Dienstag, 13. November 2007

Devisenanalyse (USDCAD)


Der Preis auf Erdöl steigt heute weiter ab. Das kompliziert teilweise die Schwächung der amerikanischen Währung und die Versuche zum Wiederaufbau Carry Trade, aufübend auf die kanadische Währung. USD/CAD erreichte im Lauf des Handels im Montag C$0.9720, wo Bulle-Gegenanschlag wegen des Widerstands der 23.6% Fibonacci Retracement vom Abstieg bis zum Maximum in diesem Jahr. Im Ereignis hat das Währungspaar eine Korrektur gemacht und jetzt haltet es sich bei C$0.9554. Der Durchbruch niederhalb Bids bei C$0.9555/00 hat die großen Aufträge zum Verkauf im Bereich von C$0.9535/25 testieren gelasst haben, die dem Abstieg hindert. Der Durchbruch nieder öffnet den Weg zur Bewegung in der Richtung nach C$0.951/00, aber während die Greenbacks niederhalb der Linie des kurzfristigen Kanals vom Tagestief vom 7.Nov. bei C$0.9477 bleiben, scheinen die Perspektiven für die Bulle positiv. Dealer erinnern, dass weitere Bewegungen des kanadischen Dollar seien meistens von der Stimmungsveränderungen von den Anlegern und von der Situation an den Aktienmärkten. Dazu hängt sie davon, ob der Ölpreis weiter fällt order bis zu $100 weiter ansteigt.

Bild vom IFC Markets Corp. Geschäftsterminal "NetTradeX" mit Moving Average, Bollinger Bänder und Stochastik.

Japan droht Devisenspekulanten

von David Pilling (Tokio), Wolfgang Proissl (Brüssel) und Mark Schieritz (Frankfurt)
Japans Regierungschef schlägt wegen des Höhenflugs der Landeswährung Yen Alarm. Die Aufwertung des Yen verlaufe "zu schnell", Devisenhändler müssten "vorsichtig sein", sagte Premier Yasuo Fukuda der Financial Times und drohte damit indirekt Interventionen am Devisenmarkt an.

Der Yen kletterte am Montag gegenüber dem Dollar zwischenzeitlich auf ein 18-Monats-Hoch. Die Äußerungen sind bemerkenswert, weil Japan seit 2004 nicht mehr am Devisenmarkt eingegriffen hat. Stattdessen wurde der Wechselkurs den Märkten überlassen. Dass die Japaner nun wieder mit Interventionen liebäugeln, zeigt die enormen internationalen Spannungen im Zuge der anhaltenden Dollar-Schwäche.

Die Abwertung des Dollar ist ein wichtiger Grund für den starken Yen. Die US-Währung verliert an Wert, weil Investoren eine konjunkturelle Verlangsamung und sinkende Zinsen erwarten. Aus Sicht der Amerikaner ist die Abwertung hilfreich, da sie die Ausfuhren ankurbelt. In der US-Wirtschaft, die derzeit von der Immobilienkrise gebeutelt wird, sorgt dies für Erleichterung. In Europa und Asien belastet der schwache Dollar die Exportwirtschaft.

"Kurzfristig ist eine Aufwertung des Yen ein Problem. Jegliche abrupte Änderung im Wechselkurs wäre nicht erwünscht", sagte Fukuda. Er kündigte Eingriffe zwar nicht an, warnte aber: "Spekulative Bewegungen müssen unter Kontrolle gebracht werden. Ich sage: Seid vorsichtig, damit es nicht dazu (zu Interventionen) kommt." In Japan ist das Finanzministerium für die Währungspolitik zuständig. Tokio hatte vor 2004 wiederholt versucht, den Wechselkurs mit gezielten Eingriffen zu beeinflussen.

Die Aufwertung wird auch dadurch beschleunigt, dass Investoren aus Angst vor einer Ausweitung der Immobilienkrise Mittel aus Niedrigzinswährungen wie dem Yen abziehen. In den vergangenen Monaten haben sich Investoren in diesen Währungen verschuldet und Geld in Ländern mit höheren Zinsen angelegt. Dieser Carry-Trade kommt zum Erliegen, wenn die Risikoscheu zunimmt.

