirkung haben könnte.

EUR/GBP bewegte sich am Donnerstag in einer Range von 49 Pips zwischen dem Tief bei 0,7173 und dem Hoch bei 0,7222. Im Verlauf des asiatischen Handels am Freitagmorgen stabilisierte sich das Paar deutlich oberhalb der wichtigen 0,72er-Marke. EUR/GBP bewegte sich dabei in einer engen Spanne von 15 Pips zwischen 0,7210 im Tief und 0,7225 im Hoch. Der nächste Widerstand befindet sich bei 0,7237. Die nächste Unterstützung liegt bei 0,7194.





Heute um 11:00 Uhr UTC wird die deutsche Industrieproduktion für Oktober veröffentlicht. Im Konsens wird ein leichter Rückgang von zuletzt 6,0% auf aktuell 5,9% erwartet. Um 12:00 Uhr UTC wird aus Kanada die Zahl der neuen Stellen für den Monat November vorgelegt. Hier wird ein deutlicher Rückgang von zuletzt 63.000 auf aktuell 8.000 prognostiziert. Aus Amerika wird heute um 13:30 Uhr UTC die Zahl der neuen Stellen (ex Agrar) für den Monat November vorgelegt. Hier wird in der Schätzung ein deutlicher Rückgang von zuvor 166.000 auf aktuell 70.000 erwartet. Ebenfalls um 13:30 UTC wird aus Amerika die Arbeitslosenquote für November veröffentlicht. Im Konsens wird eine geringfügige Steigerung von 4,7% aus oktober auf nunmehr 4,8% erwartet. Aus Mexiko wird um 15:00 Uhr UTC der Zinsentscheid der mexikanischen Notenbank für Dezember bekanntgegeben. Hier wird mit unveränderten 7,5% gerechnet. Um 15:00 Uhr UTC schliesslich wird aus Amerika der Michigan Sentiment für Dezember veröffentlicht. Hier wird in der Schätzung ein leichter Rückgang von zuletzt 76,1 Punkten auf aktuell 75,0 Punkte erwartet.

Runter mit den US-Zinsen

Geschafft, die 30.000-Mrd.-$-Marke ist geknackt. Weitere Themen in diesem Kapital: Royal Bank of Scotland und Vermögensverwaltung.

Wie die Fed mitteilte, saßen die nichtfinanziellen Sektoren - Privathaushalte, Unternehmen, Staat - in den USA per Ende des dritten Quartals auf Schulden von 30.641 Mrd. $ - bei einem Nationaleinkommen von annualisiert 12.307 Mrd. $. Aufs Jahr hochgerechnet entspricht der Schuldenzuwachs gegenüber dem zweiten Quartal 2671 Mrd. $. Absolut ist das ein neuer Rekordanstieg. Doch prozentual ist der Zuwachs von annualisiert 8,9 Prozent natürlich enttäuschend. Das sind ja gerade mal drei Prozentpunkte mehr als der nominale BIP-Anstieg. Zum Glück sind auch die Schulden des Finanzsektors um 15,6 Prozent gestiegen - auf sicher noch ausbaufähige 15.435 Mrd. $.

Diesen Artikel jetzt anhören Jedenfalls wird die Zinssenkungskampagne der Fed, die kommende Woche fortgesetzt werden wird, durch die Zahlen eindeutig gerechtfertigt. Denn Sorge bereiten vor allem die Privathaushalte, die im dritten Quartal gerade noch mit neuen Schulden von 925 Mrd. $ zugelangt haben - ein mickriger Anstieg von 6,9 Prozent. Die Unternehmen, die inzwischen wieder eine beträchtliche Finanzierungslücke nach Dividenden und Investitionen aufweisen und zudem Aktien zurückkaufen wie wild, haben mit einem Schuldenplus von 1133 Mrd. $ (11,9 Prozent) die Erwartungen schon eher erfüllt, sind aber notorische Wackelkandidaten, auf die die US-Notenbank bei der monetären Überschwemmung im Ernstfall nicht unbedingt zählen kann. Dankenswerterweise steht der Staat in der Not regelmäßig Gewehr bei Fuß. Daher ist dessen Schuldenanstieg von 613 Mrd. $ gewiss noch nicht das letzte Wort.

Royal Bank of Scotland

Gäbe es neben Bankern, die dieses Jahr eventuell einen Rückgang ihres Bonus befürchten müssen, nicht auch wirkliche Opfer der von den Ramschhypotheken ausgegangenen Finanzmarktturbulenzen, könnte man über einige der Absurditäten dieser an Absurditäten nicht armen Periode nur lachen.

