Montag, 3. Dezember 2007

Deviseanalyse (USDJPY / EURJPY)


Der heutige Abschlag des Dollar zum Yen wird beim Bereich von Y110.00/10 zurückgehalten, wo Bids sich befinden. Das Währungspaar notierte den Tageshoch von Y110.14 und danach stieg bis zu Y110.33 ab. Zur Zeit versucht der Dollar, die heutigen Tagestiefen zu testieren. Marktteilnehmer sprechen vom Wiederaufbau der abwärts laufenden Tendenz bei der Durchbrechung der Figur von Y110.00. Das Ziel soll dabei der Bereich Y109.60/70 sein. Beim Abschlag an den amerikanischen Aktienmärkten hat sich die japanische Währung bekräftigt und der Cross EUR/JPY versucht immer noch auf den Bereich zuzukommen, der um dem heutigen Tagestief von Y161.44 ist. Aber in diesem Moment hat das Währungspaar die Merke von Y141.47 nur streifen können und zur Zeit haltet sich der Euro zum Yen um Y161.73. Der Yen-Abschlag niederhalb des Bereichs von Y161.40 wird weiteren Abschlag bis zum Bereich von Y161.10/00 ausführen.

Bilder von IFC Markets Corp. Geschäftsterminal "NetTradeX": Bollinger Bänder, Moving Average



Skeptische Verbraucher schwächen Dollar

Der unerwartet deutliche Rückgang des amerikanischen Verbrauchervertrauens hat den US-Dollar weiter geschwächt. Der Greenback fiel gegenüber dem britischen Pfund Sterling auf den niedrigsten Stand seit 26 Jahren.

Der Euro legte ebenfalls zu, konnte sein am Montag erreichtes Rekordniveau allerdings nicht wieder erklimmen. Die Gemeinschaftswährung kostete gegen 19 Uhr MEZ 1,4430 $ nach 1,4425 $ am Vortag.

Die sinkende Zuversicht der Verbraucher stärkt das Lager der Marktteilnehmer, die am Mittwoch mit einer Zinssenkung der US-Notenbank Fed rechnen. "Der Bericht über das Konsumentenvertrauen ist weiterer Treibstoff für Zinssenkungen der Fed", sagte Michael Malpede, Währungsanalyst bei Man Global Research der Nachrichtenagentur Bloomberg. Das habe zu Dollar-Verkäufen beigetragen.

Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, eine Zinssenkung der US-Notenbank sei keine ausgemachte Sache und eine Rücknahme um mehr als 25 Basispunkte werde gar nicht erst ernsthaft erwogen. Das schwächte auch die internationalen Staatsanleihemärkte. Die Renditen in den USA und der Euro-Zone stiegen leicht an. Der Bund-Future fiel bis 19 Uhr um 11 Stellen auf 113,80 Punkte.

Bereits am Dienstag wurde die Riksbank aktiv. Schwedens Währungshüter erhöhten angesichts steigender Inflationsraten auf 4,0 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit vier Jahren. Die schwedische Krone wertete daraufhin gegenüber den meisten anderen Währungen auf. Mit dem Schritt hatten 17 von 25 von Bloomberg befragten Volkswirte gerechnet.

Investoren schichten Geldmarktfonds um

Während angesichts der Finanzkrise Anleger massenhaft ihre strauchelnden Geldmarktfonds verkaufen, werden große Umsätze mit sogenannten steueroptimierten Cashfonds gemacht. Monat für Monat verkauft die Union Investment Anteile vom UniOpti4 im Wert von 1 Mrd. Euro.

Sehr gut laufen auch die Geschäfte bei Deka-OptiCash, DWS Rendite Optima Four Seasons und Cominvest Top4. Auf den Markt gekommen sind die steueroptimierten Geldmarktfonds passend zur Halbierung der Sparerfreibeträge Anfang 2007 auf 750 Euro für Ledige und 1500 Euro für Verheiratete. Die deutschen Fondsgesellschaften bieten Produkte, mit denen sich die steuerpflichtigen Kapitalerträge reduzieren lassen. Die Fonds haben einen niedrigen steuerpflichtigen Zinsertrag und werden von den Anbietern gern steueroptimiert genannt.

Die Manager investieren meist in kurz laufende Anleihen mit niedrigem Kupon, vor allem Yen-Papiere. Gleichzeitig sichert der Manager die Währungen ab und erzielt steuerfreie Erträge. Je nach Fonds sind 70 bis 90 Prozent der Ausschüttungen steuerfrei für den Anleger. Hinzu kommt, dass die Fonds ihre Erträge häufig quartalsweise ausschütten. So funktioniert das Konzept jedoch nur bis zum Start der Abgeltungssteuer.

