Freitag, 21. September 2007

Devisenanalyse (EUR/USD, GBP/USD, USD/JPY)

EUR/USD

Das Währungskursbild von EUR/USD bleibt wir zuvor: Bull-Trend in Kraft. Aber wegen der Überkauf im Tageschart und vor dem Wochenende ist die Take-Profit möglich. Einige Widerstandslinien sind testiert und die Maximumbereiche sind schwach. Das Währungspaar kann auf den Widerstand von $1.4120 und $1.4207 stoßen. Die Unterstützung liegt im Bereich von $1.3995.

4: $1.4231 Widerstandslinie vom Okt.1998
3: $1.4207 100% Projektion von $1.3553/1.3930
2: $1.4120 Widerstandslinie vom 15.Aug.
1: $1.4099 Historisches Maximum vom 20.Sep. und die obere Linie der Bollinger Bänder
- $1.4092 (EUR/USD: 09:11)
1: $1.3995 5-täglicher Moving Average
2: $1.3916/30 Schwache Unterstützungslinie
3: $1.3852 Monathoch im Juli
4: $1.3830 Tageshoch vom 18.Sep.


GBP/USD

Den Anstieg vom Währungspaar GBP/USD hindert immer noch der 21-täglicher Moving Average, der zur Zet im Bereich von $2.0160 liegt. Der jüngste Versuch zur Kräftigung ist durch die Indikatoren im Tageschart nicht unterstützt, die von jetzt an neutral scheint und auf den möglichen Wiederaufbau hinweist. Die erste Unterstützung soll der Moving Average im Beriech von $2.0060 leisten.

4: $2.0309 Widerstandslinie vom 24.Juli
3: $2.0213 55-täglicher Moving Average
2: $2.0172/80 Tageschoch vom 19.Sep. und 61.8% Fibonacci Retracement vom Bereich von $2.0365
1: $2.0160 21-täglicher Moving Average
- $2.0105 (GBP/USD: 09:18)
1: $2.0060 5-täglicher und 100-täglicher Moving Average
2: $1.9930 Die niedrige Linie der Bollinger Bänder
3: $1.9880 Tageshoch vom 18.Sep.
4: $1.9846 200-täglicher Moving Average


USD/JPY

Die Indikatoren in den Tagescharts sind neutral: das Währungspaar konsolidiert sich nach dem jüngsten Anstieg. Bulle-Divergenz im Indikator des Tages-Momentums weist auf die nochmalige Testierung vom Beriech der Fibonacci Retracemet von Y116.41, aber die Notirungsdynamik im Donnerstag und die Trend können die Bewegung zur Unterstützungslinie von Y113.28 auslösen.

4: Y117.09 Tageshoch vom 23.Aug.
3: Y116.37/60 Tageshoch von 18.Sep. und 31.Aug.; 38.2% Fibonacci von Y124.14
2: Y116.17/23 Widerstandslinie von 9.Juli und 23.Aug.
1: Y115.13/30 21-täglicher und 5-täglicher Moving Average
- Y114.84 (09:40)
1: Y114.54 Tenkan-Linie beim Ichimoku
2: Y114.36 Kijun-Linie beim Ichimoku
3: Y113.98/03 Tagestief vom 20.Sep., 61.8% Fibonacci von Y112.60
4: Y113.28 Unterstützungslinie-Maxima von 17.Aug. und 7.Sep.

DEVISEN/"Fluchtwährung" Euro steigt weiter - 1,41 USD im Blick

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro hat am Donnerstagnachmittag abermals neue Hochs im Vergleich zum Dollar markiert und rückt auf die 1,41 USD zu. Auch gegenüber anderen Währungen neigt die Gemeinschaftswährung zum Muskelspiel. Ein Devisenhändler spricht daher vom Euro als der "Fluchtwährung Nummer eins". "Mit der Krise der Hypothekenmärkte in den USA und Großbritannien fallen der Dollar und das Pfund als Anlagewährungen derzeit aus", stellt der Marktteilnehmer fest. Der Yen leide tendenziell unter der wieder gestiegenen Risikoneigung, die Zinsdifferenzgeschäfte begünstige. Diese so genannten Carry Trades belasten die japanische Währung. Mit Blick auf die großen Devisen werde also der Euro zunehmend zum Favoriten der Investoren.

Der Dollar leide indes darunter, dass die Notenbank Saudi-Arabiens die Zinsen nicht gesenkt hat und damit den Vorgaben der US-Notenbank nicht gefolgt ist. In der Vergangenheit war die Bank stets den Zinsschritten der Federal Reserve gefolgt. Zudem gebe es Medienberichte, denen zufolge Saudi-Arabien die Abkoppelung des Rial vom Dollar erwägt. In diesem Fall könnten vor allem Investoren aus dem Nahen Osten Dollar-Verkäufe beschleunigen und ihre Währungen stärker an den Euro binden. Allerdings zweifeln Experten an, dass es zu einem Massenexodus aus den US-Anleihemärkten kommen wird. Zudem seien Asien und Russland in Hinblick auf die Dollar-Reserven von größerer Bedeutung als der Mittlere Osten.

Als belastend für den Dollar werden auch die Äußerungen von Fed-Chairman Ben Bernanke und US-Finanzminister Henry Paulson gewertet. Paulson sprach von einem leichten Rücksetzer des US-Wirtschaftswachstums, während Bernanke in seiner Rede vor dem Bankenausschuss des US-Repräsentantenhaus davon ausging, dass der US- Immobilienmarkt unter Druck bleiben dürfte und die wirtschaftlichen Aussichten für die USA sich verbessert hätten. Dies zeige, dass die US-Notenbank notfalls zu weiteren Zinssenkungen bereit sei.

Die technische Lage des Euro ist laut Jürgen Meyer von der Landesbank Baden-Württemberg eindeutig. "Der Aufwärtstrend des Euro ist ungebrochen und kann in den kommenden Tagen noch immer bis zur Zone um 1,44/45 USD führen", meint der Analyst. Eine Unterstützung auf kurze Sicht liege bei 1,3920 USD.

Die Feinunze Gold ist am Vormittag in London mit 727,75 USD festgestellt worden, zum Nachmittag-Fixing dann mit 734,50 USD.