Dazu gehören insbesondere die verbalen Kapriolen der Protagonisten dieser Krise - die Chefs der Banken, seien diese private, öffentlich-rechtliche oder zentrale. Viele der im Sommer mit fester Stimme noch vorgebrachten Beschwichtigungen klingen aus heutiger Sicht extrem hilflos. Ganz anders klang am Donnerstag hingegen Fred Goodwin - der Name verpflichtet -, Vorstand der Royal Bank of Scotland (RBS). Nicht ohne Stolz verkündete er, dass das operative Ergebnis der RBS für das laufende Jahr wohl über den Erwartungen der Analysten liegen würde. Nicht schlecht, in diesen Zeiten. Klar, da war noch die fast 1 Mrd. Pfund Abschreibungsbedarf aus dem Ramschhypothekengeschäft, die noch durch weitere 250 Mio. Pfund Abschreibungsbedarf auf gehebelte Kredite und 300 Mio. Pfund Hypothekenbelastung, die die frisch akquirierte ABN Amro mitbringt, ergänzt werden.

Doch halb so wild, Letzteres wird im Zuge der Akquisitionsbuchhaltung gar nicht durch die Gewinn- und Verlustrechnung fließen, und die ersten beiden hat RBS durch nicht weiter erläuterte sonstige Gewinne aus Anlageabgängen kompensiert. Ansonsten stehe RBS auch dank ABN sehr gut da. Nicht nur der Umstand, dass diese zuversichtlichen Einschätzungen just an dem Tag kamen, als die englische Zentralbank gegenüber der Krise einknickte und die Zinsen senkte. Sie zeigt auch wieder dieses bizarre Geschäftsverständnis: Gewinne sind immer operativ und wiederkehrend, Verluste immer außerordentlich. Auch mutet es verwegen an, dass Goodwin immer noch das relativ kleine Hypothekengeschäft und das nicht vorhandene Geschäft mit SIVs als so beruhigend darstellt. Wo doch mittlerweile selbst die Broker festgestellt haben, dass die Kontaminierung weit über diese Geschäftsbereiche hinausgehen wird und das kommende Jahr für jegliche Bank schwerer werden wird.

Vermögensverwaltung

Optimismus ist Trumpf im Investmentgeschäft. Die meisten Fondsmanager sind überzeugt, dass ihre Strategie überdurchschnittliche Renditen abwirft - mögen die Fakten auch anderes sagen. Die Prognosen sehen fast immer steigende Märkte und Zuflüsse für die Fonds. Einer Studie zufolge hat auch die Kreditkrise die Zuversicht kaum gedämpft.

Optimismus ist eine Sache, Realitätsferne eine andere. In Europa wurden seit August Nettovermögen aus europäischen Investmentfonds herausgezogen. In den USA geben die Privatinvestoren derweil immer mehr Geld in vergleichsweise unrentable Geldmarktfonds. Natürlich ist die Vermögensverwaltung ein weites Feld - einige Bereiche kommen mit erhöhter Risikoscheu besser zurecht als andere. Doch ist sie letztlich ein Fixkostengeschäft. Sinken die Aktienmärkte, können auch Zuflüsse einen Gewinnrückgang kaum verhindern. Die weltweite Verkaufswelle bei börsennotierten Fondsmanagern deutet darauf hin, dass die Anleger genau das befürchten.

GBP/USD: Kursrutsch nach Zinssenkung?

Das Britische Pfund geriet in den letzten Tagen verstärkt unter Abwertungsdruck. GBP/USD fiel auf den tiefsten Stand seit vier Wochen und der Abwärtsdruck dürfte noch anhalten. Zuvor steht aber die Sitzung der Bank of England am Donnerstag im Blickpunkt. Die Analysten sind sich uneinig wie selten, ob der Nikolaus Geschenke im Rucksack hat oder nicht. Die letzten Konjunkturdaten fielen jedenfalls schlecht aus und gaben den Zins-Tauben Auftrieb. Der Konsumklimaindex fiel auf den tiefsten Stand seit drei Jahren und der Rückgang der Hauspreise beschleunigte sich im November weiter. Die Rufe aus der Banken- und Hypothekenbranche nach Unterstützung durch die Notenbank werden daher immer lauter. Immerhin hat die britische Regierung angekündigt, die in Not geratene Hypothekenbank Northern Rock verstaatlichen zu wollen, wenn sich kein privater Käufer findet. Das ist zwar ordnungspolitisch äußerst bedenklich, denn private Risiken werden dadurch sozialisiert, aber dem Pfund gab dies Unterstützung.

