Montag, 12. November 2007

Devisenanalyse (GBP/USD)


Die Veröffentlichung der starkeren wirtschaftlichen Angaben aus Großbritannien von Anschaffungspreis, der erstaunlich besser als erwartet wurde, hat Pfund-Bulle nicht helfen können, denn das Leitmotiv des Vormittags in dieser Woche waren Risikem zum US-Kreditenmarkt geblieben. Nach den Angaben vom Staatsstatistikdienst war der Anschaffungspreis im Oktober um 0.6% auf 3.8% (J.) aufgewachsen, das Durchscnittserwartung von +0.2% (M.) und +3.3% (J.) übergegangen war und GBP/USD war weiter auf zu Offers bei $2.0820 angestiegen. Aber es gelangte nicht, den Bereich durchzubrechen. Marketteilmehmer machen weiter die Auflösung der Carry-Trade und lassen das Währungspaar abzusteigen, das nach der Aufführung von Stops um $2.0745/40 beim Bereich von $2.0723 handelt. Anlegerstimmung bleibt negativ, und Bären richtet sich auf die Testierung von Bids im Bereich von $2.0710/00, dabei teilen Dealer mit, dass sich im Bereich von $2.0690 noch eine Serie von Stops befindet.





Bild vom IFC Markets Geschäftsterminal "NetTradeX": Tageschart, Bollinger Bänder, Moving Average, Umschlag, Stochastic, CCI und Momentum

Euro gibt zum Dollar nach

Der Euro ist mit leichten Kursabschlägen zum Dollar in die neue Handelswoche gestartet. Die Gemeinschaftswährung notierte am Montag bei 1,4638 $ nach 1,4674 $ im späten US-Geschäft am Freitag.

In Asien kletterte der Yen auf den höchsten Stand zur US-Währung seit 18 Monaten. Händler machten dafür die Auflösung so genannter Carry-Trades verantwortlich, da Anleger wegen der Unsicherheit über das Ausmaß der Belastungen von Finanzinstituten durch die US-Hypothekenkrise risikoreiche Investments wieder scheuten.

An den europäischen Rentenmärkten gab der Bund-Future kurz nach Handelsbeginn zehn Ticks auf 114,60 Zähler nach. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte mit 4,091 Prozent. Wichtige Konjunkturdaten stehen zu Wochenbeginn nicht auf der Agenda

Trotz der leichten Erholung des Dollar zu Wochenbeginn überwiegen aus Sicht von Händlern weiter die Abwärtsrisiken. Die Folgen der Hypothekenkrise auf die US-Wirtschaft seien nach wie vor nicht vollständig absehbar, hieß es. Die Unsicherheit der Finanzmärkte, die am Freitag durch enttäuschende Daten zur US-Verbraucherzuversicht und neue Negativmeldungen aus dem Bankensektor weiter geschürt worden sei, dürfte weiter nachklingen

Gewinnchancen mit Währungen aus den Emerging Markets

Für Investments in den Emerging Markets erscheinen neue Risiken am Horizont: Inflation und Interventionismus. Besonders die aufstrebenden Länder Asiens wurden in den letzten Monaten von den Investoren nicht etwa aufgrund einer steigenden Risikoaversion gemieden, im Gegenteil: die Kapitalzuflüsse explodierten regelrecht. Allerdings gibt es neue Bedrohungen, die im Moment keiner so recht auf der Rechnung zu haben scheint: Inflation und eine zunehmende Neigung zu Regulierungen des Marktes. Weltweit erweisen sich neben den Rohstoffpreisen vor allem die steigenden Nahrungsmittelpreise als Inflationstreiber. Angesichts der teilweise angespannten sozialen Situation in vielen Ländern sorgt dies für hohen politischen Druck auf die Regierungen.

Aufwertung trotz Inflation
Theoretisch müsste bei frei floatenden Wechselkursen eine hohe Inflation dazu führen, dass die jeweilige Währung abwertet. Dieser Mechanismus ist aber in den Emerging Markets vielfach gestört, weil die enormen Zuflüsse an ausländischem Kapital für Aufwertungsdruck sorgen. Die Notenbanken in den Emerging Markets werden daher in den nächsten Monaten zunehmend vor einem Dilemma stehen: Um die Inflation zu bekämpfen, müssten sie die geldpolitischen Zügel anziehen. In diesem Fall würde sich aber der ohnehin vorhandene Aufwertungsdruck auf die Währung noch verstärken. Das aber könnte die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Exporteure und damit den Aufschwung insgesamt gefährden.

Marktregulierungen nehmen zu
Eine Antwort auf dieses Dilemma sind Marktregulierungen. In den Emerging Markets Asiens dürften vor allem Beschränkungen des Kapitalverkehrs das Mittel der Wahl sein, um die hohen Kapitalzuflüsse zu bremsen. Indien machte bereits den Anfang, indem es Mitte Oktober Pläne zur Einschränkung des Aktienkaufs durch ausländische Fonds bekannt gab. Doch andere Länder in Asien mit flexiblen Wechselkursen könnten mit ähnlichen Maßnahmen nachziehen, um die Aufwertung ihrer Währungen zu bremsen. Denn der Wettbewerbsdruck durch die chinesische Konkurrenz, die durch den unterbewerteten und nicht frei floatenden Yuan begünstigt ist, steigt.


Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht

DJ DEVISEN/Yen zeigt gegen Dollar weiter Stärke

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Yen kann die in der Vorwoche gesehene Stärke gegenüber dem Dollar am Montag im frühen Handel weiter ausbauen. Im Handel wird davon berichtet, dass im Ausland angelegtes Kapital nach Japan zurückgeholt werde. Die Wachstumsaussichten für die USA trübten sich weiter ein, dies wirke sich zudem belastend für den Dollar aus. Diese Entwicklungen bringen verstärkte Nachfrage in den Yen. Nachdem der Yen kurzfristig bereits unter die Marke von 110,00 USD/JPY gefallen war, wird mit einem Test der Marke von 109,00 USD/JPY in den kommenden Tagen gerechnet. Mit 109,85 USD/JPY hat die japanische Währung gegenüber dem Dollar auf dem höchsten Stand seit dem 17. Mai 2206 gehandelt.

Offen bleibe die Frage, wie sich die neueste Stärke im Yen auf die Carry-Trades auswirken wird. Der Kursstärke im Yen kann zum einen dazu führen, dass Carry-Trades auf Grund des negativen Währungseinflusses aufgelöst würden. Auf der anderen Seite biete es die Möglichkeit, neue Trades aufzusetzen. Im Währungspaar Euro-Dollar ist es dagegen zum Wochenstart ruhig. Auf Grund des Feiertages "Veterans Day" ist in den USA der Anleihehandel geschlossen, Konjunkturdaten stehen nicht zur Veröffentlichung an.

Die Feinunze Gold geht mit 816,50 USD in den Handel nach einem Londoner Nachmittags-Fixing von 831,50 USD am Freitag.