Montag, 22. Oktober 2007

Devisenanalyse (EURJPY)


Mit dem Yen geht die Korrektion danach weiter, dass im Lauf der Carry-Trade-Auslösung, die von der stufenartigen Erfüllung von Stops ausgelöst wird. EURJPY hat den Bereich von Y160.50 erreicht und hat sich zur Zeit auf Y162.19 und machte Versuche anzusteigen. Aber Dealer achten auf den Durchbruch unterhalb des 100-täglichen Moving Average, der ein negative Signal für die Bulle sein soll, und auf die Unruhe der Trader um den Bestand der Weltökonomie und der Ökonomie in den USA, den die schwache Finanzangaben von den amerikanischen Unternehmen
auslöst, und die Erwartung der schwachen Angaben im Hausmarkt. Dealer bemerken, dass EURJPY in diesen Geschäftsbedingungen unter Druck und weiter auf zu Y160.50 und Y160.05/00 absteigen solle.

EUR/USD bald bei 1,45 USD?

Die Aktienmärkte hatten die US-Hypothekenkrise schnell verdaut – so schien es zumindest. An der Wall Street wurden neue Höchststände markiert und auch die Aktienindizes in den meisten übrigen Ländern konnten die vorherigen Verluste mehr als wettmachen. Dem Vorsitzenden der US-Notenbank Ben Bernanke ging das offenbar zu schnell. Er warnte in der letzten Woche davor, dass sich der Einbruch am Immobilienmarkt auch 2008 negativ auf das gesamtwirtschaftliche Wachstum in den USA auswirken wird. Zudem würde die Anspannung am Kreditmarkt nicht über Nacht verschwinden. Der IWF bestätigte dies indirekt, indem er die Prognose für das Wachstum der US-Wirtschaft im Jahr 2008 um fast einen ganzen Prozentpunkt auf 1,9 Prozent absenkte. Die zuletzt veröffentlichten Daten vom US-Immobilienmarkt für September zeigten jedenfalls keinerlei Anzeichen einer Stabilisierung, sondern unterboten die Prognosen der Analysten erneut deutlich.


Kreditkrise noch lange nicht ausgestanden

Die sinkenden Immobilienpreise führen zu einer Verschärfung der Hypothekenkrise. Der Finanzvorstand der Citigroup rechnet sogar mit einer Beschleunigung der Kreditausfälle. Bis zum Jahresende würde dies die Finanzbranche zunehmend in Bedrängnis bringen. Die größte US-Bank verbuchte im dritten Quartal im Zusammenhang mit der Kreditkrise die immense Summe von 6,5 Mrd. US-Dollar an Verlusten, Abschreibungen und Rückstellungen. Das waren 600 Mio. Dollar mehr als die Bank noch zwei Wochen vor der Veröffentlichung des Quartalsergebnisses geschätzt hatte. Eine bessere Bestätigung der Aussage des Finanzvorstands, dass sich die Lage weiter verschlechtert, konnte es nicht geben. Die Hypothekenkrise wird zweifellos ihre Spuren nicht nur in der Finanzbranche hinterlassen, sondern insgesamt auf Konsum und Wachstum drücken. Auch wenn dies viele Börsianer zu ignorieren scheinen. Der hohe Ölpreis belastet die Wirtschaft ebenfalls. Der US-Dollar befindet sich unter diesen Umständen weiterhin unter Abwertungsdruck, zumal die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinssenkung der US-Notenbank Ende Oktober nun gestiegen ist.

Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht

DEVISEN/Euro steigt auf Rekordhoch - G7-Treffen belastet Dollar

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro hat in der Nacht zum Montag ein neues Allzeithoch bei 1,4350 USD erreicht. Händler sprachen von Käufen kurzfristig orientierter, nicht-japanischer Anleger. Hintergrund seien anhaltende Sorgen um den Zustand der amerikanischen Konjunktur und erneute Spekulationen über eine Zinssenkung der Federal Reserve Bank im Oktober. Zudem hätten die Finanzminister auf dem G7-Treffen in Washington den schwachen Dollar-Wechselkurs nicht kommentiert. "Die G7-Finanzminister haben lediglich ihre Aussagen zum Wechselkurs-Regime in China bekräftigt", merkt die UBS an. Damit sei für weitere Kursverluste des Greenback grünes Licht gegeben worden. Die UBS hat das Kursziel für den Euro per Ende November auf 1,42 von 1,38 USD erhöht.

"Carry Trades sind zurück auf der Agenda", stellt Gabriel de Kock von der Citigroup nach dem G7-Treffen fest. Die Geldmärkte und die Bilanzen internationaler Banken seien nach wie vor "angespannt". Hoch verzinste Währungen wie der Australische und Neuseeländische Dollar und der südafrikanische Rand dürften von Zinsdifferenzgeschäften profitieren. Dies dürfte den Yen und den Schweizer Franken als niedrig verzinste Devisen tendenziell belasten. Der Euro ist laut der Metzler Bank aus technischer Sicht bei 1,4280 USD unterstützt. Bei 1,4350 und 1,44 USD lägen Widerstände.

Am Nachmittag dürften Investoren auf die Rede von Fed-Gouverneur Kroszner über die jüngsten Ereignisse an den Finanzmärkten schauen. Zudem wird der Chicago Fed National Activity Index im September veröffentlicht. "Auch auf die Unternehmensergebnisse in den USA wird sich der Blick richten", meint ein Händler. Mit American Express, Apple, Merck & Co sowie Texas Instruments stehen
wieder mehrere Blue-Chips auf der Agenda. "Schwache Gewinnausweise und zurückhaltende Ausblicke wären Wasser auf die Mühlen derer, die die US-Konjunktur schwächer erwarten", sagt der Händler. Dies könne auch den Dollar weiter abwerten lassen.

Die Feinunze Gold wird im frühen Londoner Handel mit 760,30 USD bezahlt nach einem Fixing am Freitagnachmittag von 763 USD.