Freitag, 28. September 2007

EUR/USD: Jetzt short gehen?

In den USA ist man derzeit hin und her gerissen über den weiteren Kurs der Geldpolitik. Schwache Konjunkturdaten ließen die Spekulationen über erneute Zinssenkungen zunehmen. So fielen die Verkäufe bestehender Häuser auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Auch der Case-Shiller-Hauspreisindex für die 20 größten Städte der USA zeigte im Juli einen Rückgang um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit hat sich der Preisrückgang in jedem Monat seit Anfang 2007 beschleunigt. Beim vom Conference Board ermittelten Index des Verbrauchervertrauens kam es zudem im September zu einem unerwartet starken Rückgang. Mit 99,8 Punkten wurde der niedrigste Wert seit November 2005 markiert.


Widerstand gegen Zinssenkung

Allerdings regt sich in Kreisen der Notenbank Widerstand gegen eine mögliche weitere Lockerung der Geldpolitik. Einige Notenbanker waren wohl auch mit der überraschend starken Zinssenkung um 50 Basispunkte nicht einverstanden. Der Vorsitzende der Notenbank Philadelphia, Charles Plosser, befürchtet einen Anstieg der Inflation durch die Zinssenkung. Eine weitere geldpolitische Lockerung sei nur bei einer deutlichen Verschlechterung der Konjunktur gerechtfertigt. Allerdings ist Plosser derzeit im FOMC nicht stimmberechtigt und zudem als Zinsfalke bekannt. Dennoch könnten EUR/USD nach dem Anstieg bis auf 1,4150 die Impulse für eine weitere Aufwärtsbewegung ausgehen. Auch die Charttechnik spricht zumindest für eine kurzfristige Korrektur.

DEVISEN/Euro startet nur knapp unter Allzeit-Hoch

FRANKFURT (Dow Jones)--Weiter nur knapp unter seinem Allzeit-Hoch ist der Euro am Freitag in den Handel gestartet. Mit aktuell 1,4166 USD bewegt sich die Gemeinschaftswährung dicht unter dem Rekordhoch von 1,4191 USD. Der Höhenflug des Euro setzt sich damit fort. "Solange die Konjunkturdaten weiter pro-Europa und gegen die USA sprechen dürfte sich der Trend fortsetzen", sagt ein Händler. Am Vortag hatten schwache US-Baudaten und gleichzeitig über den Erwartungen ausgefallene Verbraucherpreise aus deutschen Bundesländern, sowie das starke Geldmengenwachstum in der Eurozone weitere Indikationen für steigende Zinsen in der Euro-Zone geliefert. In den USA spricht hingegen weiter alles für fallende Zinssätze.

Mit besonderer Aufmerksamkeit blicken Händler daher auf die US-Konjunkturdaten am Nachmittag, etwa die persönlichen Einkommen und Ausgaben, den Chicago-Einkaufsmanagerindex, die Bauausgaben für August und den Stimmungsindex der Universität Michigan. Darüber hinaus stehen noch Preisdaten aus verschiedenen europäischen Ländern an. Technische Analysten sehen den Euro in
den kommenden Tagen in Richtung 1,44/1,45 USD steigen. In diesem Bereich lag das alte Allzeithoch der D-Mark zum US-Dollar.

Die Feinunze Gold ist am Morgen mit 736,85 USD in den Handel gestartet nach einem Nachmittagfixing in London mit 731,75 USD.

Europa Asien Europa Europa
(8.05) (4.00) (17.00) (12.05)

EUR/USD 1,4167 1,4161 1,4152 1,4154
USD/JPY 115,15 115,13 115,65 115,61
EUR/JPY 163,08 163,65 163,60
EUR/GBP 0,7008 0,6994 0,6996
EUR/CHF 1,6591 1,6593 1,6574

Donnerstag, 27. September 2007

Devisenanalyse (USD/CHF)

USD/CHF

Das Währungspaar USD/CHF konsolidiert sich weiter nach dem Abstieg zum 18-monatlichen Minimumn auf dieser Woche. In der langfristiegen Perspektive ist in Kraft die abwärtzlaufende Tendenz. Außerdem bleibt das Währungspaar im Rahmen des kurzfristigen Kanals mit der oberen Linie im Bereich von Chf 1.1768 und des niedrigen um Chf 1.1598.

