Einige Anleger befürchten, dass die US-Notenbank auf eine Zinssenkung ganz verzichten könnte oder dass diese niedriger ausfallen könnte als bislang im Konsens mit 50 Punkten erwartet. Die vorgezogene Senkung in der vergangenen Woche um 75 Basispunkte sei vor allem zur Beruhigung der einbrechenden Finanzmärkte erfolgt, heißt es im Handel. Es sei allerdings zweifelhaft, ob die US-Notenbank diesen Schritt vollzogen hätte, wenn sie über die Zwangsverkäufe durch die Societe Generale am vergangenen Montag unterrichtet gewesen wäre.
Der Euro gibt derweil leicht gegen den Dollar nach, eine Entwicklung, die zuletzt schon mehrfach bei steigender Risikoaversion der Anleger zu beobachten war. Diese führt dazu, dass US-Investoren Positionen im Ausland abbauen und die Erlöse in den Dollarraum transferieren. Bestimmend für den Devisenmarkt dürfte weiterhin die Entwicklung an den weltweiten Börsenplätzen sein.
Der Berichtstag bietet unterdessen nur wenig Konjunkturdaten. Am Nachmittag steht die Veröffentlichung der US-Neubauverkäufe zur Veröffentlichung an. Von Dow Jones befragte Analysten erwarten einen Rückgang von 0,3% gegenüber dem Vormonat. Darüber hinaus könnte die Rede zur Lage der Nation am Abend von Präsident Bush Akzente setzen. Anleger erhoffen sich hiervon weitere Hinweise über das geplante Hilfsprogramm in Höhe von 150 Mrd USD zur Ankurbelung der US-Konjunktur.
Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 918,90 USD nach einem Nachmittagsfixing in London am Freitag mit 918,25 USD.

Europa New York Europa (Mo, 7.53) (Fr,Späthandel) (Fr,16.20)
EUR/USD 1,4678 1,4690 1,4707
USD/JPY 106,12 106,99 107,66
EUR/JPY 155,77 156,93 158,37
EUR/GBP 0,7426 --- 0,7413
EUR/CHF 1,6047 --- 1,6130