Mit Fonds wie dem UniOpti4 reagierten die Investmentgesellschaften auf die Tagesgeldkonten von Direktbanken, bei denen die Zinsen ebenfalls regelmäßig gezahlt werden. "Von denen holen wir viel Geld zurück", sagt Klaus Riester, zuständig für den Vertrieb bei der Union Investment. Als steueroptimierte Rentenfonds gibt es diese Art von Produkten schon lang, doch erst als Alternative zum Tagesgeldkonto investierten die Anleger massenhaft in diese Produkte. Insgesamt kauften Sparer von dieser relativ neuen Art der Investmentfonds im laufenden Jahr rund 20 Mrd. Euro.


Anleger ziehen Konsequenzen aus niedrigen Renditen
Ohne den Boom bei steueroptimierten Geldmarktfonds wäre der Nettoabsatz bei den Wertpapierfonds im laufenden Jahr praktisch zum Erliegen gekommen. Nicht zuletzt deshalb, weil aus klassischen Geldmarktfonds erhebliche Mittel abgeflossen sind. Diese Fonds hatten oft Asset-Backed Securities (ABS) als Renditebringer beigemischt. Durch die Probleme mit verbrieften Forderungen im Zuge der US-Hypothekenkrise waren auch Kurse und Liquidität europäischer ABS-Papiere unter Druck gekommen - und mit ihnen viele Geldmarktfonds.

Die Folge waren deutlich geringere Renditen. Die Anleger zogen daraus die Konsequenzen und verkauften - beispielsweise den Pioneer Euro Geldmarkt Plus. Der Fonds ist ganz überwiegend in ABS engagiert und hat seit Anfang August 0,7 Prozent verloren. Bei dem als sicher eingestuften Produkt gab es daher in den vergangenen Monaten Mittelabflüsse von mehr als 2 Mrd. Euro. Das bedeutet, dass der Fonds mehr als zwei Drittel seines Volumens verloren hat.

Hohe Abflüsse wurden auch für den DWS ABS Fund gemeldet, der in wenigen Wochen eine Milliardensumme einbüßte und im August sogar 4,6 Prozent an Wert verloren hatte. Betroffen waren in der Folge auch Produkte wie DWS Geldmarkt, HSBC Trinkaus Euro Geldmarktfonds und Deka-Geldmarkt Euro TF - wenn auch weniger so stark. Für manchen Investor stellte die gute Bewertung der gestrauchelten Geldmarktfonds durch Ratingagenturen im Nachhinein "eine unerträgliche Verschleierung von Anlagerisiken" dar, weil auf Anhieb der hohe Anteil an ABS-Papieren und deren Risiko nicht zu erkennen waren.

Von den Problemen einiger Geldmarktfonds durch die ABS-Krise profitieren aber nicht nur die steueroptimierten Cashfonds, sondern auch ein neuer, börsengehandelter Index-Geldmarktfonds. Der Mitte des Jahres aufgelegte DB X-Trackers Eonia ETF hat bereits 1 Mrd. Euro eingesammelt. Einen Nachteil gibt es hier jedoch für den Anleger: Bei einem Geldmarktfonds ohne Ausgabeaufschlag gibt es keine Transaktionskosten, während beim Eonia-ETF Gebühren für Kauf und Verkauf zu zahlen sind.

Russlands Börse hofft auf Putin

Ein Wahlsieg der Präsidentenpartei wäre positiv für die Aktienkurse. Die nüchterne Wahrheit: Kontinuität ist Anlegern wichtiger als demokratische Werte.

Wenige Tage vor der Duma-Wahl erinnert der verbale Schlagabtausch zwischen Russland und dem Westen einmal mehr an die Zeiten des Kalten Krieges. Europäische Politiker protestierten gegen die Festnahme von Oppositionspolitikern. Russlands Präsident Wladimir Putin wirft den Kritikern dagegen Einmischung in innere Angelegenheiten vor.

Auf die Stimmung an Moskaus Börse drückte zuletzt allerdings weniger Putins Streben nach Machterhalt als vielmehr die weltweite Kurskorrektur. Gegenüber dem vor knapp drei Wochen markierten Rekordhoch gab der Leitindex RTS gut sechs Prozent nach. Charles Tennes von KIT Fortis Investments in St. Petersburg erwartet von einem Wahlsieg für Putins Partei Einiges Russland am Sonntag sogar ein Kaufsignal: "Der Kapitalmarkt würde eine Wiederwahl Putins auf jeden Fall positiv bewerten, weil Anleger Kontinuität an der Börse mehr gutheißen als demokratische Werte."

