Montag, 10. Dezember 2007

Devisenanalyse (EURUSD)


Das Währungspaar EUR/USD versucht aus allen Kräften den Bereich von $1.4750 (50% Fibonacci Retracement von $1.4967-$1.4532) wiederzubauen Oszillator des Tagescharts, Stochastic formiert beinahe "Bär-Kreuz", aber der 14-tägliche RSI notiert immer noch ihren neue lokalen Minima und befindet sich oberhalb Bereiche der Überverkaufszone. Die nächste Unterstützung liegt auf $1.4640.

4: $1.4905 Tageshoch vom 27.Nov.
3: $1.4857 Tageshovh vom 28.Nov.
2: $1.4785 Tageshoch vom 30.Npv. und Tagestief vom 23.Nov.
1: $1.4750 50.0% Fibonacci Retracement von $1.4967-$1.4532
- $1.4718 (EURUSD)
1: $1.4640 Stundentief
2: $1.4600 Stundentief vom 7.Dez.
3: $1.4560 Unterstützungslinie vom 18.Sep.
4: $1.4520 Tagestief vom 12., und 13.Nov.

Dachfonds stehen kurz vor dem Durchbruch

von Martin Diekmann

Dachfonds gehören zu den etablierten Fondsarten am deutschen Markt. Seit 1998 sind die Produkte hierzulande erhältlich, mittlerweile gibt es mehr als 500. Die erfolgreichsten kommen mit ihrer Performance den besten weltweit anlegenden Aktienfonds nahe.
Experten unterscheiden zwischen konservativ, flexibel und dynamisch ausgerichteten Dachfonds, je nachdem ob die Manager einen geringen, ausgewogenen oder großen Anteil an Aktienfonds in ihre Dachfonds aufnehmen. Folgerichtig fällt auch die Wertentwicklung sehr unterschiedlich aus.

Trotz guter Performancewerte haben die Dachprodukte den endgültigen Durchbruch bei Anlegern noch nicht geschafft. Zwar liegt einer aktuellen Studie von Fidelity Investments zufolge das verwaltete Vermögen aller deutschen Dachfonds bei 47,4 Mrd. Euro, gegenüber 23,9 Mrd. Euro Ende 2003. Gemessen an der Zahl der erhältlichen Dachfonds nimmt sich die Gesamtsumme jedoch noch immer verhältnismäßig bescheiden aus. Das dürfte sich mit Einführung der Abgeltungsteuer ändern.

Viele Anleger erwarten, dass die erfolgreichsten Dachprodukte herkömmliche Einzelfonds in der Wertentwicklung schlagen müssten. Das ist schon rein rechnerisch nicht möglich, da die Dachprodukte auf mindestens fünf verschiedene Zielfonds setzen müssen. Selbst wenn es einem Manager gelingen sollte, die fünf besten Produkte seines Anlagegebiets auszuwählen, würde er somit rein rechnerisch die besten Aktienfonds nicht schlagen können.

Nach Angaben von Fidelity Investments machen Dachfonds mit einer sogenannten offenen Architektur bereits mehr als 50 Prozent aus. Diese Produkte greifen mit mindestens der Hälfte des Fondsvermögens auf Zielfonds anderer Gesellschaften zu. Bei Dachfonds fallen jährliche Gebühren der Zielfonds und die des eigenen Managements an, was die Anforderungen an die Performance erhöht.

Neue Großinvestoren retten UBS

von Tobias Bayer (Frankfurt)

UBS ist noch tiefer in den Strudel der US-Hypothekenkrise gerissen worden. Bei ihren Geschäften im US-Hypothekenmarkt muss die Schweizer Großbank 10 Mrd. $ (6,8 Mrd. Euro) abschreiben. Sie beschaffte sich neues Kapital bei zwei großen strategischen Privatanlegern.

Das teilte die Bank am Montag in Zürich mit. UBS rechnete nun auch für das vierte Quartal 2007 mit einem Verlust. Bereits im dritten Quartal war wegen Abschreibungen in Höhe von rund 4,7 Mrd. $ ein Minus von 726 Mio. Franken (rund 433 Mio. Euro) entstanden. Im Vergleich stand im dritten Quartal des Vorjahres ein Überschuss von 2,8 Mrd. Franken in den Büchern. Es sei zudem möglich, dass das Jahresergebnis 2007 negativ ausfalle, teilte das Finanzinstitut ferner mit. Es wäre der erste Jahresverlust in der zehnjährigen Geschichte der Bank.

Zugleich erhielt UBS neues Kapital von zwei strategischen Investoren aus Singapur und dem Nahen Osten. Diese schießen zusammen 13 Mrd. Franken nach. Dabei entfallen auf den Staatsfonds aus Singapur, die Government of Singapore Investment Corporation (GIC), 11 Mrd. Franken. Ein zweiter, nicht genannter Investor aus Nahost legt 2 Mrd. Franken an. Die UBS-Aktie fiel am Montag zuerst um rund 3 Prozent, konnte aber dann die Verluste eindämmen und notierte am Vormittag um 2 Prozent stärker.