4: Chf1.1922 Tageshoch vom 14.Sep.
3: Chf1.1835 38.2% Fibonacci von Chf1.2152
2: Chf1.1764/68 10-täglicher Moving Average, abwärtzlaufendes Kanal vom 7.Sep.
1: Chf1.1760 23.6% Fibonacci von Chf1.2152
- Chf1.1704 (USD/CHF: 14:27 UTC)
1: Chf1.1646 1% Umschlag des Moving Average
2: Chf1.1638 Tagestief vom 25.Sep.
3: Chf1.1598 Unterstützungslinie vom 7.Sep.
4: Chf1.1529 2% Umschlag des Moving Average

DEVISEN/Euro kratzt am Allzeithoch

FRANKFURT (Dow Jones)--Im Vergleich zum späten US-Devisenhandel hat der Euro bis zum Donnerstagmorgen zu Dollar und Yen etwas zugelegt. Im Tageshoch von 1, 4150 handelte die Gemeinschaftswährung nur knapp unter dem Allzeithoch vom Mittwoch von 1,4165 USD. Im asiatisch-pazifischen Handel hätten die Kursverluste des Greenback gegen Neuseeländischen und Australischen Dollar die US-Währung auch gegen den Euro nachgeben lassen, sagt ein Händler. Zwischen 1,4150 und 1,4200 USD lägen gestaffelte technische Widerstände. "Sollten die US-Konjunkturdaten enttäuschen, dürfte der Euro diese überwinden und über 1,42 USD steigen", vermutet der Händler. Veröffentlicht werden am Nachmittag Daten zum Arbeitsmarkt und zu Neubauverkäufen. Die dritte Veröffentlichung des Bruttoinlandsprodukts werde die Währungen wohl nicht mehr bewegen.





Mit Interesse dürften die Marktakteure zudem auf Inflationsdaten aus den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Brandenburg schauen. "Aus technischer Sicht fehlt im Moment die wirkliche Dynamik im Markt", meint Jürgen Meyer von der Landesbank Baden-Württemberg. Der Euro setze den Aufwärtstrend aber fort und könne in den kommenden Tagen bis auf 1,44/1,45 USD hochlaufen. Erst unter 1,4050 USD trübe sich das technische Bild für die Gemeinschaftswährung etwas ein.

Die Feinunze Gold wird im frühen Londoner Handel mit 728,90 USD bezahlt nach einem Nachmittag-Fixing am Mittwoch von 734,75 USD.

Mittwoch, 26. September 2007

USD/JPY Komentar

Trotz dessen, dass die veröffentlichten Angaben (US-Auftragseingänge langlebiger Güter) negativ für den Dollar waren, wurde der Verlust des Dollars beschränkt, und im Wärhungspaar mit dem Yen hat der Dollar die aufwärtzlaufende Bewegung fortgesetzt, ohne den Versuch bleibenzulassen, die Widerstandslinie oberhalb des Bereichs von Y115.50 zu überwinden. Die weitere Reihe ist im Bereich von Y115.75 und um dem Bereich von Y116.00/10 und Y116.36/40. Die Analysten ABN AMRO hat bezeichnet, die Dynamik von Dollar/JPY werde ansteigen und die Überwindung oberhalb Y116.83 werde den Weg zu Y117.14 öffnen. Wenn dem Bär gelingt, niederhalb Y114.00 durchzubrechen, wird sich die negative Stimmung verkräftigen und das Währungspaar kann zu Y112.61, zu 111.34 zurückzugehen.

DEVISEN/Euro mit neuem Rekordhoch - Ausbruch zunächst verpasst

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro befindet sich zum Dollar weiter in seinem Aufwärtstrend. In einem dünnen Handel konnte er in der Nacht im asiatischen Handel bereits mit 1,4165 USD ein neues Rekordhoch gegenüber dem Greenback generieren. Momentan fehle es an der notwendigen Kraft, weiter nach oben auszubrechen, heißt es im Handel. Damit ist der Euro zunächst in seine alte Handelsspanne von 1,4060 bis 1,4150 USD zurückgefallen.

Die Devisenstrategen von Sal. Oppenheim verweisen auf die Entwicklung im Saudischen Rial. Die Zentralbank von Saudi-Arabien hat die Zinssenkung der Federal Reserve nicht nachvollzogen. Es verdichteten sich momentan die Gerüchte, dass Saudi-Arabien seine an den Dollar gebundene Währung aufwerten bzw die Devisenreserven umschichten werde. Dies könnte den Druck auf den Dollar erhöhen, heißt es im Handel.

Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 733,00 USD nach einem Londoner Nachmittag-Fixing von 728,50 USD am Dienstag.

Dienstag, 25. September 2007

Devisenanalyse (EUR/USD)

EUR/USD

Wegen der Bulle Tendenz bleiben wie zuvor die historischen Maxima im Bereich von $1.4130. Im Fall ihrer Überwindung kann der Ansiteg weiter zum Bereich von $1.4163. Die Tagescharts scheinen in der Überkaufszone, aber Stundencharts befinden sich immer niederhalb der jüngsten Kehrwendung. Die Prognose schient konstruktiv, während das Währungspaar oberhalb des 5-täglichen Moving Average auf dem Niveau von $1.4060 handelt.

Widerstände und Unterstützungen

4: $1.4231 Widerstandslinie von Okt.1998
3: $1.4207 100% Projektion von $1.3553/1.3930
2: $1.4163 Widerstand vom 15.Aug., obere Linie der Bollinger Bänder
1: $1.4130 historisches Maximum vom 24.Sep.
- $1.4091 (EUR/USD: 12:38)
1: $1.4060 5-täglicher Moving Average
2: $1.4015 38.2% Fibonacci Retracement von $1.3830-$1.4129
3: $1.3930/45 Schwache Unterstützungslinie
4: $1.3852 Juli-Hoch

EUR/GBP

Die positive Stimmung vor dem Währungspaar bleibt und die Bulle streben jetzt nach der Testierung der jüngsten Maxima im Bereich von stg.0.7020, dessen Durchbruch dem Währungspaar den Weg zu stg.0.7060 öffnen soll, wo die Konsolidation erwartungsvoll sei.

Widerstände und Unterstützungen

4: stg0.7128 Maximum von Okt.2003
3: stg0.7107 Tageshoch vom 29.Dez.2004
2: stg0.7060 50.0% Fibonacci Retracement von Stg0.8736 - Stg0.5684
1: stg0.7020 Tages- und Monathoch vom 21.Sep.und Apr.2006
Stg0.7001 (EUR/GBP: 14:02 UTC)
1: stg0.6985 50.0% Fibonacci Retracement von Stg0.7014 - Stg0.6953 und 5-täglicher Moving Average
2: stg0.6954 23.6% Fibonacci Retracement von stg0.6739
3: stg0.6932 Tageshoch vom 19.Sep.
4: stg0.6913 Korrektionsbereich bei der Fibonacci Retracement - 38.2%

DEVISEN/Euro vor ifo und US-Daten weiter unter 1,41 USD

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro wird am Dienstag während des Übergangs aus dem asiatisch in den europäisch geprägten Handel weiterhin knapp unter 1,41 USD gehandelt. Mit 1,4080 USD notiert er gegen 7.30 Uhr fast unverändert zum Niveau vom Montagabend. Händler sprechen von einer Konsolidierung, nachdem der Euro am Montag im Nachmittagsgeschäft wieder unter 1,41 USD zurückgefallen war. Der Markt warte nun auf einen Kranz neuer Konjunkturdaten, so den ifo-Index in Deutschland, das US-Verbrauchervertrauen und Daten zum Verkauf gebrauchter Häuser in den USA.


Mit der Konsolidierung sammle der Euro Kraft für einen neuen Aufwärtsschub, der ihn dann Richtung 1,44 bis 1,45 USD treiben könnte, geben sich Händler zuversichtlich. Bei einem Bruch der Marke von 1,4050 USD könnte sich die Konsolidierung allerdings ausdehnen Richtung 1,3945 USD. Das nächste Kaufsignal entstehe bei einem neuen Hoch über 1,4131 USD.

Die Feinunze Gold notiert bei 728,95 USD nach einem Londoner Nachmittag-Fixing von 730,00 USD am Montag.

Montag, 24. September 2007

DEVISEN/Euro startet knapp unter Allzeithoch in den Handel

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro startet mit 1,4102 USD knapp unterhalb seines gegenüber dem Dollar gebildeten Allzeithochs in den europäisch dominierten Handel. "Momentan wird der Euro noch etwas hektisch gehandelt" sagt ein Marktteilnehmer mit Blick auf den Feiertag "Herbstanfang" in Tokio. Die Bücher seien noch recht dünn, daher stiege die Volatilität in den ersten Handelsminuten deutlich an. Er gehe allerdings nicht davon aus, dass der Euro gleich einen Durchmarsch auf neue Hochs starte. "Nach der zuletzt gesehenen Stärke werden wir erst einmal ein Durchatmen sehen" so seine Einschätzung.