Überrascht die Bank of England wieder?
Eine Zinssenkung durch die Bank of England am 6. Dezember ist zwar unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Die britischen Notenbanker waren in den letzten Jahren schon für so manche Überraschung gut. Auch die Zinssenkung der Bank of Canada am Dienstag kam eher überraschend. Es scheint so, als habe die Besorgnis der Notenbanker weltweit in Bezug auf die Kreditkrise in den letzten Wochen stark zugenommen. Eine Zinssenkung durch die Bank of England dürfte den Wechselkurs GBP/USD weiter unter Abwärtsdruck setzen. Ein charttechnisches Verkaufssignal wäre ein Fall unter die Unterstützung bei 2,0350. Der nächste starke Support bei 2,0280 würde dann einen tieferen Fall vermutlich auch nicht verhindern.





EUR/USD (akt. Kurs: 1,4704)
Widerstände: 1,4730 1,4780 1,4820 1,4850
Unterstützungen: 1,4680 1,4640 1,4550 1,4520

USD/JPY (akt. Kurs: 110,43)
Widerstände: 110,40 111,40 112,00 113,10
Unterstützungen: 109,80 108,40 107,50 107,00

USD/CHF (akt. Kurs: 1,1193)
Widerstände: 1,1190 1,1210 1,1260 1,1370
Unterstützungen: 1,1100 1,1040 1,0980 1,0900

GBP/USD (akt. Kurs: 2,0363)
Widerstände: 2,0450 2,0540 2,0680 2,0740
Unterstützungen: 2,0350 2,0260 2,0200 2,0060


Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht

DJ DEVISEN/Wie so oft Ruhe vor dem US-Arbeitsmarktbericht

FRANKFURT (Dow Jones)--Vor Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts am Nachmittag bewegen sich die großen Währungspaare am Freitagmorgen kaum von der Stelle. Der Euro handelt wie schon am Donnerstag im späten europäischen und im US-Geschäft knapp über 1,46 USD. Der Dollar pendelt zum Yen bereits seit Donnerstagnachmittag um 111,30 JPY. Der Euro hat unterdessen zur japanischen Währung leicht nachgegeben auf 162,59 JPY nach 162,87 JPY im späten US-Devisenhandel. Volkswirte rechnen im Konsens mit einer Zunahme der Beschäftigung in den USA von 80.000 Stellen im November. Damit würde sich der Zuwachs mehr als halbieren, im Oktober betrug der Anstieg 166.000 Stellen. Der Bericht gilt an den Finanzmärkten als wichtigster Konjunkturindikator.

Wir vermuten, dass der wahre Konsens nach dem guten ADP-Bericht deutlich über 80.000 neuen Stellen liegt", meint Todd Elmer von der Citigroup. Der ADP-Arbeitsmarktbericht über den Stellenzuwachs im Privatsektor hatte am Mittwoch die Erwartungen weit übertroffen. Die Citigroup hat nach den ADP-Zahlen ihre Schätzung für den offiziellen Arbeitsmarktbericht auf eine Ausweitung der Beschäftigung um 125.000 Stellen erhöht. Sollte dieses Szenario Realität werden, so Elmer, dann könne der Dollar vor der Sitzung der US-Notenbank am 11. Dezember zulegen. Allerdings dürfte der übergeordnete Aufwärtstrend des Euro zum Greenback fortdauern. Sollte der Euro bis auf 1,4425 USD nachgeben, dürften Käufer in die Euro-Schwäche hineinkaufen.

Die Feinunze Gold handelt am Morgen in London mit 799,15 USD nach einem Fixing am Donnerstagnachmittag von 801,50 USD.





Europa New York Europa (7.38) (Vorabend) (Do 17.12)

EUR/USD 1,4607 1,4629 1,4612
USD/JPY 111,30 111,35 111,33
EUR/JPY 162,59 162,87 162,73
EUR/GBP 0,7212 -- 0,7221
EUR/CHF 1,6539 -- 1,6500

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Devisenanalyse (AUDUSD)


Das Währungspaar AUDUSD notierte den heutigen Tagestief von $0.8661, danach hat die australische Währung angefangen zu klettern. Zur Zeit handelt sie sich im Bereich bei $0.8696. Den AUD-Anstieg haben Bids hervorgerufen, die an der wichtigen Unterstützungslinie von $0.8650 liegen. Marktteilnehmer hat schon vor diesem Bereich, wobei die Linie "Halz" (Neck) von der Figur "Kopf und Schulter". Damit wird dei Überwindung des Bereichs annehmen, dass eine abwärts laufende Tendenz die Potential haben solle, die zu sieben Figuren gleich. Der nächste wichtige Berech der Unterstützung liegt bei $0.8536 (Fibonacci 50%-Linie von $0.7670-$0.9401).