Russland erlebte während Putins siebenjähriger Amtszeit einen starken wirtschaftlichen Aufschwung. In den vergangenen vier Jahren lag das Wachstum stets bei deutlich mehr als sechs Prozent. Die Deutsche Bank geht für 2007 von einem anhaltenden Konjunkturhoch mit einem Plus von 6,7 Prozent aus. Im kommenden Jahr soll der Wirtschaftsmotor nur moderat an Schwung verlieren. Triebfeder für den Boom ist der hohe Ölpreis. Rund ein Viertel des russischen Bruttoinlandsproduktes stammen aus den Einnahmen für Öl und Gas. Im Börsenindex RTS ist der Sektor sogar für die Hälfte der Kapitalisierung verantwortlich. Von dem glänzenden Geschäft profitiert die neu entstandene russische Mittelschicht, die dafür sorgt, dass sich der Konsum zur zusätzlichen Konjunkturstütze mausert.

Zertifikate bieten Risikoschutz

Obwohl Russland mittlerweile zur elftgrößten Wirtschaftsmacht der Welt aufgestiegen ist, muss die Politik noch eine Reihe von Problemen lösen. Fortis-Manager Tennes sieht eine der größten Gefahren in der Korruption. Evelyn Moser und Thorsten Nestmann, Russlandexperten der Deutschen Bank, weisen in einer Studie auf eine weitere Stellschraube hin: "Für ein dauerhaft tragfähiges Wachstum ist eine Steigerung der Investitionen erforderlich." 2006 lag ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt bei vergleichsweise geringen 18 Prozent. Nach Meinung der Analysten müsse die Politik die begonnen Reformen fortsetzen, um den Finanzsektor nachhaltig zu stärken.

Alles in allem dürfte Russland für Anleger weiterhin Chancen bieten. Allerdings sollte das Engagement angesichts der Risiken nicht über einen kleinen Teil des Depots hinausgehen. Ein breit diversifiziertes Investment ermöglichen zum Beispiel Zertifikate. ABN Amro bietet Papiere auf die Subindizes des RTS an. Damit lässt sich unter anderem auf die Öl- und Gaswerte des Leitindex setzen. Nach Meinung von JP Morgan ist dieser Sektor im Vergleich zur Konkurrenz unterbewertet. Im Schnitt würden russische Ölaktien zum Zehnfachen des für 2007 geschätzten Gewinns gehandelt. Europäische Pendants haben ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von zwölf, US-Produzenten von 13.

Aktiv gemanagte Fonds als Alternative

Mit dem Daxglobal Russia Index versucht die Deutsche Börse, den russischen Aktienmarkt abzubilden. In dem Barometer sind die Aktienzertifikate (ADRs) 28 russischer Konzerne enthalten. In Euro gerechnet liegt der Daxglobal Russia seit Jahresanfang in etwa gleichauf mit dem RTS. Mit einem Spread von einem Prozent bietet die Dresdner Bank einen Tracker ohne Laufzeitbegrenzung auf die ADR-Auswahl an. Da der Kursindex als Basiswert dient, müssen Zertifikateinhaber auf die Dividenden verzichten.

Eine Alternative bieten aktiv gemanagte Fonds. Der DWS Russia setzt den Schwerpunkt auf Energie- und Rohstoffunternehmen. Zwischen Silvester und Ende Oktober scheiterte der 877 Mio. Euro schwere Fonds allerdings an dem Ziel, den MSCI Russia zu schlagen. Deutlich günstiger ist der Indexfonds Lyxor Russia, der den DJ Rusindex Titans 10 abbildet. Dieser Auswahlindex schaffte es zuletzt aber nicht, den breiten Markt zu schlagen.

Forint nicht mehr gefragt

Der Ungarische Forint geriet in den letzten Wochen zunehmend unter Abwertungsdruck. Ein Grund für die derzeitige Schwäche des Forints ist der Abbau von Carry Trades. Die Anleger lösen dabei insbesondere ihre Investitionen in Hochzinswährungen auf, die mit einem hohen Abwertungsrisiko verbunden sind. Der Forint besitzt zwar aufgrund der EU-Mitgliedschaft Ungarns einen Vertrauensbonus, aber das makroökonomische Umfeld ist alles andere als positiv.