Staatsfonds liebäugeln mit Banken
Bislang haben Banken weltweit im Zuge der Hypothekenkrise Wertberichtigungen in Höhe von rund 66 Mrd. $ vorgenommen. Besonders stark ist der Abschreibungsbedarf bei strukturierten Produkten wie Collateralized Debt Obligations (CDOs). Das sind Investmentpools, an die Anleger Kredite vergeben und die wiederum in Kreditportfolien und in riskantere Tranchen von zweitklassigen Hypothekendarlehen investierten. UBS ist nach Bear Stearns und Citigroup ein weiteres Institut in kurzer Zeit, das mithilfe eines großen Investors seine Kapitalbasis stärken muss. Bei Bear Stearns stieg die chinesische Citic, bei Citigroup der Staatsfonds Abu Dhabi ein. Die Qatar Investment Authority (QIA), die 60 Mrd. $ für den Ölstaat verwaltet, sieht im Finanzsektor derzeit gute Einstiegschancen. "Da bieten sich momentan hervorragende Investitionsmöglichkeiten für Staatsfonds", sagte Kennteh Chen, Portfoliostratege bei QIA, am Montag.

UBS-Chef peilt maximale Transparenz an
Die UBS hat es im Vergleich zu anderen Banken hart erwischt. Im Juli musste Vorstandschef Peter Wuffli gehen, kurz darauf folgte Finanzchef Clive Standish. In den vergangenen zwölf Monaten hat die UBS-Aktie 21-Prozent ihres Werts verloren. Am 30. Oktober hatten die Schweizer bekannt gegeben, 16,8 Mrd. $ in hypothekenbesicherte Anleihen, 1,8 Mrd. $ in CDOs und 20,2 Mrd. $ in sogenannten Super-Senior-Finanzinstrumente investiert zu haben. "Super Senior" steht für CDO-Tranchen, die über ein Rating von "AAA" verfügen. Sie sind bei einem Ausfall also sicherer als andere Tranchen derselben Emission. Analysten hatten angesichts des großen Wertpapierbestandes mit weiteren Abschreibungen von durchschnittlich 2,6 Mrd. Franken gerechnet.

Wuffli-Nachfolger Marcel Rohner versucht nun, mit maximaler Transparenz den Kursverfall zu stoppen: "Die anhaltenden Spekulationen über den effektiven Wert unserer Subprime-Bestände - der sich noch immer nicht genau beziffern lässt - wirkten in den vergangenen Monaten belastend. Diese Abschreibungen bringen unseres Erachtens ein Maximum an Transparenz und werden das Potenzial für Spekulationen über notwendige weitere Bewertungskorrekturen bei UBS minimieren", teilte Rohner in einer Stellungnahme mit. "Zusammen mit der Stärkung unserer Kapitalbasis wird uns dies erlauben, uns auf die weitere Entwicklung unseres Kundengeschäfts zu konzentrieren."

UBS verzichtet auf Bardividende
Neben den 13 Mrd. Schweizer Franken, die externe Investoren in die Bank pumpen, wird die UBS mit zwei weiteren Maßnahmen ihre Kapitalbasis stärken. Zum einen sollen 36,4 Millionen Aktien aus den Treasury-Beständen ausgegeben werden, die ursprünglich vernichtet werden sollten. Zum anderen soll die angekündigte Bardividende durch eine Aktiendividende ersetzt werden. Hier müssen die Aktionäre noch zustimmen. Insgesamt würde sich das Tier-1-Kapital der UBS um 19,4 Mrd. Franken erhöhen. Die Kernkapitalquote wird dann über zwölf Prozent betragen.

Marcel Ospel, Präsident des Verwaltungsrats der UBS, sieht darin allerdings keine Notfallaktion. "Die am US-Hypothekenmarkt erlittenen Verluste sind zwar beträchtlich, hätten aber durch unsere Ertragskraft und Kapitalbasis aufgefangen werden können. Dennoch ist es für uns wichtig, eine ausgeprägt solide Kapitalbasis unter jeglichen Bedingungen aufrechtzuerhalten. Denn diese unterstützt das anhaltende Wachstum im Wealth-Management-Geschäft, dem bedeutendsten Wachstumstreiber der UBS-Aktionäre", teilte Ospel in einer Stellungnahme mit. Einen Rücktritt schloss Ospel aus. "Ich wollte Teil der Lösung des Problems sein", sagte er im schweizerischen Rundfunk.

