Montag, 19. November 2007

Devisenanalyse (EURUSD)

Die wichtige Usterstützung liegt im Bereich von $1.4606 und niederhalb dieses Bereichs gibt es das Risiko auf Druchbruch mit Rücksicht auf die Signale der Bär-Divergenz an den Tagesindikatoren, die den Abstieg auf zu $1.4570 und $1.4514/20 aufrufen können. Eine weite Unterstützung liegt um $1.4478.

4: $1.4928/33 Obere Linie des Kanals vom 22.Okt., 100% Projektion $1.3366 - $1.4281
3: $1.4773/80 1% Umschlag des Moving Average, obere Linie der Bollinger Bänder
2: $1.4746/53 100% Fibonacci von $1.3553 - $1.4281, Rekordhoch, ehemalige Unterstützungslinie
1: $1.4697 Obere Grenze des Dreiecks vom 9.Nov.
- $1.4639 (EURUSD: 12:03 UTC)
1: $1.4606 Korrigierte Unterstützungslinie vom 22.Okt.
2: $1.4570 76.4% Fibonacci von $1.4522 - $1.4725
3: $1.4514/20 38.2% Fibonacci Retracement von $1.4127, Tageshoch von 12. und 13.Nov.
4: $1.4497 21-täglicher Moving Average

Bild vom IFC Markets Corp. Geschäftsterminal "NetTradeX" mit Moving Average (21), Fibonacci Retracement ($1.3366 - $1.4281) und Fibonacci Retracement ($1.4522 - $1.4725)

Gegenbewegung erwartet

GBP/CHF notiert zu Wochenbeginn um 12:15 Uhr UTC bei 2,2940. Mit zwei Dojis wurde der extreme Kursverfall von über 1.000 Pips seit Anfang November gestoppt. Das Währungspaar ist extrem überverkauft, was auf eine mögliche Erholungsbewegung hindeutet. Unterstützungen liegen bei 2,2868 sowie 2,2828. Widerstände liegen bei 2,2966 (Tageshoch) sowie 2,300. Deren Überwindung würde Erholungspotenzial bis zum Donnerstaghoch von 2,3100 eröffnen

Japan droht Devisenspekulanten

von David Pilling (Tokio), Wolfgang Proissl (Brüssel) und Mark Schieritz (Frankfurt)
Japans Regierungschef schlägt wegen des Höhenflugs der Landeswährung Yen Alarm. Die Aufwertung des Yen verlaufe "zu schnell", Devisenhändler müssten "vorsichtig sein", sagte Premier Yasuo Fukuda der Financial Times und drohte damit indirekt Interventionen am Devisenmarkt an.

Der Yen kletterte am Montag gegenüber dem Dollar zwischenzeitlich auf ein 18-Monats-Hoch. Die Äußerungen sind bemerkenswert, weil Japan seit 2004 nicht mehr am Devisenmarkt eingegriffen hat. Stattdessen wurde der Wechselkurs den Märkten überlassen. Dass die Japaner nun wieder mit Interventionen liebäugeln, zeigt die enormen internationalen Spannungen im Zuge der anhaltenden Dollar-Schwäche.

Die Abwertung des Dollar ist ein wichtiger Grund für den starken Yen. Die US-Währung verliert an Wert, weil Investoren eine konjunkturelle Verlangsamung und sinkende Zinsen erwarten. Aus Sicht der Amerikaner ist die Abwertung hilfreich, da sie die Ausfuhren ankurbelt. In der US-Wirtschaft, die derzeit von der Immobilienkrise gebeutelt wird, sorgt dies für Erleichterung. In Europa und Asien belastet der schwache Dollar die Exportwirtschaft.

"Kurzfristig ist eine Aufwertung des Yen ein Problem. Jegliche abrupte Änderung im Wechselkurs wäre nicht erwünscht", sagte Fukuda. Er kündigte Eingriffe zwar nicht an, warnte aber: "Spekulative Bewegungen müssen unter Kontrolle gebracht werden. Ich sage: Seid vorsichtig, damit es nicht dazu (zu Interventionen) kommt." In Japan ist das Finanzministerium für die Währungspolitik zuständig. Tokio hatte vor 2004 wiederholt versucht, den Wechselkurs mit gezielten Eingriffen zu beeinflussen.