Bild von IFC Markets Geschäftsterminal "NetTradeX" (Bollinger Bänder, 21-täglicher Moving Average, Fibonacci Retracement)

Devisenanalyse (EURGBP)


Weiterer Abschlag der britischen Währungs wegen der negativen ökononischen Statistik in Beziehung auf Ereiginis der Beratung der Bank of England stützt den Anstieg von EURGBP, trotzdem die gemeinsame europäische Währung befindet sich heute unter Druck von Bären. Das Währungspaar halt sich zur Zeit um stg0.7218, notierte den jüngsten Recordhoch von stg0.7233. Marktteilnehmer schätzen, dass der Durchdruch oberhalb stg0.7200/15 positives Signal sein solle. Offers bleiben im Bereich von stg0.7230/35 und Optionschein liegt im Bereich von stg.0.7250.

Bild von IFC Markets Corp. Geschäftsterminal "NetTradeX": Fractals, Moving Average (14), Bellinger Bänder, Stochastic, Momentum

Die EZB und das Japansyndrom

Es gibt im Prinzip drei Gruppen von nachfrageorientierten Ökonomen. Die erste ist nicht dazu in der Lage, die längerfristigen Folgen einer übermäßigen Geldmengenausweitung zu erkennen.

Die zweite weiß sehr wohl um die Gefahr von Inflation, Kapitalfehlallokation, Überschuldung und Bankenkrise, lebt jedoch im Hier und Jetzt; ihr Widerspruch besteht darin, die Kosten von morgen mit einem hohen Diskontsatz abzuzinsen, von der Zentralbank aber einen niedrigen Diskontsatz zu fordern. Dann ist da noch die EZB, die Wasser predigt, aber Wein in rauen Mengen verteilt.

So kommt es, dass die Geldmenge M3 seit Anfang 1999 um 85 Prozent gestiegen ist, während das nominale BIP im Euro-Raum bloß um 42 Prozent zugelegt hat. Und so kommt es wiederum, dass die Inflation im Jahresmittel seit 2000 immer bei über zwei Prozent lag, obwohl die Lohnentwicklung verhalten war, das BIP-Wachstum mäßig ausgefallen ist und der handelsgewichtete Euro um ein gutes Viertel aufgewertet hat. Die gefühlte Inflation ist höher als in den frühen 90ern, als die ausgewiesene Inflation, die sich derzeit auf drei Prozent beläuft, auf bis zu 5,3 Prozent gesprungen war. Wer auf die Energie- und Nahrungsmittelpreise verweist, sollte bedenken, dass auch diese insofern eine Folge der laxen Geldpolitik im Westen sind, als dessen Endnachfrage das Schwellenländerwachstum begünstigt hat.

Die Zeichen von Kapitalfehlallokation beschränken sich derweil nicht auf den Hausmarkt, wo die Preise im Euro-Raum zwischen 1999 und 2006 trotz der schwachen Entwicklung in Deutschland (selbst hier steigt der Baupreisindex übrigens um sieben Prozent) um drei Fünftel zugelegt haben. Die durchschnittliche reale Rendite auf Euroraum-Staatsanleihen von nur 1,3 Prozent seit 2003 dürfte auch dem Aufstieg der Finanzinvestoren Vorschub geleistet haben, die mit riesigen Verschuldungshebeln arbeiten, bei Übernahmen Spitzenmultiplikatoren auf Spitzenmargen bezahlt und selbst den Vorständen von Großfirmen Angst und Schrecken eingejagt haben, sodass diese der kurzfristigen Gewinnsteigerung wegen gespart haben, wo es nur geht. Es würde nicht wundern, wenn die angesichts der zyklischen Lage ernüchternde Ausrüstungsinvestitionsquote auch damit zu tun hätte. Dass die Bankausleihungen an den Privatsektor seit 1999 von 91 auf 131 Prozent des BIP gestiegen sind, ist dabei umso bedenklicher, als die Schulden sehr ungleich verteilt sind.

Der Gerechtigkeit halber muss erwähnt werden, dass es für die EZB schwer gewesen wäre, sich von der schludrigen internationalen Geldpolitik abzukoppeln, ohne eine Rezession zu riskieren. Der Preis dafür ist, dass die europäische Wirtschaft inzwischen ähnlich am Tropf billigen Geldes hängt wie jene der angelsächsischen Ökonomien. Das ist der Grund dafür, warum die ersten Stimmen laut werden, die EZB solle Zinssenkungen vorbereiten, um einer Entwicklung à la Japan vorzubeugen.

