Dienstag, 27. November 2007

Devisenanalyse (EURJPY)


Währungspaar EURJPY bleibt in der engen Spanne von Y159.40/161.85 und mit Blick auf das neutrale Stand der Stundenindikatoren, die sich in den kommenden Zeiten dort halten wird, wahrscheinlich kann der EUR-Kurs nicht verändet werden. Der wichtigste Widerstand liegt auf der Linie des 200-täglichen Moving Average im Bereich von 161.85. Während EURJPY niederhalb dieser Linie bleibt, gibt es die Risiken zum weiteren Abfall.

4: Y163.20 Kijun-Linie beim Ichimoku und 21-tąglicher Moving Average
3: Y162.45 100-täglicher Moving Average
2: Y162.05 55-täglicher Moving Average
1: Y161.68/85 Tenkan-Linie beim Ichimoku, 200-täglicher Moving Average
-: Y160.61 (EURJPY: 16:10 UTC)
1: Y159.40 Stundentief
2: Y158.73/83 Tagestief vom 12.Nov.
3: Y158.50 50.0% Fibonacci von Y149.33-167.68, Wolke beim Ichimoku
4: Y158.14 76.4% Fibonacci von Y155.19

Bild vom IFC Markets Corp. Geschäftsterminal "NetTradeX": Ichimoku und Moving Average )200-täglicher - blau; 100-täglicher - dunkel-rot; 55-täglicher - orange; 21-täglicher - dunkel-grün)

DJ DEVISEN/Beruhigung - Euro/Dollar pendelt um 1,4850 USD

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach Kursgewinnen von Dollar und Euro zum Yen am Dienstagmorgen hat sich das Geschäft mit den großen Währungspaaren im weiteren Verlauf beruhigt. Dollar und Euro sind etwas von ihren Tageshöchstständen zum Yen zurückgekommen. Auslöser der neuen Dollar-Stärke zum Yen war die Nachricht, dass sich die arabische Investorengruppe Abu Dhabi Investment Authority (ADIA) für 7,5 Mrd USD bei der weltgrößten Bank, der amerikanischen Citigroup, einkauft. Die US-Bank litt zuletzt stark unter der Subprime-Krise. "Die Finanzspritze von ADIA zeigt auf, welche enormen Währungsreserven die Ölproduzenten aufgebaut haben", stellt Greg Gibbs von ABN Amro in einem Marktkommentar für Kunden fest.

Der Euro pendelt derweil zum Dollar um 1,4850 USD. Die im Verlauf des Vormittags veröffentlichten Geschäftsklima-Indizes aus Frankreich, Italien und Deutschland haben die Notierungen kaum bewegt. In Frankreich und Deutschland hat das Geschäftsklima die Erwartungen übertroffen, während der Index in Italien leicht unter der Konsensprognose geblieben ist. Aus technischer Sicht hat der Euro an Dynamik verloren. "Der Euro wird allmählich müde immer wieder gegen die Marke von 1,4880 USD anzurennen", stellt Jürgen Meyer von der Landesbank Baden-Württemberg fest. Die am Freitag begonnene Aufwärtsbewegung neige sich dem Ende zu, ein Fall unter 1,4820 USD wäre ein "Warnsignal" und ebne den Weg bis zur Hauptunterstützung bei 1,4720 USD.

Am Nachmittag dürfte das Verbrauchervertrauen in den USA die Devisenpaare bewegen. Erwartet wird ein Rückgang im November auf 91,0 nach 95,6 im Oktober. Die Konsumausgaben der US-Bürger belaufen sich auf zwei Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung in den USA. "Während das Vertrauen der Konsumenten in die Wirtschaft nachlässt, nehmen die Inflationsängste zu", heißt es in einem Kommentar des schweizerischen Online-Devisenbrokers AC Markets. Vor allem die Inflationssorgen könnten die US-Notenbank zu einer restriktiven Geldpolitik bewegen.

Die Feinunze Gold ist am Vormittag in London mit 823,25 USD festgestellt worden nach einem Nachmittags-Fixing am Montag von 830 USD.