Der Chef des EU-Arbeitgeberverbands Businesseurope, Ernest-Antoine Seillière, sagte, die Aufwertung des Euro belaste Unternehmen in der Euro-Zone. Die Finanzminister des Währungsraums wollen daher China dazu bringen, die Kopplung seiner Währung an den Dollar zu lockern - damit ein stärkerer Renminbi den Höhenflug des Greenback stoppt.

"Wir werden versuchen, unseren chinesischen Freunden klarzumachen, dass China eine wachsende Verantwortung hat", sagte am Montag der Vorsitzende der Euro-Finanzminister, Jean-Claude Juncker. Für Gespräche mit Chinas Führung will Juncker Ende November zusammen mit dem Chef der Europäischen Zentralbank und EU-Währungskommissar Joaquín Almunia nach Peking reisen.

Viele Schwellenländer versuchen, die Aufwertung ihrer Währungen gegenüber dem Dollar mit Kapitalverkehrskontrollen zu verhindern. So hatte es Indien kürzlich ausländischen Hedge-Fonds erschwert, auf Aktien zu spekulieren. Gegenüber den Währungen der wichtigsten Handelspartner hat der Dollar seit Jahresbeginn um zehn Prozent abgewertet.

Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds ist der Greenback aber immer noch überbewertet. Die Währung müsse weiter abwerten, um einen Abbau des hohen US-Leistungsbilanzdefizits zu ermöglichen, sagte Michael Deppler, der Chef der IWF-Europaabteilung.

EZB hält neue Geldspritzen bereit

von Mark Schieritz, Mark Schrörs und Ralph Atkins (Frankfurt)
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat weitere Liquiditätshilfen für den Fall in Aussicht gestellt, dass sich die Spannungen am Geldmarkt nicht lösen. Die Notenbank werde "dableiben, solange es nötig ist. Es gibt keine Deadline", sagte EZB-Direktoriumsmitglied José Manuel González-Páramo der FTD. Er ist für die Marktoperationen der Währungshüter zuständig.

Die EZB hat dem Geldmarkt seit Ausbruch der Kreditkrise mehrmals Liquidität zugeführt. Hintergrund ist, dass die Banken wegen der Krise Geld horten, statt es zu verleihen. Das hat die Zinssätze dort deutlich über das Niveau der EZB-Leitzinsen gehoben.

"Unsere Aufgabe ist es, das Funktionieren der Geldmärkte zu gewährleisten, damit sich die Zinsen für Übernachtkredite auf jenem Niveau bewegen, dass der Zentralbankrat beschlossen hat", sagte González-Páramo. Die jüngsten Milliardenabschreibungen einiger Institute habe er "in dieser Größenordnung nicht erwartet". Ob es zu weiteren Korrekturen komme, hänge davon ab, wie die Banken ihre Assets bilanziert hätten. "Wenn ein Institut konservativ vorgegangen ist, könnte man sogar Verbesserungen sehen."

Es sei derzeit noch nicht abzusehen, wann die Spannungen im Finanzsystem nachlassen. Indes sei festzustellen, dass der Markt auf eine "signifikante Normalisierung" im Frühjahr setze.

Die Krisenbekämpfung der Notenbank hat sich laut dem EZB-Direktor als richtig herausgestellt. "Wir sind stolz darauf, dass wir rechtzeitig und schnell reagiert haben." Einige Experten hatten der EZB vorgehalten, durch ihre Interventionen jene zu belohnen, die übermäßige Risiken eingegangen sind. Die Bank of England hatte sich deshalb zunächst zurückgehalten - bis sie durch die Pleite von Northern Rock zur Kehrtwende gezwungen wurde.

EUR/USD: Kommt jetzt die Trendwende?

Noch in der vergangenen Woche erlebte der US-Dollar einen regelrechten Ausverkauf. Auslöser des Kursrutsches waren Ankündigungen der chinesischen Regierung, ihre Währungsreserven verstärkt von Dollars in andere Währungen umschichten zu wollen. Der Chef der US-Notenbank Bernanke verstärkte dann den Abwärtsdruck auf den Dollar noch, indem er in einer Rede vor dem Kongress die Wachstrumsrisiken für die US-Wirtschaft betonte.