ThyssenKrupp

Hätte man noch vor zehn Jahren junge Kapitalmarktteilnehmer nach dem Sex-Appeal eines Stahlkochers gefragt, hätte man in ein Gesicht voller Erstaunen und Verachtung geblickt. Heute sieht das anders aus.

Der indische Stahlbaron Lakshmi Mittal dürfte dank seines erfolgreichen Expansionsfeldzugs einer der von Investmentbankern am meisten hofierten Firmenchefs sein. Und auch Deutschlands Vorzeigeschmiede ist mittlerweile wahr gewordener Traum vieler Shareholder-Value-Prediger und Verfechter moderner Unternehmungsführungsstrategien. So demonstrierte ThyssenKrupp mit Vorlage des 2006/07er-Geschäftsberichts eindrucksvoll, dass es die ganze Klaviatur der reinen Lehre zu Umsatz- und Ergebnissteigerung seit Jahren zu nutzen weiß. Ob Steuerung nach wertorientierten Kennzahlen, Portfoliooptimierung oder der kontinuierliche Effizienzverbesserungsprozess - alle Säulen eines wertorientierten Managements werden umgesetzt.

Für das Effizienzprogramm "Best" gab Thyssen erstmals Zahlen bekannt. Im abgelaufenen Jahr wurden dadurch 650 Mio. Euro eingespart, dieses Jahr sollen es über 350 Mio. Euro werden. Zusammen mit der entfallenen 480-Mio.-Euro-Kartellstrafe sollte es Thyssen trotz Anlaufverluste einiger Großprojekte nicht schwerfallen, das konservative Vorsteuerziel von über 3 Mrd. Euro zu schaffen, nach 3,3 Mrd.Euro in diesem Jahr. Dass die Aktie unter die Räder kam, erklärt sich mit ihrer Einordnung als zyklischer Wert. Hier liegt entweder der Markt oder das Management falsch. Denn in Thyssens Prognosen bis 2012 ist von einem Abschwung nichts zu sehen. Bei kontinuierlichem Umsatzanstieg soll die Kapitalrendite von jetzt 20,7 auf 22 Prozent gesteigert werden. Oder antizipiert Thyssen, mit weiterer Portfoliooptimierung und Effizienzsteigerung, den Margendruck eines Abschwungs kompensieren zu können? Dieses Selbstbewusstsein in allen Ehren, aber wenn es mit ebenso mutigen Investitionsplänen wie bei Thyssen einhergeht, könnte der Abschwung doppelt wehtun.

Wie die Zinsschranke umgangen wird

von Richard Haimann

Die ab Januar 2008 geltende Zinsschranke erschwert Immobilienunternehmen Investitionen in Neubauten und den Bestand. Die gute Nachricht: Dank einiger Ausnahmeregeln lässt sie sich umgehen.

Zahlreiche Unternehmens- und Steuerberater werden sich in den nächsten Monaten vor Aufträgen aus der deutschen Immobilienwirtschaft kaum retten können. Verantwortlich für den hohen Beratungsbedarf ist die sogenannte Zinsschranke.

Mit dieser Regelung will die Bundesregierung im Rahmen der Unternehmenssteuerreform verhindern, dass Finanzinvestoren ihre Gewinne aus kreditfinanzierten Investments steuerfrei einstreichen.

Die Regelung sieht vor, dass Unternehmen mit konzernartigen Strukturen Zinskosten für Investitionsdarlehen nur noch begrenzt abschreiben dürfen. "Die Zinsschranke wird für viel Heulen und Zähneklappern in der Immobilienbranche sorgen", prophezeit Matthias Roche, Steuerberater, Rechtsanwalt und Partner bei Ernst & Young.

Kritische Regelung für langfristige Bestände

Denn Immobilienunternehmen sind in besonderem Maße auf Fremdfinanzierungen angewiesen. Neue Gebäude und aufwendige Sanierungsmaßnahmen im Bestand können die Gesellschaften in der Regel nicht aus ihren Eigenkapitalreserven bestreiten.

Nach dem neuen Steuerrecht können Konzerne ab dem 1. Januar 2008 ihren Nettozinsaufwand nur noch bis zur Höhe von 30 Prozent des steuerlichen Ergebnisses vor Zinsen, Ertragssteuern und Abschreibungen (Ebitda) abschreiben. Darüber hinausgehende Zinsaufwendungen müssen auf die kommenden Jahre vorgetragen werden.

