Mittwoch, 16. Januar 2008

Norwegische Krone im Aufwind

Die Inflationsrate in Norwegen hat sich im Dezember deutlich beschleunigt. Die Kernrate ist von 1,5 auf 1,8 Prozent gestiegen. Das kam überraschend, denn die Norges Bank selbst hat eine Rate von 1,5 Prozent erwartet. Alles spricht dafür, dass der Inflationsdruck weiter zunimmt und das dürfte zu einem Umdenken bei Norwegens Notenbankern führen. Es ist in den kommenden Monaten mit weiteren Erhöhungen des aktuellen Leitzinses von 5,25 Prozent zu rechnen. Die EZB wird dagegen unserer Meinung nach trotz der jüngsten Äußerungen ihres Vorsitzenden Trichet keine weitere Zinsanhebung mehr vornehmen. Die Norwegische Krone bleibt dadurch auch gegenüber dem starken Euro unter Aufwertungsdruck. EUR/NOK testet aktuell die Unterstützung bei 7,80 NOK. Lesen Sie im Devisen-Trader, wie Sie von der Stärke der Krone profitieren können.

Zinserhöhung in Tschechien

Auch die Tschechische Krone stieg gegenüber dem Euro, und zwar auf ein neues Rekordniveau. Grund sind Spekulationen über weitere Anhebungen des Leitzinses, der mit 3,50 Prozent der niedrigste in der EU ist. Die Inflationsrate erhöhte sich im Dezember überraschend stark von 5,0 auf 5,4 Prozent. Das ist der höchste Stand seit August 2001. Bei der nächsten Notenbanksitzung am 7. Februar ist mit einer Anhebung des Leitzinses um 25 Basispunkte zu rechnen. Die Tschechische Krone bleibt damit unter Aufwertungsdruck.


Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht



DJ DEVISEN/Dollar schwächelt weiter

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Dollar hat am Mittwochmorgen im Übergang vom asiatischen in den europäischen Währungshandel sowohl zum Euro als auch zum Yen nachgegeben. Zum Yen sind die Verluste des Greenback größer, die US-Währung ist auf den niedrigsten Stand seit zweieinhalb Jahren gefallen. Vor allem kurzfristig orientierte Anleger setzten auf weiterhin schwache US-Konjunkturdaten und verkauften daher den Dollar gegen andere "Crosses", heißt es im Handel. Zum Yen könne der Dollar kurzfristig bis auf 105 JPY fallen.

Zum Schweizer Franken ist der Dollar unterdessen auf ein neues Allzeittief von 1,0838 CHF gefallen.

Sollte die Saison der Quartalsberichte von US-Unternehmen negative Nachrichten liefern, dürfte sich die Dollar-Schwäche fortsetzen. Das dürfte auch den Euro weiter zulegen lassen. Die nächste Hürde für den Euro sei das Allzeithoch bei 1,4966 USD. Knapp darüber liege die psychologisch wichtige Marke von 1,50 USD im Fokus des Interesses.

Am Nachmittag dürften Marktakteure zum einen auf die Konjunkturdaten aus den USA schauen, vor allem auf die Verbraucherpreise im Dezember. Daneben ziehen die Geschäftszahlen der Investmentbank J.P. Morgan und das Beige Book der US-Notenbank zur Wirtschaftslage in den USA das Interesse auf sich. Sollten die Daten den Dollar belasten, könne der Euro Kurs in Richtung 1,50 USD nehmen. Unterstützt sei die Gemeinschaftswährung bei 1,48 USD.

Die Feinunze Gold wechselt am Morgen in London mit 890,45 USD den Besitzer, nachdem sie am Dienstagnachmittags mit 913 USD festgestellt wurde.





Europa New York Europa (7.41) (Di Späthandel) (17.20)
EUR/USD 1,4831 1,4802 1,4858
USD/JPY 106,14 106,94 106,99
EUR/JPY 157,43 158,27 158,83
EUR/GBP 0,7566 -- 0,7506
EUR/CHF 1,6110 -- 1,6204