Donnerstag, 25. Oktober 2007

Euro: Zweifel an der Zinserhöhung

Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in der Eurozone fiel im Oktober auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Der Indikator zeigte den vierten Monat in Folge einen Rückgang. Eigentlich sollte man diesem Indikator nicht allzu große Bedeutung zumessen und am Devisenmarkt sorgt seine Veröffentlichung in der Regel auch nicht für Kursbewegung. Doch diesmal ist das anders: Der Rückgang von 53,2 auf 51,5 Punkte im Oktober war deutlich und kam überraschend. Ursache ist ein Rückgang sowohl der Inlandsnachfrage als auch der Exporte. Die Zahlen legen nahe, dass es im vierten Quartal 2007 erstmals seit dem vierten Quartal 2004 bei der Industrieproduktion in der Eurozone wieder einen Rückgang im Quartalsvergleich geben könnte.

Gute Zeiten für Trader

Das dürfte Auswirkungen auf den geldpolitischen Kurs der EZB haben. Sowieso werden aufgrund des starken Euros die Stimmen immer lauter, die eine weniger restriktive Geldpolitik fordern. Drohen nun tatsächlich echte Gefahren für die Konjunktur, dann könnte die EZB ihre bisherige Linie ändern. Ein Beibehalten des aktuellen Zinsniveaus bis zum Jahresende ist nicht mehr ausgeschlossen. Ich gehe zwar nicht davon aus, dass sich die EZB so schnell von ihrem Kurs abbringen lassen wird, aber bis zur nächsten Notenbanksitzungen am 8. November könnten entsprechende Spekulationen den Euro unter Druck setzen. Zuvor dürfte aber die Sitzung der US-Notenbank am 31. Oktober im Mittelpunkt stehen. Es sind unruhige Zeiten am Devisenmarkt zu erwarten. Das ist gut für Trader. Forex Daily informiert Sie wie immer zeitnah über konkrete Einstiegs- und Ausstiegssignale bei aussichtsreichen Trades.


EUR/USD (akt. Kurs: 1,4174)
Widerstände: 1,4220 1,4240 1,4280 1,4320
Unterstützungen: 1,4150 1,4080 1,3980 1,3910

USD/JPY (akt. Kurs: 114,32)
Widerstände: 115,50 116,00 116,60 117,40
Unterstützungen: 113,60 112,60 112,00 111,40

USD/CHF (akt. Kurs: 1,1746)
Widerstände: 117,70 1,1840 118,80 1,1910
Unterstützungen: 1,1740 1,1630 1,1580 1,1510

GBP/USD (akt. Kurs: 2,0492)
Widerstände: 2,0520 2,0560 2,0650
Unterstützungen: 2,0440 2,0380 2,0300 2,0260


Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht

DEVISEN/Vor ifo-Index kaum Bewegung

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro hat sich im frühen europäischen Handel zum Dollar kaum bewegt. Er wechselt mit 1,4262 USD den Besitzer und damit etwa auf dem Niveau vom späten US-Devisengeschäft. Auch Dollar/Yen und Euro/Yen bewegen sich in engen Spannen. "Für den Euro kann man eine leichte Aufwärtstendenz feststellen", sagt ein Händler. Die Volatilitäten seien in den vergangenen Tagen spürbar zurückgegangen. Um 10.00 Uhr wird der ifo-Geschäftsklimaindex im Oktober veröffentlicht, der dem Devisengeschäft Impulse verleihen könnte. Erwartet wird ein leichter Rückgang auf 103,7 Punkte von 104,2 im September.

Am Nachmittag stehen in den USA wöchentliche Arbeitsmarktzahlen, Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter sowie Neubauverkäufe auf der Agenda. Zu Letzteren merkt allerdings Todd Elmer von der Citigroup an, dass Zahlen zu Hausverkäufen in den USA den Euro/Dollar in den vergangenen zwölf Monaten nur wenig bewegt hätten. Aus technischer Sicht ist der Euro laut einem Händler bei 1,4190 USD unterstützt, während bei 1,4280 USD der nächste Widerstand liege.

Die Feinunze Gold kostet im frühen Londoner Handel 764,30 USD nach einem Nachmittag-Fixing von 757,50 USD.