Zum Wochenstart stehen nur wenige Impulsgeber von der Konjunkturseite auf der Agenda. Am Nachmittag wird der Chicago Fed National Activity Index veröffentlicht. Aus Europa wird der für Dienstagvormittag anstehende ifo Geschäftsklimaindex als wichtig für den Handel im Euro eingestuft. Eine gute Unterstützung im Euro wird bei 1,3950 USD gesehen, nach oben bildet die Marke bei 1,4122 USD den ersten charttechnischen Widerstand.

Die Feinunze Gold wird am Morgen mit 734,60 USD gehandelt nach einem Nachmittagfixing in London von 735,35 USD am Freitag.

Freitag, 21. September 2007

Devisenanalyse (EUR/USD, GBP/USD, USD/JPY)

EUR/USD

Das Währungskursbild von EUR/USD bleibt wir zuvor: Bull-Trend in Kraft. Aber wegen der Überkauf im Tageschart und vor dem Wochenende ist die Take-Profit möglich. Einige Widerstandslinien sind testiert und die Maximumbereiche sind schwach. Das Währungspaar kann auf den Widerstand von $1.4120 und $1.4207 stoßen. Die Unterstützung liegt im Bereich von $1.3995.

4: $1.4231 Widerstandslinie vom Okt.1998
3: $1.4207 100% Projektion von $1.3553/1.3930
2: $1.4120 Widerstandslinie vom 15.Aug.
1: $1.4099 Historisches Maximum vom 20.Sep. und die obere Linie der Bollinger Bänder
- $1.4092 (EUR/USD: 09:11)
1: $1.3995 5-täglicher Moving Average
2: $1.3916/30 Schwache Unterstützungslinie
3: $1.3852 Monathoch im Juli
4: $1.3830 Tageshoch vom 18.Sep.


GBP/USD

Den Anstieg vom Währungspaar GBP/USD hindert immer noch der 21-täglicher Moving Average, der zur Zet im Bereich von $2.0160 liegt. Der jüngste Versuch zur Kräftigung ist durch die Indikatoren im Tageschart nicht unterstützt, die von jetzt an neutral scheint und auf den möglichen Wiederaufbau hinweist. Die erste Unterstützung soll der Moving Average im Beriech von $2.0060 leisten.

4: $2.0309 Widerstandslinie vom 24.Juli
3: $2.0213 55-täglicher Moving Average
2: $2.0172/80 Tageschoch vom 19.Sep. und 61.8% Fibonacci Retracement vom Bereich von $2.0365
1: $2.0160 21-täglicher Moving Average
- $2.0105 (GBP/USD: 09:18)
1: $2.0060 5-täglicher und 100-täglicher Moving Average
2: $1.9930 Die niedrige Linie der Bollinger Bänder
3: $1.9880 Tageshoch vom 18.Sep.
4: $1.9846 200-täglicher Moving Average


USD/JPY

Die Indikatoren in den Tagescharts sind neutral: das Währungspaar konsolidiert sich nach dem jüngsten Anstieg. Bulle-Divergenz im Indikator des Tages-Momentums weist auf die nochmalige Testierung vom Beriech der Fibonacci Retracemet von Y116.41, aber die Notirungsdynamik im Donnerstag und die Trend können die Bewegung zur Unterstützungslinie von Y113.28 auslösen.

4: Y117.09 Tageshoch vom 23.Aug.
3: Y116.37/60 Tageshoch von 18.Sep. und 31.Aug.; 38.2% Fibonacci von Y124.14
2: Y116.17/23 Widerstandslinie von 9.Juli und 23.Aug.
1: Y115.13/30 21-täglicher und 5-täglicher Moving Average
- Y114.84 (09:40)
1: Y114.54 Tenkan-Linie beim Ichimoku
2: Y114.36 Kijun-Linie beim Ichimoku
3: Y113.98/03 Tagestief vom 20.Sep., 61.8% Fibonacci von Y112.60
4: Y113.28 Unterstützungslinie-Maxima von 17.Aug. und 7.Sep.