Die Aufwertung wird auch dadurch beschleunigt, dass Investoren aus Angst vor einer Ausweitung der Immobilienkrise Mittel aus Niedrigzinswährungen wie dem Yen abziehen. In den vergangenen Monaten haben sich Investoren in diesen Währungen verschuldet und Geld in Ländern mit höheren Zinsen angelegt. Dieser Carry-Trade kommt zum Erliegen, wenn die Risikoscheu zunimmt.

Der Chef des EU-Arbeitgeberverbands Businesseurope, Ernest-Antoine Seillière, sagte, die Aufwertung des Euro belaste Unternehmen in der Euro-Zone. Die Finanzminister des Währungsraums wollen daher China dazu bringen, die Kopplung seiner Währung an den Dollar zu lockern - damit ein stärkerer Renminbi den Höhenflug des Greenback stoppt.

"Wir werden versuchen, unseren chinesischen Freunden klarzumachen, dass China eine wachsende Verantwortung hat", sagte am Montag der Vorsitzende der Euro-Finanzminister, Jean-Claude Juncker. Für Gespräche mit Chinas Führung will Juncker Ende November zusammen mit dem Chef der Europäischen Zentralbank und EU-Währungskommissar Joaquín Almunia nach Peking reisen.

Viele Schwellenländer versuchen, die Aufwertung ihrer Währungen gegenüber dem Dollar mit Kapitalverkehrskontrollen zu verhindern. So hatte es Indien kürzlich ausländischen Hedge-Fonds erschwert, auf Aktien zu spekulieren. Gegenüber den Währungen der wichtigsten Handelspartner hat der Dollar seit Jahresbeginn um zehn Prozent abgewertet.

Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds ist der Greenback aber immer noch überbewertet. Die Währung müsse weiter abwerten, um einen Abbau des hohen US-Leistungsbilanzdefizits zu ermöglichen, sagte Michael Deppler, der Chef der IWF-Europaabteilung.

DJ DEVISEN/Euro startet wenig verändert in die neue Woche

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro ist am Montag wenig verändert zum Dollar in die neue Berichtswoche gestartet. Im asiatischen Handel konnte der Yen derweil leicht gegen den Euro und etwas verstärkt gegen den Dollar zulegen. Teilnehmer sprechen von Dollarverkäufen japanischer Exporteuere, messen der Bewegung aufgrund des dünnen Geschäfts aber keine große Bedeutung zu. Die Stimmung für den Dollar bleibt angeschlagen, obgleich sich die US-Währung zuletzt etwas von den Rekordtiefs gegen den Euro bei 1,4753 USD erholen konnte. Schwache US-Konjunkturdaten belasten das Sentiment weiter. Am Freitag blieb die US-Industrieproduktion unter den Erwartungen. Auch legen die jüngsten "TIC"-Daten, die die Kapitalflüsse in und aus den USA heraus messen, nahe, dass die Bereitschaft ausländischer Investoren, das US-Leistungsbilanz weiter zu finanzieren, gering bleibt.

Im Wochenverlauf dürfte sich die Aufmerksamkeit auf neue Immobiliendaten aus den USA konzentrieren. Händler stellen sich auf schwache Daten ein; die meisten Beobachter gehen trotz zuletzt zurückhaltender Äußerungen seitens der Federal Reserve davon aus, dass die US-Notenbank im Dezember die Leitzinsen weiter senken wird. Seit Ausbruch der Subprime-Krise hat die Fed die Fed Fund Rates bereits um 75 Basispunkte gesenkt. Am Berichtstag dürfte aufgrund einer weitestgehend leeren Agenda, das Geschäft ruhig verlaufen. Die Feinunze Gold handelt am Morgan mit 790,37 USD nach einem Nachmittags-Fixing am Freitag in London von 789,75 USD.

Europa New York Europa (
Mo,7.46) (Fr,Späthandel) (Fr,17.20)
EUR/USD 1,4668 1,4649 1,4643
USD/JPY 110,47 110,82 110,86
EUR/JPY 162,03 162,28 161,36
EUR/GBP 0,7140 --- 0,7157
EUR/CHF 1,6381 --- 1,6425