FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro hat im asiatischen Handel mit 1,4740 USD ein Allzeithoch generiert und startet knapp darunter in das europäisch dominierte Geschäft. "Das Kaufinteresse im Euro ist ungebrochen", heißt es aus dem Handel. Ein Grund wird in den Aussagen von Fed-Präsident Ben Bernanke vor dem Wirtschaftsausschuss des US-Kongresses gesehen. Der Fed-Chairman äußerte sich nicht besonders beunruhigt hinsichtlich der Inflationslage, was an den Märkten die Erwartungen verstärkte, dass die Fed ihren Leitzins im Dezember erneut senken könnte. Auch ging er besonders auf die Schwäche am Immobilienmarkt ein, die sich schleppend auf das US-Wachstum auswirken dürfte. Dies wurde im Handel als Einladung gesehen, den Dollar weiter zu verkaufen.

Das Pfund Sterling hat unterdessen am Vortag ein 26-Jahres-Hoch gegenüber dem Dollar gebildet. Der Yen legt gegenüber dem Dollar auf einem Niveau 112,50 USD/JPY eine Verschnaufpause ein.
Am Nachmittag gibt es neue, potenziell Impulse liefernde Konjunkturdaten aus den USA. Die Handelsbilanz wird für den September mit einem Fehlbetrag von 59 Mrd USD erwartet. Das Handelsbilanzdefizit der USA dürfte sich im September nicht zuletzt wegen des steigenden Ölpreises ausgeweitet haben. Wegen der ausgeprägten Dollarschwäche rechnen Experten mittelfristig mit geringeren Importen und wachsenden Exporten.
Die Feinunze Gold geht mit 833,00 USD in den Handel nach einem Londoner Nachmittags-Fixing von 841,10 USD am Donnerstag.