Freitag, 7. Dezember 2007

Devisenanalyse (AUDUSD)


Die australische Währung ist nach der Testierung vom 100-täglichen Moving Average höher aufgesprungen, der als starke Unterstützung von der Mitte September bleibt. Anstiegs-Versuche wird auf den 21-täglichen Moving Average beschränkt, niederhalb dessen handelt das Währungspaar vom Anfang November. Bären müssen oberhalb dieses Bereiches den Kurs wiederaufbauen.

4: $0.9117 61.8% Fibonacci von $0.9398 - $0.8663
3: $0.9030 50% Fibonacci von $0.9398 - $0.8663
2: $0.8939/44 55-täglicher Moving Average und 38.2% Fibonacci von $0.9398 - $0.8663
1: $0.8829 21-täglicher Moving Average
- $0.8813 (AUDUSD: 15:57 UTC)
1: $0.8787/68 10/5-täglicher Moving Average
2: $0.8690 100-täglicher Moving Average
3: $0.8627 Linie der Figur "Kopf und Schulter"
4: $0.8540 50.0% Fibonacci von $0.7681 - $0.9398

Bild von IFC Markets Corp. Geschäftsterminal: 5-, 10-, 55- und 100-täglicher Moving Average und Fibonacci Retracement $0.7681 - $0.9398

GBP steigt an?


Die britische Währung ist nach den Abschlags-Versuchen am europäisch geprägten Markt auf zu Offers im Bereich bei $2.0300/20, den es der Bären im jüngsten Handel gelang zurückzuhalten. Unterdessen ist das Währungspaar GBPUSD angestiegen und Aufträge für Verkauf testiert, die bei $2.0345/55 lagen. Zur Zeit handelt der Pfund mit $2.0334. Weitere Interesse für Verkauf sieht man im Bereich von $2.0380 znbd $2.0395/2.0405. Das Wärhungspaar EURGBP ist dagegen abgeschlagen und jetzt handelt es mit stg0.7195, bekommend die Unterstützung im Niveau von stg0.7190/85. Marktteilnehmer bemerken, dass Bär-Haltung in Beziehung auf den Pfund durch Nachfrage nach den Pfund von Seite europäischen Korporationskonten erklärt werden könne, die zur riesigen britischen Media-Gruppe Emap und zum deutschen Unternehmen Bauer um stg1.14 Mrd. gehören.

Handelsende Asien

EUR/USD bewegte sich im Verlauf des asiatischen Handels in einer Range von 55 Pips. Nachdem das Währungspaar kurz nach Tagesbeginn sein Hoch bei 1,4655 markierte, sackte EUR/USD im weiteren Verlauf bis auf sein Tief bei 1,4600 ab. Händler erwarten, dass EUR/USD in Kürze die 1,46er-Marke antesten könnte. Sofern EUR/USD diese Marke unterschreitet befindet sich die nächste Unterstützung bei 1,4572. Der nächste Widerstand wird bei 1,4694 lokalisiert.

USD/JPY bewegte sich am Freitagmorgen in einer relativ engen Spanne von 28 Pips. Nachdem das Paar kurz nach Tagesbeginn sein aktuelles Hoch bei 111,43 markierte, sackte USD/JPY im weiteren Verlauf bis auf sein aktuelles Tagestief bei 111,15. Marktbeobachte weisen den heutigen amerikanischen Arbeitsmarktdaten eine grosse Bedeutung zu, die für USD/JPY eine Signalwirkung haben könnte.

EUR/GBP bewegte sich am Donnerstag in einer Range von 49 Pips zwischen dem Tief bei 0,7173 und dem Hoch bei 0,7222. Im Verlauf des asiatischen Handels am Freitagmorgen stabilisierte sich das Paar deutlich oberhalb der wichtigen 0,72er-Marke. EUR/GBP bewegte sich dabei in einer engen Spanne von 15 Pips zwischen 0,7210 im Tief und 0,7225 im Hoch. Der nächste Widerstand befindet sich bei 0,7237. Die nächste Unterstützung liegt bei 0,7194.





