Montag, 30. Juli 2007

Devisenanalyse

EUR/USD

Die französischen Erzeugerpreise im Juni weisen einen Wert von +1,9% im Jahresvergleich aus. Erwartet wurde ein Wert von +1,6% nach zuvor noch einem Wert von +1,4%. EUR/USD notiert um 8:50 Uhr CET bei 1,3647. Damit notiert das Währungspaar im Bereich des 61,8%igen-Fibonacci-Korrekturniveaus der Aufwärtswelle von Juni/Juli. Ein nachhaltiges Unterschreiten der Unterstützung von 1,3628 würde weiteres Abwärtspotenzial bis 1,3559 (50%iges Korrekturniveau der genannten Bewegung) eröffnen. Der nächste Widerstand liegt bei 1,3651 sowie darüber bei 1,3660.

EUR/GBP

Die charttechnischen Aussichten für EUR/GBP seien zu Wochenbeginn positiv, so die Einschätzung eines Analysten. Während sich das Währungspaar zunächst innerhalb einer Spanne von 0,6720-52 bewegen dürfte, könnte ihm dann der Ausbruch an der Oberseite mit einem nächsten Ziel von 0,6770 und dann 0,6800 gelingen, hieß es. Gegen 11:45 Uhr CET notiert EUR/GBP bei 0,6747.





EUR/JPY

EUR/JPY hat sich am Montagmorgen zunächst bis 162,71 im Hoch erholt, bevor das Währungspaar wieder gen Süden gedreht hat. Ein Händler berichtete von Spekulationen, denen zufolge sich über 162,80 umfangreiche Verkaufsstopps befinden sollen. Gegen 11:20 Uhr CET notiert EUR/JPY bei 162,14. An der Unterseite stützt das Tagestief von 160,66.

USD/JPY

USD/JPY hat sich am Montagmorgen aus dem Bereich der 118er-Marke bis 119,04 erholt, wozu Käufe japanischer Adressen zum Monatsende beigetragen haben. Die Wahlniederlage der Regierungskoalition um Präsident Shinzo Abe habe kaum Auswirkungen auf den japanischen Finanzmarkt gehabt, sagte ein Beobachter. Gegen 10:15 Uhr CET notiert USD/JPY bei 118,98. Gelinge dem Währungspaar der Sprung über den Widerstand bei 119,30, ergebe sich weiteres Aufwärtspotenzial in den 120er-Bereich, sagte ein Analyst. Andererseits würde ein Rückgang unter 118,00 Potenzial bis 117,50 erschließen.

DEVISEN/Euro pendelt sich um 1,36 USD ein

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro hat sich am Montagmorgen auf dem Niveau von 1,36 USD eingependelt. Der Dollar handelt zum Yen weiter unter 119 JPY. "Einige Faktoren stimmen zum Dollar negativ", sagt ein Devisenhändler. "Sowohl die wirtschaftlichen Rahmenbedinungen als auch die weitere Zinsentwicklung in den USA sprechen gegen die US-Währung".





In Japan blicke der Markt vor allem auf die Oberhauswahlen: Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe und seine Regierung haben bei den Wahlen zum Oberhaus am Sonntag eine schwere Niederlage erlitten. Beobachter erwarteten, dass nun die Rufe nach einem Rücktritt von Abe lauter werden könnten. Zudem ist die japanische Industrieproduktion im Juni zum ersten Mal seit vier Monaten wieder gestiegen. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) am Montag berichtete, erhöhte sich die Produktion saisonbereinigt und gegenüber dem Vormonat um 1,2%. Der Anstieg entsprach den Erwartungen der von Dow Jones Newswires und Nikkei News befragten Ökonomen.

Die Feinunze Gold wird am Morgen im Londoner Handel mit 661,75 USD bezahlt nach einem Nachmittag-Fixing von 660,50 USD am Freitag.

Korrektur bei EUR/USD

Kurz nachdem EUR/USD ein neues Hoch seit Einführung des Euros bei 1,3850 USD markierte, ging dem Wechselkurs die Puste aus. Für die Erholung des Dollars können aber nur zum Teil neue Konjunkturdaten verantwortlich gemacht werden. Zwar fielen die letzten Wirtschaftszahlen aus der Eurozone etwas schwächer als erwartet aus, aber der Aufschwung ist weiterhin intakt und wird die EZB zu weiteren Zinsanhebungen veranlassen. In den USA waren neue Sorgen um das Ausmaß und die Dauer der Hypothekenkrise ein Hauptgrund dafür, dass die Kurse an der Wallstreet ins Trudeln kamen. Das ist auch negativ für den Dollar. Die fundamentalen Rahmenbedingungen sprechen daher weiterhin für Aufwärtsdruck bei EUR/USD.

Dollarabwertung nur gebremst
Allerdings darf man nicht vergessen, dass der Devisenmarkt viel von diesen fundamentalen Entwicklungen bereits vorweg genommen hat. Der Dollar ist seit Oktober 2006 um über zehn Prozent gegenüber dem Euro gefallen und hat auch gegenüber anderen Wechselkursen historische Tiefstände erreicht. Nachdem sich EUR/USD eine Woche lang vergeblich bemühte, signifikant über die Marke von 1,38 USD zu steigen, griff daher bei den Dollarbären Enttäuschung um sich. Gewinne bei den Dollar-Shortpositionen werden mitgenommen und das dürfte den Wechselkurs EUR/USD noch einige Zeit unter Abwärtsdruck setzen. Bei einem Bruch der Unterstützung bei 1,3640/30 USD ist mit einem stärkeren Kursrückgang zu rechnen. Der langfristige Aufwärtstrend wäre allerdings erst bei einem Fall unter die Unterstützung bei 1,3350 USD gefährdet.

Kurzfristige Korrektur nutzen
Die Korrektur kann daher genutzt werden, um mittelfristig eine Longposition auf EUR/USD aufzubauen. Dabei sollten aber Geduld bewiesen und erst deutliche Anzeichen für ein Ende der Korrektur abgewartet werden. Zumal der Kursrückgang an den Börsen und die zunehmende Volatilität am Devisenmarkt zu einer teilweisen Auflösung der Carry Trades führen. Das setzt den Yen vor allem gegenüber dem Euro unter Aufwertungsdruck und ist auch ein Grund für die aktuelle Schwäche des Euros.

Rand weiter unter Druck
Die Inflationsrate in Südafrika verharrte im Juni bei 6,4 Prozent und blieb damit über der Zielgröße der Notenbank. Eine weitere Anhebung des Leitzinses im August ist daher wahrscheinlich. Der Rand erhielt durch die Zinsspekulationen allerdings keinen Auftrieb, sondern gab gegenüber dem US-Dollar und dem Euro nach. Die Anleger trennen sich im Zuge der Auflösung vieler Carry Trades im größeren Umfang von ihren Long-Positionen in hochverzinslichen Währungen. Das betrifft vor allem die Währungen von Ländern mit einem hohen Risiko, d.h. mit hohen Leistungsbilanzdefiziten und hohen Inflationsraten. Das trifft z.B. auf den Rand zu.