Montag, 13. August 2007

DEVISEN/Dollar und Euro machen zum Yen Boden gut

FRANKFURT (Dow Jones)--Die erneuten Liquiditätsspritzen der US-Notenbank (Fed) vom Freitag für den im Zuge der US-Hypothekenkrise angespannten Geldmarkt geben dem Dollar am Montag Auftrieb, nachdem die US-Währung zuvor wegen der Auswüchse der Kreditmarkt-Krise unter Druck geraten war. Der Dollar liegt im frühen europäischen Devisengeschäft über der Marke von 118 JPY. Der Euro wechselt zum Yen knapp über 162 JPY den Besitzer. Den Rückgang des Yen führen Händler darauf zurück, dass die japanische Notenbank wegen des Liquiditätsengpasses auf den Kreditmärkten bei ihrer nächsten Sitzung voraussichtlich nicht die Zinsen anheben wird. Die japanische Notenbank hat am Montag - ebenso wie die US-Notenbank am Freitag - dem Kapitalmarkt zur Beruhigung wiederholt eine Sonderliquidität zugeführt.

Ihren Blick richten Anleger im Tagesverlauf auf die aus den USA anstehenden Konjunkturdaten. Veröffentlicht werden die Umsätze im Einzelhandel für Juli. Marktbeobachter erwarten nach dem deutlichen Rückgang im Vormonat ein moderates Plus. Die Feinunze Gold wird im frühen Londoner Handel mit 670,05 USD bezahlt nach einem Nachmittags-Fixing am Freitag von 668,50 USD.

Freitag, 10. August 2007

DEVISEN/Yen profitiert vom abnehmenden Risikohunger

FRANKFURT (Dow Jones)--Die weltweit sinkende Risikobereitschaft der Investoren hinterlässt am Freitag immer tiefere Spuren an den internationalen Devisenmärkten. Profiteure der Entwicklung sind der Yen und der Schweizer Franken. Die japanische Währung setzt am Freitagmorgen ihre starke Aufwertung zu Dollar und Euro fort. Der Dollar ist im frühen europäischen Devisengeschäft unter 118 JPY gefallen, nachdem er am Vortag noch knapp unter 120 JPY handelte. Der Euro wechselt zum Yen knapp über 161 JPY den Besitzer. Am Donnerstag wurde die Gemeinschaftswährung im Hoch noch mit mehr als 165 JPY bezahlt. Da der Euro zum Yen stärker nachgibt als der Dollar zum Yen, verliert der Euro auch zum Dollar zunehmend an Boden.


"Anleger lösen angesichts der wachsenden Risiken mit steigender Tendenz ihre Carry-Trades auf", sagt ein Händler. Die Sorge, Ausfälle an den globalen Kreditmärkten könnten die Finanzsysteme und die Konjunktur stärker als bislang erwartet belasten, hat die Aktienkurse weltweit auf Talfahrt geschickt. Bei den Carry Trades genannten Zinsdifferenzgeschäften verschulden sich Investoren in niedrig verzinsten Währungen wie dem Yen und legen diese Mittel in höher verzinste Währungen wie dem US-Dollar oder dem neuseeländischen und australischen Dollar an. Die Auflösung dieser Strategie stützt nun Währungen wie Yen und Franken. "Die Aktionen nehmen immer mehr panikartige Züge an", berichtet ein asiatischer Händler.

Die raschen, starken Kursbewegungen machten das Devisengeschäft immer schwieriger und unübersichtlicher. Gleichzeitig werden an den mit dem Devisenhandel eng verbundenen lokalen Geldmärkten, wo sich Investoren kurzfristig mit Liquidität versorgen, die Mittel knapp. Die Notenbanken von Japan und Australien sowie die Währungsbehörde in Singapur haben zusätzliche Liquidität zur Verfügung gestellt.

Aus technischer Sicht befindet sich der Euro zum Dollar wieder im Abwärtstrend, wie die Landesbank Baden-Württemberg anmerkt. Die nächste Unterstützung liege bei 1,3610 USD. Erst ein Anstieg über 1,3750 USD würde hingegen den Euro aus technischer Sicht stabilisieren.

