Donnerstag, 22. November 2007

DJ DEVISEN/Nach neuem Rekordhoch des Euro ist die Luft raus

FRANKFURT (Dow Jones)--Die großen Devisenpaare scheinen am Donnerstagmittag zum Stillstand gekommen zu sein. Nachdem der Euro im asiatischen Handel bei 1,4877 USD erneut ein Rekordhoch markierte, hat er im europäischen Währungsgeschäft langsam, aber stetig nachgegeben und wird aktuell mit 1,4827 USD bezahlt. Beobachter sprechen von Gewinnmitnahmen. "Mit Blick auf Thanksgiving in den USA ist vorerst einfach die Luft raus", sagt ein Händler. Auch den Freitag dürften viele Marktakteure als Brückentag für ein langes Wochenende nutzen. Ein Seitwärtshandeln in übersichtlichen Spannen bis zum Wochenende wäre laut Händlern daher keine Überraschung. Der Dollar handelt zum Yen in einer sehr engen Spanne knapp unter 109 JPY.

Ein Beobachter macht darauf aufmerksam, dass nicht nur im Währungshandel, sondern auch an den Aktien- und Rentenmärkten am Donnerstag Ruhe eingekehrt sei und die Umsätze merklich geringer seien als sonst. "Die detaillierten Daten zum deutschen Bruttoinlandprodukt haben ebenfalls wenig bewegt", sagt der Teilnehmer. Mit den Zahlen zum deutschen Wirtschaftswachstum im dritten Quartal wurde erwartungsgemäß die Wachstumsrate der Wirtschaftsleistung mit einem Quartalsanstieg von 0,7% saison- und kalenderbereinigt bestätigt.

Nächster potenzieller Impulsgeber ist der belgische Geschäftsklima-Index für November am Nachmittag. Nach Ansicht der Deutschen Bank dürfte dieser die konjunkturelle Abschwächung im laufenden vierten Quartal widerspiegeln. "Aufgrund der engen Handelsverflechtung Belgiens dürfte der Frühindikator auch Anhaltspunkte für die Entwicklung der morgen anstehenden Einkaufsmanagerindizes für den Euroraum liefern", heißt es in einem Kommentar der Deutschen Bank. Für den Euro zum Dollar sieht die Bank unverändert ein Kursziel von 1,4975 USD. Das "Risikolimit" liege bei 1,4690 USD.





Die Feinunze Gold wurde am Vormittag in London mit 802,25 USD festgestellt, nachdem sie am Mittwochnachmittag in London mit 798 USD gefixt wurde.

Europa Europa New York (
12.35) (7.41) (Vorabend)
EUR/USD 1,4827 1,4854 1,4832
USD/JPY 108,75 108,85 108,53
EUR/JPY 161,27 161,71 161,01
EUR/GBP 0,7186 0,7192 --
EUR/CHF 1,6359 1,6366 --

ABN AMRO: Dollar gegen EUR und JPY


Die "Bäre" haben die Unterstützung von Y108.77 beim Währungspaar USDJPY angeschlagen, das über die Möglichkeit zum weiteren Abstieg auf zu Y106.77/53 signalisiert, sagte ein Devisenstrateg von ABN AMRO. Nach der Meinung vom Analysten, wenn der Bereich überwwunden wird, werden im Visier solche Bereiche wie von Y104.43 und Y101.69. Es handelt sich um die gegensätzliche Richtung, kann man über die Divergenz der abwärts laufenden Tendenz nur im Fall des Durchbrechung von Y109.28 und vom wichtigeren Bereich Y110.58 sprechen. Aber zur Zeit scheint solche Entwicklungsprozess des Kurses den Händlern wenig wahrscheinlich.

In Bezeihung auf das Währungspaar EURUSD bemerkt ABN AMRO, dass die Unterstützung im Bereich von $1.4772 testiert wird und widerstehen kannte. Danach ist der Kurs weiter klettert auf zum Rekordhoch von $1.4874. Damit bleibt der Euro auf dem Weg zu $1.5100. Der Analyst schätzt, dass die Unterstützung nach wie vor im Bereich von $1.4772 liegt. Nur ihre Durchbrechung kann Bulle Sicherheit ins Schwancken bringen. In diesem Fall kann die Korrektur weiter auf zum Bereich von 1.4690 davor, dass der Kurs die Kräfte zum Wiederaufbau der aufwärts laufenden Tendenz finden wird.