Europa Europa New York (
12.26) (7.33) (Vorabend)
EUR/USD 1,4850 1,4860 1,4870
USD/JPY 108,19 108,43 107,59
EUR/JPY 160,74 161,13 159,73
EUR/GBP 0,7176 0,7166 --
EUR/CHF 1,6342 1,6342 --

Unternehmen für Dollar-Sturz gerüstet

von Hubert Beyerle und Martin Kaelble (Berlin)

Die deutsche Wirtschaft hat sich zuversichtlich gezeigt, dass der Dollar-Absturz diesmal nicht so schnell auf die Exporte durchschlägt wie in früheren Phasen. Dafür gibt es einen einfachen Grund.

"Der weitaus größte Teil der deutschen Exporte wird inzwischen in Euro fakturiert", sagte Niels Oelgart, Leiter des Referats Geld und Währung beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Nur 13 Prozent der Exporte deutscher Firmen werden in Dollar bezahlt. Dies könnte den Unternehmen zumindest ein paar Monate mehr Zeit geben, sich auf die neuen Währungskurse einzustellen.

Der Euro hat in den vergangenen Wochen erneut dramatisch an Wert gewonnen und liegt derzeit mit 1,48 $ nahe des Rekordhochs. Die preisliche Wettbewerbsfähigkeit europäischer Exportfirmen hat sich damit automatisch verschlechtert. Airbus-Chef Thomas Enders hat vergangene Woche gewarnt, die Dollar-Schwäche sei bereits "lebensbedrohlich". Inzwischen hat auch die Bundesregierung angedeutet, bei einem weiterhin so schwachen Dollar ihre Prognose anpassen zu müssen.

Vielen Unternehmen scheint es gelungen zu sein, Verträge in Euro durchzusetzen. "Selbst nach China wird inzwischen hauptsächlich in Euro fakturiert", sagte Ralph Wiechers, Chefvolkswirt beim Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Das kann eine kurze Zeit helfen. Kritischer wird es bei Unternehmen, die im direkten Wettbewerb zu Firmen stehen, die in den USA produzieren. Vor allem kleinere Firmen, die sich keine Absicherung leisten, trifft es nun.

Einige geben sich demonstrativ gelassen. "Die momentane Situation hat uns nicht sonderlich überrascht, denn wir haben mit einem weiteren Kursanstieg des Euro gerechnet", sagte Andreas Kempf, Pressesprecher von Bosch. Bosch betreibt eine größere Zahl von Fertigungsstätten in den USA und hat dort im vergangenen Jahr fast 9 Mrd. $ Umsatz gemacht. "Damit können wir die momentane Situation gut wegstecken", so Kempf.

Die Verlagerung von Produktion in den Dollar-Raum ist die langfristig sicherste Form der Absicherung gegen die Dollar-Schwäche. Der Autobauer BMW hat jüngst angekündigt, die Produktion im Werk Spartanburg in South Carolina bis 2010 von 140.000 auf 250.000 Autos hochzufahren. Auch der Airbus-Mutterkonzern EADS hat Produktionsverlagerungen angekündigt.

Viele Exportunternehmen haben sich zudem abgesichert, etwa durch Termingeschäfte oder Optionen. Deren Laufzeiten sind allerdings meist begrenzt, in der Regel auf ein Jahr. "Außerdem sind diese Geschäfte nicht billig", sagte Oelgart.

So bezahlte BMW im vergangenen Jahr für seine Absicherung 666 Mio. Euro. Termingeschäfte und Optionen ermöglichen es dem Käufer, einen in Zukunft benötigten Betrag einer Währung zu einem jetzt bekannten Preis zu erwerben.

Die Fakturierung in Euro wiederum hat für die Unternehmen den Vorteil, dass sie bei bestehenden Geschäften keine Gefahr für ihre Gewinnmarge darstellt, stattdessen trägt der Käufer die Last. Allerdings ändert das langfristig nichts daran, dass der Preis des Exportgutes aus Sicht des Importeurs im Dollar-Raum steigt. Das spielt aber erst bei Neuaufträgen eine Rolle, die nach monatelanger Verzögerung in den Umsätzen der Unternehmen zu spüren sind.