Kritisch ist diese Regelung vor allem für Gesellschaften, die ihre Bestände über viele Jahre halten und laufend in die Instandhaltung investieren müssen. Weil diese Unternehmen Jahr für Jahr etwa gleichbleibende Ergebnisse erzielen, gibt es keine Phasen mit hohen Gewinnen, gegen die die vorgetragenen Zinsaufwendungen verrechnet werden könnten.

"Wesentliche betriebliche Aufwendungen werden steuerlich nicht abzugsfähig sein", kritisiert Herbert Reiß, Managing Partner bei Deloitte Real Estate. Auch Projektentwickler geraten durch die neue Regelung unter Druck.

Sie müssen bei Neubauvorhaben hohe Vorlaufkosten über Kredite finanzieren, während die Erträge erst beim späteren Verkauf der Immobilie erzielt werden. "In der Bauphase stehen den hohen Zinsaufwendungen dabei jedoch keine Zinserträge gegenüber", sagt Friedrich Wilhelm Patt, geschäftsführender Gesellschafter der Hannover Leasing.

Als Folge müssten fast alle Zinskosten vorgetragen werden und ließen sich später vermutlich nicht in vollem Umfang mit dem Erlös aus dem Verkauf der Immobilie verrechnen. "Für viele Unternehmen wird das Ergebnis fatal sein, da sie nur einen Teil ihrer Aufwendungen steuerlich geltend machen können", sagt Patt.

DJ DEVISEN/Euro wenig verändert gegenüber Dollar

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro hält sich am Mittwochmorgen auf dem Niveau, das er am Dienstagmittag gegenüber dem Dollar erreicht hat. Marktteilnehmer sprechen von einem dünnen Geschäft. Daher seien stärkere Kursausschläge in die eine oder andere Richtung jederzeit möglich. Diese könnten durch die am Nachmittag anstehenden US-Konjunkturdaten hervorgerufen werden. So wird der ADP-Arbeitsmarktbericht vorgelegt, der jedoch als nur bedingt zuverlässiger Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag gilt. Zudem werden der ISM-Index für den Dienstleistungssektor und der Index der anstehenden Hausverkäufe veröffentlicht.

Ob die Daten allerdings ausreichten, den Widerstand bei 1,4780 USD herauszunehmen, wird im Handel kritisch gesehen. Angesichts einer ganzen Reihe von Notenbanktreffen im Verlauf der Woche - allen voran am Donnerstag die Sitzung der Europäischen Zentralbank - herrsche Zurückhaltung vor, heißt es im Handel auch. Möglicherweise könnte die Phase der Stagnation sich sogar bis in die kommende Woche fortsetzen, da dann die US-Notenbank ihre Zinsentscheidung trifft. Eine erste Unterstützung für den Euro wird bei 1,4720 USD ausgemacht.

Die Feinunze Gold notiert im frühen Geschäft mit 805,47 USD. Sie wurde zum Londoner Nachmittags-Fixing mit 797,50 USD notiert.





Europa US-Handel Europa (7.20) (Overnight)(16.45)

EUR/USD 1,4746 1,4765 1,4744
USD/JPY 110,32 109,78 109,85
EUR/JPY 162,72 162,10 162,00
EUR/GBP 0,7174 --- 0,7157
EUR/CHF 1,6495 --- 1,6489

Dienstag, 4. Dezember 2007

Devisenanalyse (EURUSD)


Die gemeinsame europäische Währung, die oberhalb $1.4708 angestiegen ist, hat ihre Chance zum weiteren Wiederaufbau erhöhert. Zur Zeit befindet sich derWiderstand von $1.4776/83 unter Druck. Unterdessen scheinen Tagesindikatoren negativ und weisen auf Risiko zu Korrekturen beim Erreichen höherer Bereiche.

4: $1.4936 1% Umschlag des Moving Average
3: $1.4905 Tageshoch vom 27.Nov.
2: $1.4857 Tagenhoch vom 28.Nov.
1: $1.4776/83 Stundenlinie des Widerstands vom 23.Nov. und Tageshoch vom 30.Nov.
- $1.4744 (EURUSD: 14:34 UTC)
1: $1.4708 Tageshoch vom 3.Dez.
2: $1.4621/38 Tagestief vom 3.Dez. und Unterstützungslinie vom 4.Sep.
3: $1.4604 38.2% Fibonacci von $1.4016 - $1.4967
4: $1.4580 Tagestief vom 16.Nov.