DEVISEN/"Fluchtwährung" Euro steigt weiter - 1,41 USD im Blick

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro hat am Donnerstagnachmittag abermals neue Hochs im Vergleich zum Dollar markiert und rückt auf die 1,41 USD zu. Auch gegenüber anderen Währungen neigt die Gemeinschaftswährung zum Muskelspiel. Ein Devisenhändler spricht daher vom Euro als der "Fluchtwährung Nummer eins". "Mit der Krise der Hypothekenmärkte in den USA und Großbritannien fallen der Dollar und das Pfund als Anlagewährungen derzeit aus", stellt der Marktteilnehmer fest. Der Yen leide tendenziell unter der wieder gestiegenen Risikoneigung, die Zinsdifferenzgeschäfte begünstige. Diese so genannten Carry Trades belasten die japanische Währung. Mit Blick auf die großen Devisen werde also der Euro zunehmend zum Favoriten der Investoren.

Der Dollar leide indes darunter, dass die Notenbank Saudi-Arabiens die Zinsen nicht gesenkt hat und damit den Vorgaben der US-Notenbank nicht gefolgt ist. In der Vergangenheit war die Bank stets den Zinsschritten der Federal Reserve gefolgt. Zudem gebe es Medienberichte, denen zufolge Saudi-Arabien die Abkoppelung des Rial vom Dollar erwägt. In diesem Fall könnten vor allem Investoren aus dem Nahen Osten Dollar-Verkäufe beschleunigen und ihre Währungen stärker an den Euro binden. Allerdings zweifeln Experten an, dass es zu einem Massenexodus aus den US-Anleihemärkten kommen wird. Zudem seien Asien und Russland in Hinblick auf die Dollar-Reserven von größerer Bedeutung als der Mittlere Osten.

Als belastend für den Dollar werden auch die Äußerungen von Fed-Chairman Ben Bernanke und US-Finanzminister Henry Paulson gewertet. Paulson sprach von einem leichten Rücksetzer des US-Wirtschaftswachstums, während Bernanke in seiner Rede vor dem Bankenausschuss des US-Repräsentantenhaus davon ausging, dass der US- Immobilienmarkt unter Druck bleiben dürfte und die wirtschaftlichen Aussichten für die USA sich verbessert hätten. Dies zeige, dass die US-Notenbank notfalls zu weiteren Zinssenkungen bereit sei.

Die technische Lage des Euro ist laut Jürgen Meyer von der Landesbank Baden-Württemberg eindeutig. "Der Aufwärtstrend des Euro ist ungebrochen und kann in den kommenden Tagen noch immer bis zur Zone um 1,44/45 USD führen", meint der Analyst. Eine Unterstützung auf kurze Sicht liege bei 1,3920 USD.

Die Feinunze Gold ist am Vormittag in London mit 727,75 USD festgestellt worden, zum Nachmittag-Fixing dann mit 734,50 USD.

Donnerstag, 20. September 2007

Devisenanalyse (20.09.2007)

Die Analysten von Barclays Capital schätzten, die absteigende Bewegung des Währungspaares GBP/JPY von der Maxima im Juli kommt zu Ende. Der Intraday-Impuls wird positiv bleiben, solang die Cross Rate oberhalb des Bereiches von Y160.45 handelt. Aber die Bank trägt immer noch Bedenken vor dem laufenden Rally und wartet auf das Signal für den Verkauf, denn sie prognostiziert kleine Anstieg des Crosses. Im Hinsicht auf das Währungspaar EUR/GBP schätzt Royal Bank of Scotland, wegen der Nahe des Bereiches von stg.0.7020 sei nicht auszuschließen die Korrektur und Konsolidierung. Die Bank bestimmt die Spanne der Konsolidierung zwischen stg.0.7020 und stg.0.6920. Danach vermuten die Experten, der Pfung werde auf das Bereich von stg.0.7105 und stg.0.7255 wieder ansteigen.