Heute um 11:00 Uhr UTC wird die deutsche Industrieproduktion für Oktober veröffentlicht. Im Konsens wird ein leichter Rückgang von zuletzt 6,0% auf aktuell 5,9% erwartet. Um 12:00 Uhr UTC wird aus Kanada die Zahl der neuen Stellen für den Monat November vorgelegt. Hier wird ein deutlicher Rückgang von zuletzt 63.000 auf aktuell 8.000 prognostiziert. Aus Amerika wird heute um 13:30 Uhr UTC die Zahl der neuen Stellen (ex Agrar) für den Monat November vorgelegt. Hier wird in der Schätzung ein deutlicher Rückgang von zuvor 166.000 auf aktuell 70.000 erwartet. Ebenfalls um 13:30 UTC wird aus Amerika die Arbeitslosenquote für November veröffentlicht. Im Konsens wird eine geringfügige Steigerung von 4,7% aus oktober auf nunmehr 4,8% erwartet. Aus Mexiko wird um 15:00 Uhr UTC der Zinsentscheid der mexikanischen Notenbank für Dezember bekanntgegeben. Hier wird mit unveränderten 7,5% gerechnet. Um 15:00 Uhr UTC schliesslich wird aus Amerika der Michigan Sentiment für Dezember veröffentlicht. Hier wird in der Schätzung ein leichter Rückgang von zuletzt 76,1 Punkten auf aktuell 75,0 Punkte erwartet.

Runter mit den US-Zinsen

Geschafft, die 30.000-Mrd.-$-Marke ist geknackt. Weitere Themen in diesem Kapital: Royal Bank of Scotland und Vermögensverwaltung.

Wie die Fed mitteilte, saßen die nichtfinanziellen Sektoren - Privathaushalte, Unternehmen, Staat - in den USA per Ende des dritten Quartals auf Schulden von 30.641 Mrd. $ - bei einem Nationaleinkommen von annualisiert 12.307 Mrd. $. Aufs Jahr hochgerechnet entspricht der Schuldenzuwachs gegenüber dem zweiten Quartal 2671 Mrd. $. Absolut ist das ein neuer Rekordanstieg. Doch prozentual ist der Zuwachs von annualisiert 8,9 Prozent natürlich enttäuschend. Das sind ja gerade mal drei Prozentpunkte mehr als der nominale BIP-Anstieg. Zum Glück sind auch die Schulden des Finanzsektors um 15,6 Prozent gestiegen - auf sicher noch ausbaufähige 15.435 Mrd. $.

Diesen Artikel jetzt anhören Jedenfalls wird die Zinssenkungskampagne der Fed, die kommende Woche fortgesetzt werden wird, durch die Zahlen eindeutig gerechtfertigt. Denn Sorge bereiten vor allem die Privathaushalte, die im dritten Quartal gerade noch mit neuen Schulden von 925 Mrd. $ zugelangt haben - ein mickriger Anstieg von 6,9 Prozent. Die Unternehmen, die inzwischen wieder eine beträchtliche Finanzierungslücke nach Dividenden und Investitionen aufweisen und zudem Aktien zurückkaufen wie wild, haben mit einem Schuldenplus von 1133 Mrd. $ (11,9 Prozent) die Erwartungen schon eher erfüllt, sind aber notorische Wackelkandidaten, auf die die US-Notenbank bei der monetären Überschwemmung im Ernstfall nicht unbedingt zählen kann. Dankenswerterweise steht der Staat in der Not regelmäßig Gewehr bei Fuß. Daher ist dessen Schuldenanstieg von 613 Mrd. $ gewiss noch nicht das letzte Wort.

Royal Bank of Scotland

Gäbe es neben Bankern, die dieses Jahr eventuell einen Rückgang ihres Bonus befürchten müssen, nicht auch wirkliche Opfer der von den Ramschhypotheken ausgegangenen Finanzmarktturbulenzen, könnte man über einige der Absurditäten dieser an Absurditäten nicht armen Periode nur lachen.