Wirtschaftsschwäche in Ungarn

Die Finanzpolitik war in der Vergangenheit ist zu lax, die Inflation ist zu hoch und das Leistungsbilanzdefizit eine Bedrohung für die Stabilität des Wechselkurses. Im Gegensatz zu den meisten seiner Nachbarn in Mittel- und Osteuropa weist Ungarn eine eher bescheidene Konjunkturdynamik auf. In den letzten drei Quartalen verringerte sich die Wachstumsrate stetig, zuletzt auf eine Jahresrate von 1,2 Prozent. Grund ist der schwache inländische Konsum, der durch die Steuererhöhungen und Subventionskürzungen der Regierung Ferenc Gyurcsany belastet wird. Der strikte fiskalpolitische Kurs ist jedoch notwendig, um die Staatsfinanzen wieder in Ordnung zu bringen. Für das Gesamtjahr dürfte die Wachstumsrate unter zwei Prozent fallen und auch in den kommenden Jahren ist kaum mit einer wesentlichen Beschleunigung zu rechnen.

Droht eine Stagflation?

Gleichzeitig bleibt die Inflationsrate hoch. Die ungarische Notenbank hat ihre Inflationsprognosen für 2008 und 2009 auf 5,0 und 3,0 Prozent angehoben. Es besteht die Gefahr von Stagflation, d.h. Stagnation gepaart mit Inflation. Für eine Lockerung der Geldpolitik ist damit eigentlich kein Spielraum vorhanden. Tatsächlich hat die Notenbank in der letzten Woche nach zwei Zinssenkungen in den Vormonaten den Leitzins unverändert bei 7,50 Prozent gelassen. Sollte der Forint nicht wieder deutlich unter Aufwertungsdruck geraten – wovon nicht auszugehen ist – dann dürfte die Notenbank trotz der schwachen Konjunktur weiterhin von Zinssenkungen Abstand nehmen. Ungarn büßt derzeit die wirtschaftspolitischen Verfehlungen und Versäumnisse der Vergangenheit. Investitionen in den Forint sind unter diesen Umständen derzeit wenig attraktiv.

Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht



DJ DEVISEN/Euro kommt am Mittag leicht zurück

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro gibt am Montag im Verlauf des Vormittaggeschäfts wieder etwas nach. Gegen 12.07 Uhr steht die EU-Gemeinschaftswährung bei 1,4656 USD und damit geringfügig unter dem Stand vom Morgen. Während des Übergangs aus dem asiatisch in den europäisch geprägten Handel war sie bei 1,4675 USD gehandelt worden. Händler sprechen von einem ruhigen und abwartenden Geschäft. Derzeit sei unklar, ob sich die Korrektur noch deutlicher fortsetze oder ob der Euro bereits die Tiefs gesehen habe. Als Unterstützung nennen Händler die Marke von 1,4610 USD, darunter könnte sich die Korrektur ausdehnen, heißt es. Auf der Oberseite treffe der Euro bei 1,4880 USD auf Widerstand.

Am Markt heißt es, die Umsätze ließen nun bereits nach. Zum einen schlössen Marktteilnehmer mit Blick auf das bevorstehende Jahresende die Bücher. Zum anderen warteten sie auf neue US-Konjunkturdaten, so den Einkaufsmanager-Index am Nachmittag. Im asiatischen Handel hatten besonders japanischen Exporteure auf der Seite der Dollar-Verkäufer gestanden. Grund waren laut Händlern auch Aussagen des japanischen Notenbankchefs Toshihiko Fukui gewesen, nachdem die US-Hypothekenkrise andauern werde. Fukui sagte auch, der Dollar könnte weiter unter Druck stehen, solange die Hypothekenkrise nicht vorbei sei. Händler halten nun sogar zyklische Dollar-Tiefs Richtung 105 USD/JPY bis Ende Dezember für möglich.

Andererseits heißt es auch, die europäische Wirtschaft werde sich einer Konjukturdelle in den USA nicht vollständig entziehen können. Möglicherweise seien auch die Wachstumsprognosen für den Euro-Raum zu hoch. Das könnte dann den Euro tendenziell noch einmal belasten. Die Feinunze Gold ist am Montag zum Vormittag-Fixing mit 783,75 USD notiert worden nach einem Londoner Nachmittag-Fixing von 783,50 USD am Freitag.





Europa Europa New York (
12.07) (7.25) (Late Trad.)
EUR/USD 1,4656 1,4675 1,4637
USD/JPY 110,53 110,60 111,03
EUR/JPY 161,92 162,24 162,50
EUR/GBP 0,7102 0,7131 --
EUR/CHF 1,6535 1,6537 --