Mittwoch, 9. Januar 2008

DJ DEVISEN/Euro startet kaum verändert zum Dollar

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro startet am Mittwochmorgen kaum verändert zum Dollar. Damit setzt sich die Seitwärtsbewegung vom Vortag erst einmal fort. Nicht einmal die deutlichen Verluste an den US-Märkten konnten dem Greenback zusetzen. Die Anleger warteten zunächst auf neue Einschätzungen der Federal Reserve zur wirtschaftlichen Entwicklung. Im Fokus steht dabei zunächst die Rede von Fed-Chairman Ben Bernanke am Donnerstag.

Angesichts des leeren Terminkalenders dürfte auch am Berichtstag das Geschäft sehr ruhig verlaufen. Die Angaben zu den anstehenden Hausverkäufen in den USA am Vortag hätten keine neuen Impulse gebracht, da die Daten keine starken Abweichungen von den Prognosen gezeigt hätten, meinen Händler. Die Aussagen des Fed-Präsidenten von Philadelphia, Plosser, sind ebenfalls ohne Einfluss geblieben.

Die Betonung der Gefahren einer wirtschaftlichen Abschwächung bei gleichzeitigen Inflationsrisiken habe noch einmal das Dilemma gezeigt, in dem die US-Notenbank steckt. Marktteilnehmer sind allerdings der Ansicht, dass die US-Notenbank im Zweifelsfall eher die Zinsen senken als die US-Wirtschaft abrutschen lassen wird.

Seit dem schwachen ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe und den desaströsen Arbeitsmarktdaten gehen die meisten Beobachter fest von einer Leitzinssenkung Ende Januar aus. An den Geldmärkten wird sogar die Möglichkeit eines großen Schritts von 50 Basispunkten mit einer Wahrscheinlichkeit von über 50% eingepreist. Seit dem Ausbruch der Kreditkrise hat die Federal Reserve trotz Inflationsrisiken die Leitzinsen bereits um 100 Basispunkte gesenkt.

Zunächst steht allerdings die Leitzinsentscheidung der EZB in der laufenden Woche an. Dabei gilt es an den Märkten praktisch als ausgemacht, dass die Europäische Zentralbank die Leitzinsen bei 4% belässt. Über die weitere Entwicklung im Jahresverlauf herrscht dagegen keine einheitliche Sicht. Angesichts der konjunkturellen Unsicherheiten bei gleichzeitigen Inflationsgefahren werden alle Möglichkeiten in Erwägung gezogen.

Charttechnisch wird die Luft oberhalb der 1,4730 USD momentan dünn für den Euro. Darüber kommt die Marke von 1,4825 USD ins Spiel. Unterhalb der 1,4650 USD gebe es allerdings gutes Kaufinteresse in der europäischen Gemeinschaftswährung, heißt es im Handel.

Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 887,10 USD nach einem Nachmittagfixing in London bei 873,50 USD.

Über Nacht ist der Goldpreis im asiatischen Geschäft sogar auf neue Rekordstände über 890 USD je Feinunze gestiegen. Die Anleger suchten vor dem Hintergrund der unsicheren Konjunkturaussichten in den USA und dem schwachen Dollar weiterhin den sicheren Hafen des Edelmetalls, sagen Händler.





Europa New York Europa (8.35) (Späthandel) (17.05)
EUR/USD 1,4737 1,4710 1,4717
USD/JPY 109,63 109,01 109,67
EUR/JPY 161,57 160,36 161,13
EUR/GBP 0,7483 --- 0,7453
EUR/CHF 1,6396 --- 1,6404