Die Feinunze Gold wird im frühen Londoner Handel mit 662,90 USD bezahlt nach einem Nachmittags-Fixing am Donnerstag von 664,80 USD.

Donnerstag, 9. August 2007

DEVISEN/Euro handelt um das Niveau von 1,38 USD

FRANKFURT (Dow Jones)--Wenig verändert weiter um das Niveau von 1,38 USD präsentiert sich der Euro beim Übergang in den europäisch geprägten Handel am Donnerstagmorgen. Teilnehmer stellen sich auf ein ruhiges Geschäft ein. Wichtige Konjunkturdaten stehen kaum auf der Agenda. Am Nachmittag werden lediglich die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bekannt gegeben. Die jüngste Erholungs-Rally an den Aktienmärkten habe den Euro gestützt, heißt es im Handel. Mit der Erholung sei auch die Risikoaversion der jüngsten Vergangenheit wieder gesunken, die den Dollar als "sicheren Hafen" gestützt hatte. Das zeige sich auch im Yen, in dem langsam wieder erste neue Carry-Trades aufgebaut würden, heißt es.

Am Vortag hatten negative US-Fundamentaldaten den Euro gestützt und auch die Aussagen der US-Notenbank den Dollar weiter belastet. "Die Fed hatte zum ersten Mal gesagt, dass sie nun auch Wachstumsrisiken für die US-Wirtschaft sieht", so ein Händler. Daher betrachte der Markt nun den aktuellen Leitzinssatz von 5,25% als oberen Deckel. Da die Wirtschaft im Euroraum weiter wachse, spreche nun das Zinsdifferential klar für die Eurowährung. Charttechnisch liegt um das Allzeithoch bei 1,3853 USD der nächste entscheidende Widerstand für den Euro. Unterstützungen sind bei 1,3750 sowie 1,3610 USD auszumachen.

Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 673,90 USD nach einem Londoner Nachmittagsfixing am Mittwoch bei 675,50 USD.

Mittwoch, 8. August 2007

Devisenanalyse

EUR/USD - Übertriebene Zinssenkungsfantasien enttäuscht

EUR/USD notiert um 10:20 Uhr CET bei 1,3744 und damit 10 Pips unter dem Schlusskurs von Dienstag. Gestern wurden die zu weit fortgeschrittenen Zinssenkungsfantasien von jenen Marktteilnehmern enttäuscht, die bis zu zwei Zinssenkungen in den USA im laufenden Jahr erwarteten. So war eines der weltweit führenden Finanzdienstleistungsunternehmen und zu den bedeutendsten globalen Investmentbanken zählen Häusern noch zuletzt von bis zu zwei Zinssenkungen bis Ende des Jahres ausgegangen. Die US-Notenbank wies gestern besonders auf die Inflationsgefahren hin, die höher gewichtet wurden als die Risiken einer konjunkturellen Abschwächung. Wie Händler berichteten, könnte sich der Abwärtstrend von gestern am Mittwoch fortsetzen, da die Zinsen in den USA nun doch langsamer gesenkt werden könnten als zum Teil erwartet. Der nächste Widerstand liegt bei 1,3759. Die nächste Unterstützung findet das Währungspaar bei 1,3720. Ein Unterschreiten würde Abwärtspotenzial bis 1,3680 eröffnen.


EUR/GBP - Mögliche Leitzinserhöhung auf 6,00% angedeutet

Der Inflationsreport der Bank of England deutet an, dass eine weitere Leitzinserhöhung in Großbritannien von derzeit 5,75% auf 6,00% erforderlich sein könnte, um das Inflationsziel für das Jahr 2009 zu erreichen. Eine Leitzinserhöhung im ersten Quartal 2008 könnte sich als zu spät erweisen, um das Inflationsziel zu erreichen. Zwar seien die Inflationsrisiken auf der Oberseite etwas zurückgegangen, dennoch sei das Inflationsziel möglicherweise nur über eine weitere Anhebung des Zinssatzes zu erreichen. Das Wirtschaftswachstum werde etwas geringer ausfallen als zuletzt prognostiziert. Um 11:50 Uhr CET notiert EUR/GBP und gibt infolge der Hinweise auf einemögliche weitere Zinserhöhung auf der Insel etwas nach. Die nächsten Unterstützungen liegen bei 0,6789 sowie 0,6780.


