Mittwoch, 14. November 2007

EUR/USD: Kommt jetzt die Trendwende?

Noch in der vergangenen Woche erlebte der US-Dollar einen regelrechten Ausverkauf. Auslöser des Kursrutsches waren Ankündigungen der chinesischen Regierung, ihre Währungsreserven verstärkt von Dollars in andere Währungen umschichten zu wollen. Der Chef der US-Notenbank Bernanke verstärkte dann den Abwärtsdruck auf den Dollar noch, indem er in einer Rede vor dem Kongress die Wachstrumsrisiken für die US-Wirtschaft betonte.

US-Wirtschaft kommt ins Taumeln
Tatsächlich verdichten sich in den USA die Anzeichen für ein Überschwappen der Immobilienkrise auf andere Bereiche der Wirtschaft. Der Konsumklimaindex der Uni Michigan fiel im November überraschend stark auf 75,0 Punkte. Damit ist die Stimmung so schlecht wie zuletzt 2005 nach dem Hurrikan Katrina. Um tiefere Indexwerte zu finden, muss man bis ins Jahr 1992 zurückblicken. Ein so mieses Konsumklima dürfte Auswirken auf das Kaufverhalten der Verbraucher und auf die Konjunktur insgesamt haben. Zudem berichten die US-Unternehmen über eine nachlassende Investitionstätigkeit. Der führende Netzwerkausrüster Cisco Systems meldete einen „dramatischen“ Einbruch der Umsätze mit Unternehmen der Finanz- und Automobilbranche. Der Kurseinbruch an der Wall Street am Freitag tat ein Übriges, um den Dollar unter Druck zu setzen.

EUR/USD: Korrektur oder Wende
Die steigende Risikoaversion der Anleger führte aber zu Wochenbeginn zu einer Umkehr der Kapitalströme. Der US-Dollar war plötzlich wieder gefragt, da immer mehr Anleger aus den USA ihre Investitionen im Ausland auflösen und ihr Vermögen repatriieren. Die aktuelle Schwäche des Dollars ist dafür eine gute Gelegenheit – vorausgesetzt man geht davon aus, dass sich der Kursverfall des Greenbacks nicht fortsetzt. Charttechnisch könnte der starke Kursrückgang bei EUR/USD nach dem Erreichen der Marke von 1,4750 USD der Beginn einer Trendwende sein. Lesen Sie im Devisen-Trader, ob nun allem Gerede über den Dollar-Verfall zum Trotz die Zeit für eine Short-POstion auf EUR/USD gekommen ist.


Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht

DJ DEVISEN/Euro legt zu - Gewinnmitnahmen im Yen

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach dem kleinen Schwächeanfall zum Wochenstart zeigt der Euro am Mittwoch im frühen Handel erneut Stärke. Die Marke von 1,46 USD konnte eindrucksvoll herausgenommen werden, die europäische Gemeinschaftswährung notiert am Morgen bei 1,4660 USD. Auch die Entwicklung im Dollar/Yen ist beeindruckend. Nachdem der Yen zum Wochenstart gegenüber dem Dollar auf 109,11 USD/JPY zugelegt hat, notiert das Währungspaar nun wieder deutlich oberhalb von 111 USD/JPY. Die Gewinnmitnahmen im Yen wurden nach Aussage aus dem Handel unter anderem durch die Beruhigung an den Aktienmärkten ausgelöst.

Am Nachmittag stehen aus den USA wichtige Daten auf der Agenda, mit denen die Karten neu gemischt werden dürften. Nach dem kräftigen Anstieg im Vormonat dürften die Umsätze im US-Einzelhandel im Oktober nur einen mäßigen Zuwachs verzeichnet haben. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte rechnen mit einem Anstieg der Umsätze gegenüber September von 0,2%. Bei den Erzeugerpreisen wird ex Nahrung und Energie mit einem Anstieg um 0,2% gegenüber dem Vormonat gerechnet.

Die Feinunze Gold wird im frühen Londoner Handel mit 806,50 USD gehandelt nach einem Nachmittags-Fixing von 804,25 USD am Dienstag.