Dienstag, 18. Dezember 2007

Devisenanalyse (EURJPY)


Der europäische Aktienmarkt hat die zu Beginn der Session bemerkte abwärts laufende Dynamik entfaltet und ist zur grünen Zone zurückgekommen. Das gab ein Signal für Marktteilnehmer der Carry Trade, um Investition mit dem Yen zu vergrößern. Aufgewachsene Appetit auf Risiko hat sich auf der japanischen Währung negativ widerspiegelt, die auf europäischen Märkten sowohl zum Dollar weiter abstieg als auch zum Euro und zum Pfund. EUR/JPY hat nach einigen Versuchen die Oberlinie der Wolke beim Ichimoku im Bereich von Y163.17 überwunden und testiert Aufträge vom Dollar, die im Niveau von Y163.30/35 lagen. Die europäische Gemeinschaftswährung begegnet der nächsten Hürde als Verkäufer des Cross im Bereich bei Y163.50, bei dessen Überwindung in Gefahr Stops dort geraten. Die Devisenbewegung USD/JPY war zurückhantend. Nach dem Erreichen der Merke auf der letzten Session von Y113.33 hat das Währungspaar nur ein bißchen ansteigen können. Marktteilnehmer sprechen von Aufträgen für Verkauf im Bereich von Y113.50, weiter von Y113.90.

Bild vom IFC Markets Geschäftsterminal "NetTradeX": Stochastic und Ichimoku



Türkische Lira vor dem Absturz?

Die türkische Notenbank setzte in der vergangenen Woche ihren Kurs der geldpolitischen Lockerung ungebremst fort. Der Leitzins wurde um 50 Basispunkte auf 15,75 Prozent gesenkt. Angesichts des erneuten überraschenden Anstiegs der Inflationsrate auf 8,4 Prozent im November muss dies für Unbehagen sorgen. Es sieht so aus, als wären die Zinssenkungen politisch motiviert. Die Wachstumsverlangsamung der türkischen Wirtschaft ist der Regierung ein Dorn im Auge und man glaubt offenbar, dem mit Zinssenkungen entgegen wirken zu können. Die türkische Notenbank ist unter diesen Umständen in Gefahr ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren. In jedem Fall verringert sich aufgrund der Zinssenkungen die Attraktivität der Lira für Carry Trades. Damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit einer Abwertung der Lira. Bislang konnte sich zwar der Wechselkurs EUR/TRY recht gut behaupten, doch das Blatt könnte sich bald wenden.


Brasilianischer Real im Aufwind
Die brasilianische Notenbank hat dagegen ihren Zinssenkungskurs beendet. Grund dafür ist die anhaltende Stärke der Konjunktur: Das BIP legte auch im dritten Quartal überraschend kräftig um 5,7 Prozent zu. Der Real stieg in den letzten Tagen wieder gegenüber dem Euro und befindet sich in der Nähe seines Jahreshochs. Eine weitere Aufwertung ist wahrscheinlich.


Norwegens Sonderweg
Die Konjunktur in Norwegen bleibt angetrieben vom hohen Ölpreis weiterhin stark. Das steht im Gegensatz zu den Bremsspuren der Konjunktur in der Eurozone oder auch in Großbritannien. Die norwegische Notenbank erhöhte daher aufgrund der gestiegenen Inflationsgefahr etwas überraschend den Leitzins auf 5,25 Prozent. Die Krone erhielt dadurch Auftrieb. EUR/NOK legte nach dem Scheitern am Widerstand bei 8,20 NOK wieder den Rückwärtsgang ein.


Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht




DJ DEVISEN/Euro verharrt unter Marke von 1,44 USD

FRANKFURT (Dow Jones)--Wenig verändert zeigen sich die internationalen Devisenmärkte am Dienstag im frühen europäischen Geschäft. Der Dollar liegt gegen 8.27 Uhr bei 1,4387 USD und damit wieder knapp über den Ständen aus dem späten US-Geschäft vom Montag. Wie es heißt, haben Importeure in Asien Dollar gekauft. Insgesamt gebe es aber keine Anhaltspunkte für eine stärkere Bewegung. Das Geschäft werde vor Weihnachten zunehmend dünn und zufallsbedingt, heißt es. Der Markt warte nun auf neue US-Konjunkturdaten, wie die US-Baubeginne im November am Nachmittag.

Unterstützt sei der Euro bei 1,4286 USD, auf Widerstand treffe er bei 1,4520 USD, so Marktteilnehmer mit Blick auf die technische Situation. Die kleine Umkehrformation zeige noch deutliches Abwärtspotenzial für den Euro. Andererseits sei der Euro Richtung 1,4350 USD durch den Trendkanal unterstützt.

Die Feinunze Gold wird aktuell mit 793,45 USD bezahlt nach einem Londoner Nachmittag-Fixing von 790,75 USD am Montag.





Europa New York Europa (
8.25) (Montagabend) (17.15)
EUR/USD 1,4387 1,4400 1,4377
USD/JPY 113,16 112,97 113,26
EUR/JPY 162,80 162,67 162,81
EUR/GBP 0,7127 -- 0,7151
EUR/CHF 1,6563 -- 1,6578