Freitag, 2. November 2007

Nach Bakanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten


Die US-Arbeitsmarktdaten wurde unerwartet positiv, die Zahl der neuen Arbeitsplätze im Oktober ist auf 166 000 gestiegen, übertreffend 80 000 in den Durchscnits-Prognosen. Die Arbeitslosigkeit bleibt wie zuvor 4.7%. Nach der Bekantgabe hatten Händler die amerikanischen Währung gekauft, im Ereignis ist das EUR-USD-Wärhungspaar auf zu $1.4443 gefallen, aber die Verbesserung der Stimmung an den Aktienmärkten läßt Händler Carry Trade wiederaufzubauen. Darum halt sich der Euro um $1.4489. GBP/USD hat den Bereich von $2,9780 testiert und präsentiert sich derzeit um $2.0865/75 mit starken Offers im Bereich von $2.0890/900.

DEVISEN/Euro wenig verändert zum Dollar

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro präsentiert sich beim Übergang in den europäisch geprägten Handel am Freitagmorgen wenig verändert gegen den Dollar. Vor Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten stellen sich Händler auf einen zurückhaltenden Handel ein. Von Dow Jones befragte Analysten rechnen mit einem Anstieg der Zahl der Beschäftigten von 80.000 gegenüber dem Vormonat. Die Daten könnten das Euro-Dollar-Währungspaar stärker in die eine oder andere Richtung bewegen. Grundsätzlich unterliegt der Greenback derzeit mehreren Einflussfaktoren. Nach der scharfen Korrektur am Vortag an den weltweiten Börsenplätzen ist die Risikoaversion der Anleger wieder deutlich gestiegen.

Das stützt nach Ansicht von Händler zumindest kurzfristig den Dollar gegen den Euro, der in einem solchen Umfeld erst einmal von Repatriierungen profitiert. Gegen den Yen bestehe jedoch aufgrund drohender weiterer Carry-Trade-Auflösungen weiteres Abwärtspotenzial. Allerdings sei das Aufwärtspotenzial des Dollar gegen den Euro begrenzt, zumal zunehmend im Markt bezweifelt wird, ob die Fed - wie von ihr angedeutet - tatsächlich in den nächsten Sitzungen auf weitere Zinssenkungen verzichten wird. Wie ernst die Lage am US-Finanzmarkt ist, wurde auch durch erneute Liquiditätsspritzen der Federal Reserve am Vortag deutlich.

Derweil steigt die Wahrscheinlichkeit einer Leitzinserhöhung im Euroland, nachdem die Inflation im Oktober überraschend deutlich gestiegen ist. Bundesbankpräsident Axel Weber hat zuletzt mehrfach auf die bestehenden Inflationsrisiken hingewiesen und die Möglichkeit einer Zinserhöhung in den Raum gestellt. Zwar gehen Analysten nicht davon aus, dass die EZB in der kommenden Woche die Zinsen anheben wird, allerdings bestehe das Risiko, dass sich EZB-Präsident Jean-Claude Trichet "hawkisher" äußern wird, heißt es. Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 789,60 USD nach einem Nachmittag-Fixing in London bei 790,25 USD.

EUR/USD: Kommt jetzt die Korrektur?

Warten auf Godot. Alle Augen sind derzeit gespannt auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwochabend gerichtet. Dabei scheint eine Zinssenkung um 25 Basispunkte bereits eine ausgemachte Sache, glaubt man den Kommentaren der Analysten. Eine stärkere Zinssenkung scheint ebenso undenkbar wie eine Beibehaltung des aktuellen Zinsniveaus. Dabei scheinen sich die US-Notenbanker um ihren Vorsitzenden Ben Bernanke mit dieser Situation sehr unwohl zu fühlen. Es gäbe durchaus gute Argumente dafür mit einer weiteren Zinssenkung abzuwarten, bis zuverlässigere Informationen über die konjunkturelle Verfassung der US-Wirtschaft vorliegen. Tatsächlich zeigen die Konjunkturdaten der letzten Wochen immer noch wenige Anzeichen dafür, dass die Immobilienkrise die gesamte US-Wirtschaft mit nach unten zieht. Arbeitsmarkt und privater Konsum entwickeln sich robust und der schwache Dollar sorgte zuletzt sogar für die lang erhoffte Verbesserung der Handelsbilanz. Eine zu starke Lockerung der Geldpolitik könnte daher Inflationsgefahren heraufbeschwören.

Gewinnmitnahmen nach Zinsentscheid wahrscheinlich
Dennoch wird der US-Notenbank kaum etwas anderes übrig bleiben, als die Markterwartungen zu erfüllen. Alles andere wäre eine große Überraschung und hätte mit Sicherheit starke Marktturbulenzen zur Folge. Eine kräftige Korrektur der Dollarabwertung der letzten Wochen wäre wohl die Folge. Die Fed dürfte daher die Markterwartungen erfüllen. Allerdings könnten die Notenbanker in dem auf die Entscheidung folgenden Statement mit deutlichen Worten klarmachen, dass weitere Zinssenkungen nun keine Selbstverständlichkeit mehr sind. Auch das könnte zu einem Kursanstieg des Dollars führen. Der Wechselkurs EUR/USD steht kurz vor der Marke von 1,45 USD. Das Erreichen dieses runden Wertes könnte auch charttechnisch vielen Devisenhändlern als eine gute Gelegenheit erscheinen, um Gewinne mitzunehmen. Wir halten Sie wie gewohnt mit unserem aktuellen Dienst über viel versprechende Trades auf dem Laufenden.





EUR/USD (akt. Kurs: 1,4448)
Widerstände: 1,4460 1,4500 1,4600
Unterstützungen: 1,4380 1,4320 1,4280 1,4240

USD/JPY (akt. Kurs: 115,34)
Widerstände: 115,50 116,00 116,60 117,40
Unterstützungen: 113,60 112,60 112,00 111,40

USD/CHF (akt. Kurs: 1,1598)
Widerstände: 1,1630 1,1740 1,1770 1,1840
Unterstützungen: 1,1580 1,1510 1,1480 1,1370

GBP/USD (akt. Kurs: 2,0722)
Widerstände: 2,0740 2,0800 2,1000
Unterstützungen: 2,0680 2,0650 2,0560 2,0520


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