Dazu gehören insbesondere die verbalen Kapriolen der Protagonisten dieser Krise - die Chefs der Banken, seien diese private, öffentlich-rechtliche oder zentrale. Viele der im Sommer mit fester Stimme noch vorgebrachten Beschwichtigungen klingen aus heutiger Sicht extrem hilflos. Ganz anders klang am Donnerstag hingegen Fred Goodwin - der Name verpflichtet -, Vorstand der Royal Bank of Scotland (RBS). Nicht ohne Stolz verkündete er, dass das operative Ergebnis der RBS für das laufende Jahr wohl über den Erwartungen der Analysten liegen würde. Nicht schlecht, in diesen Zeiten. Klar, da war noch die fast 1 Mrd. Pfund Abschreibungsbedarf aus dem Ramschhypothekengeschäft, die noch durch weitere 250 Mio. Pfund Abschreibungsbedarf auf gehebelte Kredite und 300 Mio. Pfund Hypothekenbelastung, die die frisch akquirierte ABN Amro mitbringt, ergänzt werden.

Doch halb so wild, Letzteres wird im Zuge der Akquisitionsbuchhaltung gar nicht durch die Gewinn- und Verlustrechnung fließen, und die ersten beiden hat RBS durch nicht weiter erläuterte sonstige Gewinne aus Anlageabgängen kompensiert. Ansonsten stehe RBS auch dank ABN sehr gut da. Nicht nur der Umstand, dass diese zuversichtlichen Einschätzungen just an dem Tag kamen, als die englische Zentralbank gegenüber der Krise einknickte und die Zinsen senkte. Sie zeigt auch wieder dieses bizarre Geschäftsverständnis: Gewinne sind immer operativ und wiederkehrend, Verluste immer außerordentlich. Auch mutet es verwegen an, dass Goodwin immer noch das relativ kleine Hypothekengeschäft und das nicht vorhandene Geschäft mit SIVs als so beruhigend darstellt. Wo doch mittlerweile selbst die Broker festgestellt haben, dass die Kontaminierung weit über diese Geschäftsbereiche hinausgehen wird und das kommende Jahr für jegliche Bank schwerer werden wird.

Vermögensverwaltung

Optimismus ist Trumpf im Investmentgeschäft. Die meisten Fondsmanager sind überzeugt, dass ihre Strategie überdurchschnittliche Renditen abwirft - mögen die Fakten auch anderes sagen. Die Prognosen sehen fast immer steigende Märkte und Zuflüsse für die Fonds. Einer Studie zufolge hat auch die Kreditkrise die Zuversicht kaum gedämpft.

Optimismus ist eine Sache, Realitätsferne eine andere. In Europa wurden seit August Nettovermögen aus europäischen Investmentfonds herausgezogen. In den USA geben die Privatinvestoren derweil immer mehr Geld in vergleichsweise unrentable Geldmarktfonds. Natürlich ist die Vermögensverwaltung ein weites Feld - einige Bereiche kommen mit erhöhter Risikoscheu besser zurecht als andere. Doch ist sie letztlich ein Fixkostengeschäft. Sinken die Aktienmärkte, können auch Zuflüsse einen Gewinnrückgang kaum verhindern. Die weltweite Verkaufswelle bei börsennotierten Fondsmanagern deutet darauf hin, dass die Anleger genau das befürchten.

GBP/USD: Kursrutsch nach Zinssenkung?

Das Britische Pfund geriet in den letzten Tagen verstärkt unter Abwertungsdruck. GBP/USD fiel auf den tiefsten Stand seit vier Wochen und der Abwärtsdruck dürfte noch anhalten. Zuvor steht aber die Sitzung der Bank of England am Donnerstag im Blickpunkt. Die Analysten sind sich uneinig wie selten, ob der Nikolaus Geschenke im Rucksack hat oder nicht. Die letzten Konjunkturdaten fielen jedenfalls schlecht aus und gaben den Zins-Tauben Auftrieb. Der Konsumklimaindex fiel auf den tiefsten Stand seit drei Jahren und der Rückgang der Hauspreise beschleunigte sich im November weiter. Die Rufe aus der Banken- und Hypothekenbranche nach Unterstützung durch die Notenbank werden daher immer lauter. Immerhin hat die britische Regierung angekündigt, die in Not geratene Hypothekenbank Northern Rock verstaatlichen zu wollen, wenn sich kein privater Käufer findet. Das ist zwar ordnungspolitisch äußerst bedenklich, denn private Risiken werden dadurch sozialisiert, aber dem Pfund gab dies Unterstützung.