US-Wirtschaft kommt ins Taumeln
Tatsächlich verdichten sich in den USA die Anzeichen für ein Überschwappen der Immobilienkrise auf andere Bereiche der Wirtschaft. Der Konsumklimaindex der Uni Michigan fiel im November überraschend stark auf 75,0 Punkte. Damit ist die Stimmung so schlecht wie zuletzt 2005 nach dem Hurrikan Katrina. Um tiefere Indexwerte zu finden, muss man bis ins Jahr 1992 zurückblicken. Ein so mieses Konsumklima dürfte Auswirken auf das Kaufverhalten der Verbraucher und auf die Konjunktur insgesamt haben. Zudem berichten die US-Unternehmen über eine nachlassende Investitionstätigkeit. Der führende Netzwerkausrüster Cisco Systems meldete einen „dramatischen“ Einbruch der Umsätze mit Unternehmen der Finanz- und Automobilbranche. Der Kurseinbruch an der Wall Street am Freitag tat ein Übriges, um den Dollar unter Druck zu setzen.

EUR/USD: Korrektur oder Wende
Die steigende Risikoaversion der Anleger führte aber zu Wochenbeginn zu einer Umkehr der Kapitalströme. Der US-Dollar war plötzlich wieder gefragt, da immer mehr Anleger aus den USA ihre Investitionen im Ausland auflösen und ihr Vermögen repatriieren. Die aktuelle Schwäche des Dollars ist dafür eine gute Gelegenheit – vorausgesetzt man geht davon aus, dass sich der Kursverfall des Greenbacks nicht fortsetzt. Charttechnisch könnte der starke Kursrückgang bei EUR/USD nach dem Erreichen der Marke von 1,4750 USD der Beginn einer Trendwende sein. Lesen Sie im Devisen-Trader, ob nun allem Gerede über den Dollar-Verfall zum Trotz die Zeit für eine Short-POstion auf EUR/USD gekommen ist.


Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht

DJ DEVISEN/Gewinnmitnahmen im Yen helfen Euro und Dollar

FRANKFURT (Dow Jones)--Gewinnmitnahmen im Yen zu Dollar und Euro kennzeichnen am Dienstagmorgen das Devisengeschäft. Der Dollar hat sich nach den starken Kursverlusten vom Montag wieder über 110 JPY stabilisiert. Der Euro wechselt wieder mit mehr als 160 JPY den Besitzer. Beide Währungen hatten zum Wochenbeginn wegen der wachsenden Risikoaversion zur japanischen Währung stark an Boden verloren. Im Handel heißt es, nun nähmen vor allem die kurzfristig engagierten Anleger die aufgelaufenen Gewinne mit. Die japanische Notenbank hat unterdessen ihre Einschätzung der Lage der Konjunktur im November-Monatsbericht unverändert gelassen. Der Euro zeigt zum Greenback neue Stärke, er hat sich im Tageshoch von 1,4589 USD wieder an der Marke von 1,46 USD versucht.

Nach dem an Konjunkturdaten armen Wochenauftakt stehen am Dienstag etliche Makrodaten auf der Agenda. In Europa werden Verbraucherpreise aus Frankreich und Großbritannien und die ZEW-Konjunkturerwartungen im November veröffentlicht. Am Nachmittag könnten Aussagen des Fed-Gouverneurs Kroszner auf einer Bankenkonferenz in New York das Interesse im Währungshandel auf sich ziehen. Quartalszahlen der großen US-Einzelhändler Wal-Mart und Home Depot könnten mit Blick auf die Konsumneigung der US-Bürger in Zeiten volatiler Finanzmärkte Beachtung finden, vermutet ein Händler. Technisch sei der Euro bei 1,4520 USD unterstützt, während bei 1,4690 USD ein Widerstand liege.

Die Feinunze Gold wird im frühen Londoner Handel mit 807,90 USD bezahlt nach einem Nachmittags-Fixing von 803,50 USD am Montag.