Bild von IFC Markets Corp. Geschäftsterminal "NetTradeX": Moving Average (21), 1% Umschlag, Stochastic, Momentum und Fibonacci Retracement

Dollar unterbracht die Stärkung zum Euro und Chf.


Brown Brothers Harriman: Die Konsolidation bleibt nach wie vor am dem Devosenmärkten, aber der Abschluß kurzen Positionen im Dollar zum Euro und zum schweitzer Franc sollte zu Ende kommen. Der Euro bildet kurzfristigen Grund um der Marke von $1.4620. Wenn die Bewegung oberhalb des Bereichs von $1.4720 sicher ist, wird das hoffnungslose Bild anfangen wiederzubauen. Es geht um den schweitzer Franc, ist der aufwärts laufende Impuls durch den Bereich von Chf.1.1320-30 durchgegangen, und zur Zeit handelt die schweitzer Währung niederhalb des gestrigen Tagestiefs von Chf.1.1250. Da formiert sich die Divergenz, aber der Euro bekräftigt sie noch nicht. das höhere als erwartet Ereignis PPI in der Eurozone bekräftigt die Erwartung, dass EZB wieder eine Pause machen solle, und die jüngste Angaben von der inflation und konstruktive Angaben geben den Märkten den Grund, eine Leitzinsanhebung von SNB am 13.Dez. zu warten.

Bilder von IFC Markets Geschäftsterminal "NetTradeX"

Indikatoren:
(oben)
Bollinger Bänder (21), Moving Average (21) und Fractals

(unten)
Alligator, Parabolic

Mittagsbericht

Die heutigen hohen EU-Erzeugerpreise haben abermals den Preisdruck innerhalb der EU verdeutlicht. Die Oktober-Erzeugerpreise sind mit einem Wert von 3,3% noch deutlicher angezogen als erwartet. Der ohnehin hohe Konsens ging nur von 3,1% nach zuvor 2,7% aus.

Damit wird die EZB ihren Leitzins auf absehbare Zeit unverändert auf dem aktuellen Niveau von 4,00% belassen. Die USA wird den Leitzins im Dezember um mindestens 0,25% senken. Der noch bestehende Zinsvorteil des USD gegenüber dem Euro wird sich damit im Dezember weiter reduzieren und spätestens im ersten Quartal 2008 gänzlich aufgezehrt haben. EUR/USD notiert um 11:30 Uhr UTC bei 1,4737 und hat auf die unerwartet hohen Inflationsdaten deutlich zugelegt. Die nächsten Widerstände liegen bei 1,4752 sowie 1,4784.

In Kanada steht heute um 14:00 Uhr UTC der nächste Zinsentscheid an. Im Konsens wird ein mit 4,50% unveränderter Leitzins erwartet, wobei einige Marktbeobachter eine Leitzinssenkung nicht gänzlich ausschließen. USD/CAD notiert um 12:15 Uhr UTC bei 1,0041. Die nächsten Widerstände finden sich beim Tageshoch bei 1,0048 sowie darüber bei 1,0100.

Auch gegenüber dem JPY ist der Kanada-Dollar derzeit auf dem Rückzug. Neben der Zinsfantasie im Markt profitiert der JPY aktuell von Carry Trade-Auflösungen infolge der Korrekturen an den Aktienmärkten. Unterstützungen für CAD/JPY liegen bei 109,11 (Tagestief) sowie 108,54.

Billigpreise locken Immobilienjäger

von Jennifer Lachman (New York)
Die Krise auf dem US-Immobilienmarkt hat sich im dritten Quartal erneut verschärft. Die Preise für Häuser sind nur noch um 1,8 Prozent zum Vorjahr gestiegen, wie die US-Wohnungsbaubehörde Ofheo mitteilte. Das war der geringste Zuwachs des gleichnamigen Index seit 1995.

Die Flaute am US-Immobilienmarkt lässt Experten zunehmend ein Thema diskutieren, das bisher als Tabu galt: Kann die Krise auch Gewinner hervorbringen? Bisher hatte sie vor allem die Konjunktursorgen ins Blickfeld vieler Beobachter gerückt. Die sinkenden Bauausgaben der Amerikaner haben das US-Wachstum seit mehr als einem Jahr deutlich gebremst.

Im dritten Quartal reichten zwar noch der starke Konsum, Export und Lageraufbau, um die dämpfende Wirkung auszugleichen. Das US-Handelsministerium revidierte am Donnerstag seine Wachstumsschätzung für das vergangene Quartal von 3,9 auf 4,9 Prozent aufs Jahr hochgerechnet. Doch für das Winterhalbjahr erwartet niemand mehr solche Erfolge.

