FRANKFURT (Dow Jones)--Vor Beginn des Treffens der Finanzminister der G7-Staaten in Washington zeigt der Euro unverändert Stärke zum Dollar und markiert am Freitagmorgen ein neues Allzeithoch bei 1,4320 USD. Der Greenback büßt auch zum Yen weiter an Boden ein, er hat auf 114,97 JPY abgewertet nach Kursen um 115,66 JPY im späten US-Devisengeschäft. Nachgegeben hat auch der Euro zum Yen, das Paar handelt bei 164,47 JPY nach 165,23 JPY. Angesichts der Ungewissheit über den Ausgang des G7-Treffens lösten Anleger Zinsdifferenzgeschäfte auf, wovon der Yen profitiere, heißt es im Handel. Der japanische Finanzminister Fukushiro Nukaga hat am Morgen verlauten lassen, die G7 werde aller Voraussicht nach auch die Wechselkurse thematisieren.
Im Devisen-Optionsmarkt ist unterdessen von steigenden Volatilitäten die Rede. "Gerüchte und Spekulationen im Vorfeld des G7-Treffens wären überhaupt keine Überraschung", stellt ein Händler fest. Es könne also in den Währungspaaren im Verlauf des Tages zu heftigen Kursausschlägen kommen. Konjunkturdaten dürften in den Hintergrund treten. Möglicherweise bewege das britische Bruttoinlandprodukt im dritten Quartal das Pfund Sterling. Erwartet wird ein Anstieg um 0,7% im Vergleich zum zweiten Quartal bzw um 3,1% im Vergleich zum Vorjahresquartal. Am Nachmittag lädt die US-Notenbank zu einer Konferenz mit dem Chairman Ben Bernanke und dem Fed-Gouverner Fred Poole.

"Es bleibt beim Aufwärtstrend und den weiterhin freundlichen Aussichten für den Euro", meint Jürgen Meyer, technischer Analyst der Landesbank Baden-Württemberg. Über 1,4320 USD erschließe sich Aufwärtspotenzuial bis zu 1,44 USD. Scheitere der Euro jedoch an diesem Widerstand, könne er bis 1,4190 USD korrigieren.
Angesichts der Dollar-Schwäche hat das Gold die Preis-Rally fortgesetzt. Die Feinunze Gold handelt aktuell in London mit 769,20 USD nach 764,15 USD zum Fixing am Donnerstagnachmittag.