Dann kommt es darauf an, ob die Unternehmen ihre Euro-Preise senken, um Marktanteile zu halten - auf Kosten der Gewinnmarge - oder ob sie die Marge konstant zu halten versuchen mit der Gefahr, Marktanteile zu verlieren.

Die Maschinenbauer beispielsweise arbeiten in der Regel mit langen Vorlaufzeiten. Zwischen Auftragsvergabe und Lieferung vergehen oft viele Monate. "Erfahrungsgemäß zeigen sich Folgen eines hohen Währungskurses erst mit etwa eineinhalb Jahren Verspätung", sagte Wiechers vom VDMA.

Noch sind die Bücher der deutschen Maschinenbauer prall gefüllt, hauptsächlich durch die starke Nachfrage aus China und Russland. "Diese Nachfrage kompensiert die US-Schwäche derzeit", so Wiechers. Ohnehin sei in den USA derzeit die konjunkturelle Schwäche gegenüber dem schwachen Dollar das größere Problem. Der VDMA rechnet für 2008 mit einem Exportplus der Mitgliedsunternehmen von acht Prozent, nach zwölf Prozent in diesem Jahr.

Ifo-Index zerstreut Euro-Sorgen

Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist überraschend von 103,9 auf 104,2 Punkte gestiegen. Vor allem die Exporteure sind nach Angaben des Instituts für Wirtschaftsforschung wieder optimistischer - ein Zeichen, dass die Ängste vor dem hohen Euro übertrieben seien.

"Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Konjunktur auf hohem Niveau nur allmählich abkühlt", sagte der Präsident des Ifo-Instituts Hans-Werner Sinn. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang des viel beachteten Indizes auf 103,3 Zähler gerechnet. Am deutlichsten hellte sich die Stimmung bei den Exporteuren auf - trotz des steigenden Eurokurses. Manche Experten hatten das Gegenteil prognostiziert, weil ein starker Euro deutsche Waren im Ausland teurer macht.

Nach Ansicht der Münchner Forscher werden die Ausfuhren keinesfalls einbrechen. Die Exporterwartungen der Firmen seien weiter positiv, sagte Ifo-Konjunkturexperte Hans Günter Russ am Dienstag zu Reuters. "Der Euro ist für die Firmen nicht so gefährlich wie vielfach angenommen." Die Exporte würde voraussichtlich viel stärker leiden, wenn in den Abnehmerländern die Konjunktur im nächsten Jahr deutlich an Dynamik verlieren sollte, sagte Russ.

Die 7000 befragten Unternehmen beurteilten ihre Lage im November besser als im Vormonat, die Geschäftsaussichten allerdings etwas schlechter als im Oktober. Der Lageindex stieg von 109,6 auf 110,4 Punkte. Der Index für die Geschäftserwartungen trübte sich hingegen von 98,6 auf 98,3 Punkte leicht ein. Von Reuters befragte Analysten hatten bei der Lage mit 109,1 Punkten und bei den Erwartungen mit 97,8 Punkten gerechnet.

Was geschieht mit dem Dollar?

Der Fall des Dollars erscheint unaufhaltsam. Der Abwertungsdruck auf die amerikanische Währung wurde nochmals verstärkt durch neue Spekulationen über eine weitere Zinssenkung des Federal Open Market Committee (FOMC) der US-Notenbank am 11. Dezember. Die Notenbanker vermitteln dabei ein Bild der Unentschlossenheit. Das ist Gift für die Märkte, die aufgrund der Hypothekenkrise ohnehin schon stark verunsichert sind. Für die Fed dreht sich alles um die Frage, ob die Risiken für das Wachstum größer sind als die für die Preisstabilität. Die Aussagen einzelner Notenbanker seit Anfang November ließen eher auf eine geringe Bereitschaft zu einer weiteren Zinssenkung schließen. Das am 20. November veröffentlichte Protokoll der letzten FOMC-Sitzung brachte jedoch eine überraschend starke Abwärtskorrektur der Wachstumsprognosen der Notenbanker für 2008. Die Prognosen der 17 FOMC-Mitglieder reichen von 1,6 bis 2,6 Prozent Wachstum, nachdem sie im Juni noch zwischen 2,5 und 3,0 Prozent gelegen hatten. Die Prognose für die Kerninflationsrate blieb kaum verändert bei 1,7 bis 1,9 Prozent.