Überrascht die Bank of England wieder?
Eine Zinssenkung durch die Bank of England am 6. Dezember ist zwar unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Die britischen Notenbanker waren in den letzten Jahren schon für so manche Überraschung gut. Auch die Zinssenkung der Bank of Canada am Dienstag kam eher überraschend. Es scheint so, als habe die Besorgnis der Notenbanker weltweit in Bezug auf die Kreditkrise in den letzten Wochen stark zugenommen. Eine Zinssenkung durch die Bank of England dürfte den Wechselkurs GBP/USD weiter unter Abwärtsdruck setzen. Ein charttechnisches Verkaufssignal wäre ein Fall unter die Unterstützung bei 2,0350. Der nächste starke Support bei 2,0280 würde dann einen tieferen Fall vermutlich auch nicht verhindern.





EUR/USD (akt. Kurs: 1,4704)
Widerstände: 1,4730 1,4780 1,4820 1,4850
Unterstützungen: 1,4680 1,4640 1,4550 1,4520

USD/JPY (akt. Kurs: 110,43)
Widerstände: 110,40 111,40 112,00 113,10
Unterstützungen: 109,80 108,40 107,50 107,00

USD/CHF (akt. Kurs: 1,1193)
Widerstände: 1,1190 1,1210 1,1260 1,1370
Unterstützungen: 1,1100 1,1040 1,0980 1,0900

GBP/USD (akt. Kurs: 2,0363)
Widerstände: 2,0450 2,0540 2,0680 2,0740
Unterstützungen: 2,0350 2,0260 2,0200 2,0060


Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht

DJ DEVISEN/Wie so oft Ruhe vor dem US-Arbeitsmarktbericht

FRANKFURT (Dow Jones)--Vor Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts am Nachmittag bewegen sich die großen Währungspaare am Freitagmorgen kaum von der Stelle. Der Euro handelt wie schon am Donnerstag im späten europäischen und im US-Geschäft knapp über 1,46 USD. Der Dollar pendelt zum Yen bereits seit Donnerstagnachmittag um 111,30 JPY. Der Euro hat unterdessen zur japanischen Währung leicht nachgegeben auf 162,59 JPY nach 162,87 JPY im späten US-Devisenhandel. Volkswirte rechnen im Konsens mit einer Zunahme der Beschäftigung in den USA von 80.000 Stellen im November. Damit würde sich der Zuwachs mehr als halbieren, im Oktober betrug der Anstieg 166.000 Stellen. Der Bericht gilt an den Finanzmärkten als wichtigster Konjunkturindikator.

Wir vermuten, dass der wahre Konsens nach dem guten ADP-Bericht deutlich über 80.000 neuen Stellen liegt", meint Todd Elmer von der Citigroup. Der ADP-Arbeitsmarktbericht über den Stellenzuwachs im Privatsektor hatte am Mittwoch die Erwartungen weit übertroffen. Die Citigroup hat nach den ADP-Zahlen ihre Schätzung für den offiziellen Arbeitsmarktbericht auf eine Ausweitung der Beschäftigung um 125.000 Stellen erhöht. Sollte dieses Szenario Realität werden, so Elmer, dann könne der Dollar vor der Sitzung der US-Notenbank am 11. Dezember zulegen. Allerdings dürfte der übergeordnete Aufwärtstrend des Euro zum Greenback fortdauern. Sollte der Euro bis auf 1,4425 USD nachgeben, dürften Käufer in die Euro-Schwäche hineinkaufen.

Die Feinunze Gold handelt am Morgen in London mit 799,15 USD nach einem Fixing am Donnerstagnachmittag von 801,50 USD.





Europa New York Europa (7.38) (Vorabend) (Do 17.12)

EUR/USD 1,4607 1,4629 1,4612
USD/JPY 111,30 111,35 111,33
EUR/JPY 162,59 162,87 162,73
EUR/GBP 0,7212 -- 0,7221
EUR/CHF 1,6539 -- 1,6500