GBP/USD
Widerstände. $2.0115/20 - $2.0170/75 - $2.0180 - $2.0317
Unterstützungen: $1.9974 - $1.9951 - $1.9920 - $1.9900/80 - $1.9830

USD/JPY
Widerstände: Y115.50/75 - Y116.09 - Y116.37 - Y116.40/55 - Y117.09
Unterstützungen: Y115.00 - Y114.92 - Y114.80 - Y114.62/48 - Y114.10/00

EUR/USD
Widerstände: $1.4066 - $1.4100 - $1.4150 - $1.4207 - $1.4554
Unterstützungen: $1.3990 - $1.3960 - $1.3936 - $1.3930





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DEVISEN/Euro vor Bernanke-Anhörung unter 1,40 USD seitwärts

FRANKFURT (Dow Jones)--Im frühen europäischen Devisengeschäft bewegt sich der Euro zum Dollar weiterhin unter 1,40 USD seitwärts. "Euro-Käufer sind spätestens bei Kursen um 1,3950 USD zu beobachten", berichtet ein Händler. Andererseits sei die Gemeinschaftswährung auf dem Weg nach oben weiterhin bei 1,40 USD "gedeckelt". Aktuell wechselt der Euro mit 1,3972 USD den Besitzer. Zum
Yen haben der Dollar und der Euro leicht nachgegeben. Den weiteren Fortgang dürften am Nachmittag die Aussagen von Fed-Chairman Ben Bernanke und Finanzminister Henry Paulson zum Thema "Subprime-Krise und ihre Lösung" vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses bestimmen. Zudem werden in den USA wöchentliche Arbeitsmarktdaten und der Philadelphia-Fed-Index im September veröffentlicht.

Das Pfund Sterling, das zuletzt zum Euro stark unter Druck gekommen war, könnten im Verlauf des Vormittags die britischen Einzelhandelsumsätze im August beeinflussen. Die technische Lage des Euro ist laut einem Analysten weiter freundlich. "Der Aufwärtstrend des Euro ist ungebrochen und kann in den kommenden Tagen noch immer bis zur Zone um 1,44/45 USD führen", meint der Analyst. Eine Unterstützung auf kurze Sicht liege bei 1,3920 USD, ein nächster Widerstand bei 1,4005 USD.

Die Feinunze Gold wird im frühen Londoner Handel mit 722,60 USD gepreist nach einem Nachmittags-Fixing von 725,15 USD am Mittwoch.

DEVISEN/Euro steigt über 1,40 USD

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro ist am Donnerstagmorgen über die Marke von 1, 40 USD gestiegen. Bei 1,4039 USD hat die Gemeinschaftswährung ein Rekordhoch erreicht. Ein Frankfurter Händler spricht vom Euro als der "Fluchtwährung Nummer eins". "Mit der Krise der Hypothekenmärkte in den USA und Großbritannien fallen der Dollar und das Pfund als Anlagewährungen derzeit aus", stellt ein anderer Händler fest. Der Yen leide tendenziell unter der wieder gestiegenen Risikoneigung, die Zinsdifferenzgeschäfte begünstige. Diese so genannten Carry Trades belasten die japanische Währung. Mit Blick auf die großen Devisen werde also der Euro zunehmend zum Favoriten der Investoren.





Aus technischer Sicht könne der Euro kurzfristig bis auf 1,41 USD steigen, prognostiziert ein Devisenanalyst. Der Dollar-Index, der die US-Währung gegen sechs große Devisen abbildet, sei von seinem Allzeitteif noch etwa 1% entfernt. "Rechnet man dieses eine Prozent auf den Euro/Dollar drauf, ist man bei etwa 1, 41 USD", sagt der Analyst.

Mittwoch, 19. September 2007

ZEW-Index sinkt unerwartet deutlich

Mannheim (BoerseGo.de) - Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im September überraschend deutlich eingebrochen. Der Indikator liegt nun bei -18,1 Punkten nach -6,9 Punkten im August. Die Volkswirte hatte im Vorfeld nur mit einem Rückgang auf -17,0 Zähler gerechnet. Zudem liegt der ZEW-Index jetzt noch deutlicher unter seinem historischen Mittelwert von 32,4 Punkten. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage hat sich im September ebenfalls verschlechtert. Der entsprechende Indikator sank um 5,8 Punkte auf 74,4 Punkte.

Der zweite deutliche Rückgang der ZEW-Konjunkturerwartungen seit dem Ausbruch der Subprime-Krise zeige, dass die befragten Experten ein Übergreifen der Krise auf die deutsche Konjunktur nicht für ausgeschlossen halten. Insbesondere die Erwartung eines Wachstumseinbruchs in den USA dürfte die Exportaussichten deutscher Unternehmen mindern, so das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung. Zudem betrachteten die Marktauguren den Abwertungstrend des US-Dollars gegenüber dem Euro mit Sorge.

