Montag, 14. Januar 2008

Gute Trading-Chancen beim Pfund

Die wichtigsten Konjunkturtermine in dieser Woche sind die Sitzungen der EZB und der Bank of England am Donnerstag. Die EZB wird den Leitzins nicht verändern und auch in ihrer Einschätzung der Lage voraussichtlich nicht überraschen. Dafür sprechen die letzten Äußerungen des EZB-Vorsitzenden Jean-Claude Trichet. Er bezeichnete die Weltkonjunktur trotz der nachlassenden Wachstumsdynamik als robust und stellte die Inflationsgefahr in den Vordergrund.

Zinssenkung der Bank of England am Donnerstag?
In Großbritannien sieht die Lage anders aus: Die Bank of England hat die Zinswende nach unten bereits vollzogen und eine weitere Senkung des Leitzinses ist am Donnerstag nicht ganz ausgeschlossen. Schließlich sind die britischen Notenbanker auch in der Vergangenheit für manche Überraschung gut gewesen. Tatsächlich befindet sich die britische Konjunktur in einer ähnlich labilen Lage wie die der USA. Die Kreditvergabe ist stark rückläufig und die Konjunkturindikatoren zeigen nach unten. Gegenüber dem Euro fiel das Pfund zuletzt auf den niedrigsten Stand seit elf Jahren. Aber auch gegenüber dem Dollar stand „Cable“ unter Verkaufsdruck. GBP/USD fiel immerhin auf den niedrigsten Stand seit zehn Monaten. Trader sollten daher den morgigen Handelstag im Blick behalten. Ein weiterer Ausverkauf ist im Falle einer Zinssenkung möglich. Aber auch eine Kurserholung ist denkbar, wenn die Notenbanker den Zins nicht ändern und sich stabilitätsorientierter äußern als erwartet. In jedem Fall dürften sich gute Trading-Chancen eröffnen!





EUR/USD (akt. Kurs: 1,4682)
Widerstände: 1,4710 1,4740 1,4810 1,4870
Unterstützungen: 1,4640 1,4550 1,4520 1,4450

USD/JPY (akt. Kurs: 109,48)
Widerstände: 109,80 110,40 111,40 112,00
Unterstützungen: 109,00 108,70 108,00

USD/CHF (akt. Kurs: 1,1136)
Widerstände: 1,1180 1,1260 1,1360 1,1420
Unterstützungen: 1,1100 1,1020 1,0970

GBP/USD (akt. Kurs: 1,9610)
Widerstände: 1,9670 1,9720 1,9770 1,9900
Unterstützungen: 1,9545 1,9480 1,9360 1,9320


Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht

DJ DEVISEN/Euro steigt deutlich über 1,48 zum Dollar

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro notiert beim Übergang in den europäisch geprägten Handel am Montagmorgen deutlich fester gegen den Dollar. Ausgelöst durch Stopp-Loss-Verkäufe ist die Einheitswährung klar über das Niveau von 1,4800 zum Dollar gestiegen. Nach Einschätzung eines Händlers ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Euro neue Rekordhochs um 1,50 USD markieren wird.

Die bestimmenden Themen am Devisenmarkt sind weiter Rezessionsängste in den USA und die Auswirkungen auf das weltweite Wirtschaftswachstum sowie die Erwartung, dass die Federal Reserve Ende des Monats die Leitzinsen senken wird. Am Freitagnachmittag fiel das US-Handelsbilanzdefizit deutlich höher aus als von den Analysten im Vorfeld erwartet.

Derweil hat Fed-Gouverneur Frederic Mishkin einmal mehr die Bereitschaft der US-Notenbank signalisiert, der angeschlagenen Wirtschaft unter die Arme zu greifen. Bereits einen Tag zuvor hatte sich Fed-Chairman Ben Bernanke überraschend deutlich zu möglichen Leitzinssenkungen der US-Notenbank geäußert. Die Reaktion an den Geldmärkten erfolgte prompt. In der Zwischenzeit wird eine Zinssenkung von sogar 50 Basispunkten zu fast 100% eingepreist.

Der Berichtstag sollte indes eher ruhig verlaufen. Wichtige Konjunkturdaten werden am Berichtstag nicht veröffentlicht. Kräftige Bewegungen dürfte es nach Händlersicht aber mit den wichtigen Terminen im weiteren Wochenverlauf geben. Hier stehen am Dienstag die Erzeugerpreise sowie Einzelhandelsumsatzdaten für Dezember sowie der Empire State Manufacturing Index an.

Verbraucherpreise, TIC-Daten sowie das Beige Book der Fed folgen am Mittwoch. Der Donnerstag hat die Baubeginne bzw -genehmigungen Dezember und den Philadelphia-Fed-Index Januar zu bieten. Die Woche beschließt mit den Frühindikatoren Dezember sowie dem Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan.

Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 896,85 USD nach einem Londoner Nachmittagsfixing mit 891,00 USD.





Europa New York Europa (7.45) (Fr,Späthandel) (Fr,17.17)
EUR/USD 1,4858 1,4778 1,4793
USD/JPY 108,48 108,97 109,04
EUR/JPY 161,19 161,04 161,31
EUR/GBP 0,7577 --- 0,7549
EUR/CHF 1,6293 --- 1,6309