FRANKFURT (Dow Jones)--Der Dollar kann sich am Mittwochmittag deutlicher gegen Euro und Yen erholen. Ein Händler spricht von einer sich ausweitenden Gegenbewegung der US-Währung. Auch seien kurz vor dem Jahresabschluss vermehrt Gewinnmitnahmen in der Einheitswährung zu beobachten. Händler verweisen auf die gute Entwicklung am US-Aktienmarkt, die auch den Dollar gestützt habe. Die Nachricht, dass sich Abu Dhabi Investment Authority mit 7,5 Mrd USD an der Citigroup beteiligt, hat zumindest kurzfristig für etwas Erleichterung an der Subprime-Front gesorgt. Es bleibe abzuwarten, ob der Dollar die Bewegung gegen den Euro fortsetzen kann. Sollte die Marke von 1,4720 USD nachhaltig unterschritten werden, könnte es charttechnisch gesehen erst einmal bis 1,4567 USD gehen.
Nach Einschätzung von CIBC World Markets unterstreicht der Einstieg bei der Citigroup vor allem eins: nämlich den enormen Kapitalbedarf der Bank. Nachbörslich hat es schon wieder neue negative Nachrichten zum Thema Immobilienkrise gegeben. So muss Wells Fargo weitere 1,4 Mrd USD für Hypotheken-Verluste zurückstellen. Daneben will Freddie Mac die Dividende kürzen und plant eine Kapitalerhöhung um 6 Mrd USD. Solange die Befürchtungen um eine Rezession in den USA und weitere Fed-Leitzinssenkungen das Sentiment beherrschen, ist eine nachhaltige Erholung des Dollar zunächst nicht in Sicht. Am Berichtstag dürften die US-Daten zum Verkauf bestehender Häuser für Oktober weitere Informationen über den Zustand des Immobilienmarktes liefern.
Am Vortag war der Case-Shiller-Index der nationalen Hauspreise gegenüber dem Vorquartal um 1,7% zurück gekommen und markierte damit den deutlichsten Rückgang in der 21-jährigen Indexhistorie. Daneben steht noch der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter für Oktober auf der Agenda. Am Abend wird das Beige Book der Federal Reserve veröffentlicht. Am Vormittag fiel das Geldmengenwachstum M3 für Oktober im Euroland deutlich höher als prognostiziert aus, was für die EZB nach Einschätzung eines Teilnehmers ein zunehmendes Problem darstelle. Die sehr hohe Geldmenge würde eigentlich für weitere Zinsanhebungen seitens der EZB sprechen, die Kreditklemme an den Finanzmärkten verhindere allerdings Zinsanpassungen nach oben.
Die Feinunze Gold wurde am Mittag in London mit 796,50 USD festgestellt, nach einem Nachmittags-Fixing in London bei 810,75 USD.

Europa Europa New York (
11.43) (7.25) (Späthandel)
EUR/USD 1,4730 1,4817 1,4846
USD/JPY 109,20 108,54 108,60
EUR/JPY 160,84 160,67 161,22
EUR/GBP 0,7152 0,7166 ---
EUR/CHF 1,6454 1,6378 ---