"Neben den fundamentalen Daten für Deutschland, die nach wie vor gut sind, könnten Besorgnisse der Kapitalanleger das Konjunkturklima eintrüben. Die erhöhte Unsicherheit und der durch die Krise ausgelöste Vertrauensverlust kann sich negativ auf die Konjunkturdynamik auswirken," kommentiert ZEW-Präsident Wolfgang Franz.

Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone haben sich im September ebenfalls vermindert. Der Euro-Indikator sank um 14,2 Punkte gegenüber dem Vormonat und liegt nun bei -20,3 Punkten. Hier hatten die Ökonomen im Vorfeld mit -15,0 Punkten gerechnet. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum nahm im September um 7,5 Punkte ab und steht nun bei 65,6 Punkten.

DEVISEN/Euro startet mit Allzeit-Hoch nach US-Zinssenkung

FRANKFURT (Dow Jones)--Mit einem neuen Allzeit-Hoch zum US-Dollar startet der Euro am Mittwoch in den europäisch dominierten Handel. Die Zinssenkung der US-Notenbank hatte den Dollar kräftig unter Druck gebracht. "Sowohl Zinsdifferenzen als auch die bessere Wachstumsaussicht in Europa sprechen für den Euro", sagt ein Händler. Die Gemeinschaftswährung dürfte noch am Mittwoch versuchen, die "magische Marke" von 1,40 USD zu überschreiten. Die US-Notenbank hatte die Leitzinsen vor dem Hintergrund der angespannten Lage an den Finanzmärkten und eingetrübter Wachstumsaussichten wieder gesenkt. Der Offenmarktausschuss (FOMC) der Federal Reserve Bank nahm den Zielsatz für Tagesgeld (Fed Funds) um 50 Basispunkte auf 4,75% zurück. Zudem reduzierte das FOMC den Diskontsatz, zu dem Banken bei der Fed Geld leihen können, ebenfalls um 50 Basispunkte auf 5,25%. Diesen Satz hatte die Fed wegen der Verzerrungen am Interbankengeldmarkt bereits am 17. August um 50 Basispunkte auf 5,75% gesenkt. Die Zinsentscheidung fiel einstimmig. Zuletzt hatte die Fed ihren Tagesgeldzielsatz am 25. Juni 2003 um 25 Basispunkte gesenkt.

Die Feinunze Gold ist am Mittwoch mit 724,60 USD in den Handel gestartet nach einem Nachmittagsfixing am Dienstag in London von 714,75 USD.

Dienstag, 18. September 2007

DEVISEN/Stillstand vor Fed-Sitzung - Erwartungen gespalten

FRANKFURT (Dow Jones)--Vor der Sitzung der US-Notenbank ist der Devisenhandel am Dienstagmorgen nahezu zum Erliegen gekommen, wie ein Händler aus dem frühen europäischen Geschäft berichtet. "Euro/Dollar bewegt sich schon seit Montagnachmittag kaum noch von der Stelle", sagt der Händler. Wenn man partout eine Bewegung ausmachen wolle, so könne man "mit viel Fantasie" von einer zaghaften Aufwertung des Yen gegen Dollar und Euro sprechen. Der Euro pendelt um 1,3860 USD, die Tagesspanne fällt mit 1,3855 bis 1,3884 USD eng aus. Der Greenback hat zum Yen auf 114,90 JPY nachgegeben von 115,18 JPY im späten US-Devisenhandel. Die Gemeinschaftswährung hat zum Yen auf 159,32 JPY abgewertet von 159,70 in New York am Vorabend.





"Die Erwartungen bezüglich der Zinsentscheidung in den USA sind so gespalten wie schon lange nicht mehr", stellt der Händler fest. Allenthalben würden die Pros und Kontras einer "großen" Zinssenkung um 50 Basispunkte auf 4,75% (bp) und einer "kleinen" um 25 bp auf 5,00% diskutiert. Die Citigroup stellt fest, dass am US-Geldmarkt aktuell eine Zinssenkung um 35 bp eingepreist sei. Der kleine Schritt sei also komplett eingepreist, während der große Schritt mit einer Wahrscheinlichkeit von 40% eskomptiert sei. "Das bedeutet, dass das Gravitationszentrum der Markterwartungen eine etwas stärkere Reaktion der Federal Reserve auf die andauernde Finanzmarktkrise favorisiert als eine Zinssenkung um 25 Basispunkte", heißt es in einem Kommentar. Aus technischer Sicht rechnet die Landesbank Baden-Württemberg unverändert mit einer Top-Bildung des Euro zum Dollar. Ein Schlusskurs unter 1,3850 USD sei ein Signal für eine Abschwächung des Euro. Nach oben reiche das Potenzial bis zu 1,3980/1,4005 USD.