Spekulationen über weitere Zinssenkung

An den Futures-Märkten wurde daraufhin eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinssenkung eingepreist. Ohnehin haben an den Märkten zuletzt die Sorgen über die Konjunktur in den USA zugenommen. Immer mehr Experten befürchten sogar eine Rezession. In jedem Fall dürfte der Abwärtstrend am Immobilienmarkt bis Mitte 2008 anhalten. Dafür sprechen auch die letzten Zahlen vom Häusermarkt. Bedenklich war zudem der Rückgang der Industrieproduktion im Oktober um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Offen ist, ob es sich dabei nur um eine Konjunkturdelle handelt oder um den Beginn eines ernstlichen Abschwungs. Alles hängt davon ab, wie sich die Kreditkrise auf das Verhalten der Unternehmen und der Haushalte auswirkt. In der Volkswirtschaft geht es eben nicht um mechanische Zusammenhänge, die sich ein für allemal in Formeln gießen lassen, sondern um menschliches Verhalten im Umgang mit knappen Ressourcen. Sollten die Unternehmen ihre Investitionstätigkeit und die Verbraucher ihren Konsum ernstlich einschränken, dann würde aus der Konjunkturdelle ein längerer Abschwung werden.

Fazit

Die US-Notenbanker schätzen in ihrer Mehrheit dieses Risiko offenbar (noch) als gering ein. Dennoch werden am Devisenmarkt Spekulationen über die Geldpolitik der Fed in nächster Zeit das beherrschende Thema sein. Starke Kursreaktionen dürfte es geben, wenn sich die Erkenntnis durchsetzen sollte, dass die US-Notenbank den Leitzins nicht senkt. Das hätte eine deutliche Korrektur im Abwertungstrend des Dollars zur Folge. Eine Zinssenkung würde dagegen einen weiteren Kursanstieg von EUR/USD über die Marke von 1,50 USD nach sich ziehen.

Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht

DJ DEVISEN/Dollar erholt sich kräftig zum Yen

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Dollar hat sich im Übergang vom asiatischen in den europäischen Devisenhandel zum Yen kräftig erholt. Gleichzeitig hat auch der Euro zur japanischen Währung spürbar aufgewertet. Der Dollar kostet aktuell 108,43 JPY nach Kursen um 107,50 JPY im späten US-Handel am Montag. Der Euro wertet auf 161,13 JPY auf nach 159,70 JPY. Auslöser der Erholung vor allem des Dollar zum Yen ist die Nachricht, dass sich die arabische Investorengruppe Abu Dhabi Investment Authority sich für 7,5 Mrd USD (5,05 Mrd EUR) bei der weltgrößten Bank, der amerikanischen Citigroup, einkauft. Die US-Bank litt zuletzt stark unter der Subprime-Krise.

Mit dem Einstieg des Fonds ist zumindest kurzfristig die Gefahr gebannt, dass die Citigroup in ernsthafte Schieflage gerät", sagt ein Devisenhändler. In den vergangenen Monaten hatte der Dollar im Fahrwasser der Hypotheken- und Immobilienkrise zu allen großen Währungen teils stark abgewertet. Unterdessen bewegt sich der Euro zum Dollar nur wenig. Nach Notierungen von 1,4870 USD im späten US-Geschäft wechselt der Euro aktuell mit 1,4860 USD den Besitzer.

Im weiteren Tagesverlauf dürften Geschäftsklima-Indizes aus Frankreich, Italien und Deutschland das Interesse am Markt auf sich ziehen. Verbraucherpreise aus mehreren Bundesländern könnten neue Aufschlüsse zur Inflation geben. Die wichtigste Konjunkturziffer dürfte jedoch am Nachmittag das Verbrauchervertrauen in den USA im November sein. Erwartet wird ein Rückgang auf 91,0 nach 95,6 im Oktober. Technisch ist der Euro laut einem Analysten bei 1,4780 USD unterstützt. Ein Widerstand liegt bei 1,4980 USD.

Die Feinunze Gold wird im frühen Londoner Handel mit 828,35 USD bezahlt nach einem Nachmittags-Fixing am Montag von 830 USD.