US-Arbeitsmarktdaten durchwachsen
Das zeigten auch die am Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten. Die Beschäftigung stieg um 94.000 Personen. Das klingt viel, ist aber gerade genug, um nicht von einer drohenden Rezession auszugehen. Die US-Wirtschaft muss ständig neue Arbeitsplätze schaffen, da im Gegensatz z.B. zu Deutschland in den USA die Bevölkerung steigt. Insgesamt ist das Beschäftigungswachstum über das gesamte Jahr 2007 trotz einigem Auf und Ab in einer Abwärtstendenz. Dazu passt, dass die Zahlen der beiden Vormonate um 48.000 nach unten korrigiert wurden. Auch ein Blick auf die einzelnen Branchen macht eher skeptisch. Der Beschäftigungsanstieg fand wieder einmal überwiegend im Dienstleistungssektor statt. In der Bauwirtschaft und im Finanzsektor wurden Jobs abgebaut - wen wundert´s. Auch die Deindustrialisierung setzte sich mit einem Beschäftigungsrückgang im verarbeitenden Gewerbe fort.
EUR/USD wieder im Aufwind?
EUR/USD hat seinen kurzfristigen Abwärtstrend gebrochen und ist wieder über die Marke von 1,47 USD gestiegen. Das könnte die charttechnische Basis für weitere Kursgewinne sein. Von einer erneuten Trendwende nach oben könnte man aber erst sprechen, wenn auch der Widerstand bei 1,4770 überwunden wäre.
Kanada mit überraschender Zinssenkung
Die Senkung des Leitzinses durch die Bank of Canada von 4,50 auf 4,25 Prozent kam für viele überraschend. Es dürfte sich um eine vorsorgliche Maßnahme handeln, mit der die negativen Folgen eines weiteren Konjunkturabschwungs in den USA abgefedert werden sollen. Der seit Anfang November zu beobachtende starke Abwertungsdruck auf den Wechselkurs des Kanada-Dollars sowohl gegenüber dem Euro als auch gegenüber dem US-Dollar verstärkte sich dadurch weiter. Die neuseeländische Notenbank ließ dagegen ebenso wie die Reserve Bank of Australia den Leitzins unverändert. Der Austral-Dollar geriet im Anschluss an die Notenbanksitzung allerdings ebenfalls unter Verkaufsdruck, da sich die Notenbanker bezüglich der weiteren Aussichten für die Weltkonjunktur skeptisch zeigten. Eine weitere Zinserhöhung ist damit trotz des anhaltend hohen Zinsniveaus unwahrscheinlicher geworden. Die neuseeländische Notenbank erteilte Spekulationen über eine Zinssenkung eine klare Absage. Angesichts des hohen Inflationsdrucks werde der Leitzins länger als bisher angenommen auf dem hohen Niveau bleiben.
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