Die Feinunze Gold wird am Morgen in London mit 717,20 USD bezahlt nach einem Nachmittagsfixing von 719,00.

Montag, 17. September 2007

USD/JPY - Rätselraten um US-Zinsschritt

Nachdem der ehemalige US-Notenbankchef Alan Greenspan darauf hinwies, dass der Spielraum der US-Notenbank aufgrund der bestehenden Inflationsgefahren begrenzt sei, äußerte sich die Barclays Capital in vergleichbarer Art und Weise. Als Hindernisfaktor für Leitzinssenkungen wurden jedoch nicht Inflationsgefahren sondern das Leistungsbilanzdefizit angeführt. Die US-Notenbank habe noch nie zu Zeiten der Abhängigkeit vom Zufluss ausländischen Kapitals einen längeren Zinssenkungszyklus eingeleitet, so die Aussage. Niedrigere Zinsen würden die Attraktivität des US-Anlageraums verringern. Bis morgen dürfte damit ungewiss bleiben, ob die US-Notenbank den Leitzins um 25 Basispunkte oder 50 Basispunkte senkt. Möglicherweise könnte auch eine weitere Senkung des Diskontsatzes ins Haus stehen, um die Refinanzierungsmöglichkeiten der Kreditinstitute zu verbessern. Von der Entscheidung wird abhängen, ob der am 9. Juli etablierte Abwärtstrend bei USD/JPY, der derzeit bei rund 115,00 verläuft, intakt bleibt oder überwunden wird. Eine Senkung um 50 Basispunkte würde für eine Fortsetzung des Abwärtstrends sprechen. USD/JPY notiert um 13:15 Uhr UTC bei 114,98 und ringt mit der beschriebenen Abwärtsbewegung. Sollte USD/JPY den Bereich von 115,50 überschreiten, sollte eine weitergehende Erholung einsetzten. Für diesen Fall würde es sich anbieten Stopp-Buy-Orders zu platzieren. Die nächste Unterstützung liegt bei 114,66.

DEVISEN/Euro vor US-Zinsentscheidung wenig verändert zum Dollar

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro präsentiert sich zu Wochenbeginn nur wenig verändert zum Dollar. Händler stellen sich auf ein ereignisloses Geschäft vor der Leitzinsentscheidung der Federal Reserve am Dienstag ein. Eine Leitzinssenkung durch die US-Notenbank gilt dabei als ausgemachte Sache. Die Frage ist, ob die Fed um 25 Basispunkte oder gleich um 50 Basispunkte die Zinsen senken wird. Die US-Konjunkturdaten vom vergangenen Freitag haben hier keine entscheidenden Hinweise liefern können. Beobachter halten es für möglich, dass die Fed bis Jahresende gleich eine ganze Reihe von Zinssenkungen durchführen wird, um die durch die Subprime-Krise geschwächte US-Wirtschaft zu stützen.





Derweil hat der ehemalige Chairman der Fed, Alan Greenspan, darauf hingewiesen, dass der Spielraum der Notenbank aufgrund der bestehenden Inflationsgefahren begrenzt sei. Barclays Capital weist zudem auf das US- Leistungsbilanzdefizit als Hindernisfaktor für Leitzinssenkungen hin. Die Fed habe noch niemals in ihrer Geschichte zu Zeiten der Abhängigkeit vom Zufluss ausländischen Kapitals einen längeren Zinssenkungszyklus eingeleitet, heißt es. Am Montag könnte auf Konkunkturseite einzig die Bekanntgabe des Empire State Manufacturing Index September für Bewegung sorgen.

Charttechnisch geht es für den Euro nach oben um die Marke von 1,3900 USD. Diese Marke wurde in der vergangenen Woche bereits mehrfach überwunden. Gewinnmitnahmen und Repatriierungen in den Dollarraum in dem unsicheren Umfeld drückten den Euro dann aber wieder unter die psychologisch wichtige Marke. Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 710,60 USD nach einem Nachmittagsfixing in London am Freitag mit 716,35 USD.