Inzwischen zieht die Subprime-Krise, ausgelöst durch zahlungsschwache Hausbesitzer, die ihre Hypothekenraten nicht mehr bedienen, weitere Kreise: "Während einzelne Regionen noch robuste Steigerungsraten verzeichnen, schwächeln die Preise in einem Großteil des Markts", sagte Ofheo-Chef James Lockhart.

Mehr als 635.000 Zwangsvollstreckungen gab es im vergangenen Quartal, wie der Online-Immobiliendienst Realtytrac ermittelte. Das sind doppelt so viele wie vor einem Jahr und immer noch 30 Prozent mehr als im Frühjahr. "Das Überangebot drückt die Preise erheblich", sagte Mark Fleming, Chefökonom bei First American Corelogic, einem Datendienst für die Immobilienbranche. Die Preise für Einfamilienhäuser sind von Juli bis September um 4,5 Prozent gesunken. In dicht besiedelten Gegenden ist der Preisverfall sogar noch stärker.

Daraus ergeben sich Kaufgelegenheiten. Bei First American Corelogic - der Dienst berät Interessenten auch beim Immobilienkauf - häufen sich Anfragen nach Schnäppchen und Anlagemöglichkeiten. Eine pauschale Kaufempfehlung könne Fleming jedoch ebenso wenig aussprechen wie eine Warnung.

Dafür ist der Markt zu komplex. Vieles hänge von der Erwartung ab, wohin die Preise noch gehen, sagt Gary Schlossberg, Ökonom bei der Vermögensverwaltung Wells Capital Management. Er selbst rechnet mit weiterhin fallenden Preisen: "Da können die Häuser noch so billig sein. Falls der Käufer in absehbarer Zeit wieder verkaufen will, muss er also mit einem Verlust rechnen."

Doch selbst risikofreudige Interessenten könnten mit ihrer Hoffnung auf ein billiges Traumhaus scheitern, sagt Patrick Newport, Ökonom bei der Beratungsfirma Global Insight. "Viele Banken haben ihre Kriterien für die Vergabe von Krediten verschärft, seit sich die Ausfälle häufen", sagte Newport. Viele Analysten erwarten, dass die Krise sich im nächsten Jahr weiter verschärfen könnte.

Die Bank of America hat ermittelt, dass Baukredite mit einem Gesamtwert von 362 Mrd. $ im Jahr 2008 mit höheren Zinsen belastet werden dürften. Diese "Adjustable Rate"-Hypotheken bilden den Kern der derzeitigen Krise: Sie lockten Interessenten mit möglichst niedrigen Einstiegszinsen, die sich jedoch im Laufe der Zeit deutlich steigern - und später oft zu Ausfällen führen.

Es werde dauern, bis sich Angebot und Nachfrage wieder eingespielt haben, sagte Fleming. "Das liegt in der Natur des Immobilienmarkts und ist möglicherweise erst in ein bis zwei Jahren der Fall."

Ein ausgeglichener Markt wäre aber nicht nur für die betroffenen Hausbesitzer wünschenswert, sagt Beth Kodluboy, Chefin der Mieterschutzvereinigung Homeline im US-Bundesstaat Minnesota. "Bei uns häufen sich die Anfragen von Mietern, welche Rechte sie haben, wenn das Haus von der Bank beschlagnahmt wurde", sagte sie.

Für die Mieter geht es dabei nicht nur um die Gefahr eines Zwangsumzuges, sondern auch um bares Geld. Denn Experten fürchten, dass als Folge der Subprime-Krise nun in vielen Gegenden auch die Mietpreise steigen.

Da sich viele keine Hypothek und damit kein eigenes Haus mehr leisten können, drängen viele Neumieter auf den Markt. Sie treffen jedoch auf ein verknapptes Angebot. Zwar dauert es eine Weile, bis ein Haus zwangsvollstreckt wird. "Früher konnten wir mit der Bank aushandeln, dass die Mieter währenddessen im Haus bleiben können", sagte Kodluboy. Dies sei jetzt oft nicht mehr möglich.

Da vor allem nachrangige Baukredite verbrieft, und als Wertpapierbündel weiterverkauft worden sind, ist es nicht mehr so leicht zu ermitteln, wem das Gebäude eigentlich gehört. "Der Investor, eine Bank oder ein Pensionsfonds, hat oft weder Interesse noch Kapazitäten, um sich um ein leer stehendes Haus in einer x-beliebigen Stadt zu kümmern", sagt Kodluboy. Sie schätzt, dass im Großraum um die US-Metropole Minneapolis die Hälfte der zwangsvollstreckten Häuser leer steht.