Dienstag, 18. Dezember 2007

Türkische Lira vor dem Absturz?

Die türkische Notenbank setzte in der vergangenen Woche ihren Kurs der geldpolitischen Lockerung ungebremst fort. Der Leitzins wurde um 50 Basispunkte auf 15,75 Prozent gesenkt. Angesichts des erneuten überraschenden Anstiegs der Inflationsrate auf 8,4 Prozent im November muss dies für Unbehagen sorgen. Es sieht so aus, als wären die Zinssenkungen politisch motiviert. Die Wachstumsverlangsamung der türkischen Wirtschaft ist der Regierung ein Dorn im Auge und man glaubt offenbar, dem mit Zinssenkungen entgegen wirken zu können. Die türkische Notenbank ist unter diesen Umständen in Gefahr ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren. In jedem Fall verringert sich aufgrund der Zinssenkungen die Attraktivität der Lira für Carry Trades. Damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit einer Abwertung der Lira. Bislang konnte sich zwar der Wechselkurs EUR/TRY recht gut behaupten, doch das Blatt könnte sich bald wenden.


Brasilianischer Real im Aufwind
Die brasilianische Notenbank hat dagegen ihren Zinssenkungskurs beendet. Grund dafür ist die anhaltende Stärke der Konjunktur: Das BIP legte auch im dritten Quartal überraschend kräftig um 5,7 Prozent zu. Der Real stieg in den letzten Tagen wieder gegenüber dem Euro und befindet sich in der Nähe seines Jahreshochs. Eine weitere Aufwertung ist wahrscheinlich.


Norwegens Sonderweg
Die Konjunktur in Norwegen bleibt angetrieben vom hohen Ölpreis weiterhin stark. Das steht im Gegensatz zu den Bremsspuren der Konjunktur in der Eurozone oder auch in Großbritannien. Die norwegische Notenbank erhöhte daher aufgrund der gestiegenen Inflationsgefahr etwas überraschend den Leitzins auf 5,25 Prozent. Die Krone erhielt dadurch Auftrieb. EUR/NOK legte nach dem Scheitern am Widerstand bei 8,20 NOK wieder den Rückwärtsgang ein.


Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht




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