Erleichterung in den USA

Die US-Regierung will den Anstieg der Zinssätze für Hypothekenkredite verhindern und so die Pleitewelle von Haushalten und die Zwangsversteigerungen bremsen. Das Problem sind vor allem die so genannten Subprime-Kredite, die an Schuldner mit geringer Bonität vergeben wurden und in der Regel mit variablen, d.h. steigenden Zinssätzen ausgestattet sind. Die Kredite starten häufig mit Zinssätzen zwischen sieben und neun Prozent und steigen dann auf elf bis 13 Prozent. In den nächsten zwei Jahren steht die Hochstufung von zwei Millionen Subprime-Krediten bevor. Das dürfte die Zahl der Kreditausfälle dramatisch anwachsen lassen, darüber sind sich die Experten einig.

Höhepunkt der Hypothekenkrise kommt erst noch
Bereits jetzt ist die Lage dramatisch und die Prognosen für die Entwicklung am Immobilienmarkt sehen noch schlechter aus. Im Oktober verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr die Anzahl der Zwangsversteigerungen durch Hausbesitzer, die ihre Kredite nicht bedienen konnten. Die Analysten der Credit Suisse schätzen, dass 30 Prozent der Subprime-Kreditnehmer mit ihren Zahlungen rückständig sind und dass in den nächsten beiden Jahren 775.000 Häuser mit einem Kreditvolumen von insgesamt 143 Mrd. Dollar in die Zwangsvollstreckung gehen. Gemäß einer von der Vereinigung der US-Bürgermeister (US-Conference of Mayors) in Auftrag gegebenen Studie wird durch die Immobilienkrise im nächsten Jahr der Wert des Hauseigentums in den USA insgesamt um 1,2 Bio. USD sinken und die Steuereinnahmen auf lokaler Ebene um mehr als 6,6 Mrd. USD verringern.

US-Regierung wird aktiv
Um die Zahl der Zwangsversteigerungen und damit auch die konjunkturellen und sozialen Auswirkungen der Immobilienkrise zu begrenzen, plant die US-Regierung daher ein Einfrieren der Zinssätze für Subprime-Kredite auf dem niedrigeren Einstiegsniveau. Damit soll den Kreditnehmern geholfen werden, welche die niedrigere Einstiegs-Zinsrate bezahlen können, aber nicht die dann folgende höhere Zinsrate. Das klingt wie der Stein der Weisen, aber wie immer wird irgendjemand die Zeche bezahlen müssen und das sind die Besitzer der Anleihen auf die Hypothekenkredite, deren Kurse fallen dürften. Und so feilt die Regierung auch noch daran, die zu erwartende Klagewelle einzudämmen.

Fazit
Obwohl die Pläne sozial verständlich sind, eine Lösung der Kreditkrise stellen sie nicht dar. Dem Dollar hilft das langfristig ebenso wenig wie das ständige weitere Aufdrehen des Geldhahns durch die US-Notenbank. Dennoch: Kurzfristig ist erst einmal Beruhigung am Devisenmarkt angesagt, auch weil die letzten US-Konjunkturdaten die Rezessionsangst verringerten. EUR/USD dürfte seine Korrektur der letzten beiden Wochen fortsetzen.





Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht

DJ DEVISEN/Euro startet wenig verändert in neue Berichtswoche

FRANKFURT (Dow Jones)-Der Euro ist am Montag wenig verändert in die neue Berichtswoche gestartet. Händler berichten von einem zurückhaltenden Geschäft vor der Bekanntgabe der Leitzinsentscheidung der Federal Reserve am Dienstag. Eine Zinssenkung gilt praktisch als ausgemachte Sache. Die Frage scheint lediglich, wie hoch die Zinssenkung ausfallen wird. An den Geldmärkten wird eine Senkung der Fed Fund Rates um 25 Basispunkten zu 100% eingepreist. Die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank die Leitzinsen gleich um 50 Basispunkte senken wird, liegt bei 50%.

Die Bekanntgabe des US-Arbeitsmarktberichts am Freitag, der insgesamt im Rahmen der Erwartungen ausgefallen war, konnte in diesem Umfeld keine nachhaltigen Akzente am Devisenmarkt setzen. "Diese Daten taugen nicht dafür, die Einschätzungen zum Fed-Zinskurs oder zur Wirtschaftsverfassung zu verändern", so ein Experte. Der Handel am Berichtstag dürfte eher ruhig verlaufen. Wichtige Konjunkturdaten stehen nicht zur Veröffentlichung an. Charttechnisch notiert die Einheitswährung zwischen 1,4500 USD und 1,4730 USD. Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 799,40 USD nach einem Nachmittags-Fixing am Freitag in London bei 792,50 USD.





Europa New York Europa (Mo,7.45) (Fr,Späthandel) (Fr,17.00)

EUR/USD 1,4642 1,4655 1,4650
USD/JPY 111,64 111,71 111,60
EUR/JPY 163,48 163,70 163,51
EUR/GBP 0,7200 --- 0,7224
EUR/CHF 1,6544 --- ---