Freitag, 20. Juli 2007

GBP/USD: Korrektur beim Pfund?

Das Pfund ist derzeit eine gute Währung für Daytrader. Die Volatilität ist hoch und dürfte dies auch in nächster Zeit bleiben. Der Grund dafür ist die Unsicherheit bezüglich der weiteren Geldpolitik. Die etwas überraschende Zinserhöhung der Bank of England Anfang Juni hat die Einschätzung vieler Marktteilnehmer geändert. Eine Mehrheit rechnet nun mit weiteren Zinsanhebungen. Das hat den Wechselkurs GBP/USD in den letzten Wochen nach oben getrieben.

Höchster Kurs seit 26 Jahren
Gestern erhielt das Pfund nochmals einen Boost, nachdem die Inflationsdaten für Juni über den Erwartungen lagen. Insbesondere der Anstieg der Kernrate bei den Verbraucherpreisen auf 2,0 Prozent kam überraschend. Höher war die Kerninflation zuletzt vor mehr als zehn Jahren. GBP/USD überschritt dadurch gestern die Marke von 2,0500 USD, was zuletzt vor 26 Jahren der Fall war. Doch heute kamen Zweifel auf, ob die Zinserhöhungserwartungen nicht doch übertrieben sind. Das Protokoll der letzten Sitzung der Bank of England zeigte, dass nur sechs der neun Ratsmitglieder für eine Anhebung stimmten. Das ist weniger einmütig als gedacht.

Auf Korrektur setzen
Ich rechne nun mit einer Korrektur bei GBP/USD, da viele Pfund-Bullen kalte Füße bekommen. Gewinne werden nach der Rallye der letzten Wochen mitgenommen. Forex Daily informiert Sie über den richtigen Zeitpunkt zum Eröffnen einer Short-Position. Mittelfristig bleibt die Tendenz von GBP/USD jedoch aufwärts gerichtet. Denn der Bank of England wird nichts anderes übrig bleiben, als weiter an der Zinsschraube zu drehen.



EUR/USD (akt. Kurs: 1,3784)
Widerstände: 1,3800 1,3830 1,4000
Unterstützungen: 1,3780 1,3680 1,3640 1,3540

USD/JPY (akt. Kurs: 122,06)
Widerstände: 122,40 123,20 123,50 124,00
Unterstützungen: 121,80 121,10 120,80 120,10

USD/CHF (akt. Kurs: 1,2018
Widerstände: 1,2040 1,2110 1,2180 1,2235
Unterstützungen: 1,2000 1,1970 1,1900

GBP/USD (akt. Kurs: 2,0496)
Widerstände: 2,0500 2,0545 2,0700
Unterstützungen: 2,0400 2,0310 2,0280 2,0200



DEVISEN/Aufwärtsdynamik des Euro zum Dollar lässt nach

FRANKFURT (Dow Jones)--Wenig Bewegung ist am Freitagmorgen in den großen Devisenpaaren auszumachen. Im frühen europäischen Handel bewegt sich der Euro
zum Dollar mit Kursen um 1,38 USD auf dem Niveau, auf dem das Paar schon im späten US-Geschäft und in Asien handelte. Der Yen hat zu Euro und Dollar
unterdessen leicht nachgegeben. "Man schaut momentan wieder auf die große Zinsdifferenz zwischen dem Euro- und dem Dollar-Raum einerseits und dem Yen
andererseits", sagt ein Händler. Anleger nähmen liquide Mittel im Yen auf und investierten diese in Euro- und Dollar-Anlagen. Konjunkturdaten, welche die
genannten Paare beeinflussen könnten, stehen laut dem Händler zum Wochenausklang nicht zur Veröffentlichung an.

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Das britische BIP im zweiten Quartal könnte dagegen das Pfund Sterling bewegen. Erwartet wird ein BIP-Anstieg von 0,8% zum ersten Quartal bzw von 3,0%
zum Vorjahresquartal. Interessant könnte es noch einmal am späten Nachmittag werden, wenn William Poole, Gouverneur der Notenbank von St. Louis, vor dem
US-Verband der Immobilienmakler spricht. Sorgen um ein Ausufern der Krise am US-Markt für Hypotheken mit niedriger Bonität, so genannte Subprime Mortgages,
hatten den Dollar in den vergangenen Wochen immer wieder belastet.

Aus technischer Sicht habe die Aufwärtsdynamik des Euro zum Dollar zuletzt nachgelassen, merkt Jürgen Meyer von der Landesbank Baden-Württemberg an. "Die
nun schon seit Tagen andauernde Seitwärtsspanne auf hohem Niveau zeugt nicht von übergroßem Optimismus", meint der Analyst. Ein Widerstand liege bei 1,3850
USD und eine Unterstützung bei 1,3750 USD.

Die Feinunze Gold ist mit 676,70 USD in den Londoner Handel gegangen nach einem Nachmittags-Fixing von 673,00 USD.