GBP/USD - Möglicherweise letzter Zinsschritt

Der Inflationsreport der Bank of England deutet an, dass der Zinserhöhungszyklus in Großbritannien bei 6,00% ihren Abschluss finden könnte. Wie Händler berichteten, sei der Markt auf eine mögliche weitere Anhebung vorbereitet worden, jedoch hätten einzelne Marktteilnehmer ein noch zinsbullischeres Statement erwartet. Das Statement, dass sich eine Leitzinserhöhung im ersten Quartal 2008 als zu spät erweisen könnte, um das Inflationsziel im Jahr 2009 zu erreichen, deutet daraufhin, dass die Zinserhöhung noch dieses Jahr erfolgen könnte. In den nächsten Monaten werde die Entwicklung wachsam beobachtet,um zu beurteilen, ob weitere Maßnahmen zur Erreichung des Inflationsziels von 2,00% erforderlich seien. GBP/USD notiert um 12:15 Uhr CET bei 2,0272 und ist am Mittwoch leicht im Aufwind. Die nächste Unterstützung findet sich bei 2,0157. Der nächste Widerstand liegt bei 2,0277. Ein Überschreiten würde weiteres Aufwärtspotenzial bis 2,0337 eröffnen.



USD/JPY - Weiteres Erholungspotenzial bis 119,66

USD/JPY hat sich nach der Überwindung der Marke von 118,59 (61,8%iges Fibonacci Korrekturniveau der Aufwärtsbewegung von Anfang März bis Mitte Juni) weiteres Erholungspotenzial erschlossen. Derzeit läuft eine typische Pullbackbewegung, die in den letzten drei Tagen zu Kursgewinnen führte. Vergleichbare Erholungen laufen in der Regel bis zum 50%igen Fibonacci Korrekturniveau weiter. Dies liegt bei 119,66. Sollte der Widerstand bei 119,39 überwunden werden, sollte der Kurs noch bis in den Bereich von 119,66 weiter ansteigen, sagte ein Analyst. Um 11:15 Uhr CET notiert USD/JPY bei 119,27.


GBP/JPY - GB: Inflationsausblick unsicherer als üblich

GBP/JPY notiert um 12:30 Uhr CET bei 242,06 und notiert nach dem aktuellen Inflationsbericht der Bank of England damit im Bereich des Tageshochs von 242,17. Die britische Zentralbank stellte eine weitere Zinserhöhung in Aussicht, mit der im laufenden Jahr oder spätestens im nächsten Frühjahr 2008 zu rechnen sei. Dadurch würde sich das Inflationsziel von 2,00% bis zum Jahresende 2008 erreichen lassen, so die Aussage der Zentralbanker. Infolge der Entwicklungen an den Kreditmärkten sei die Unsicherheit über den Inflationsausblick derzeit aber größer als üblich, so dass die Zentralbank die Entwicklung in den nächsten Monaten genau beobachten werde, um zum geeigneten Zeitpunkt die Zinserhöhung vorzunehmen. Auf dem Weg zu weiteren Kurssteigerungen liegt der nächste größere Widerstand für GBP/JPY bei 243,00. Unterstützung findet das Währungspaar bei rund 240,00.

Devisenanalyse

EUR/USD - Übertriebene Zinssenkungsfantasien enttäuscht

EUR/USD notiert um 10:20 Uhr CET bei 1,3744 und damit 10 Pips unter dem Schlusskurs von Dienstag. Gestern wurden die zu weit fortgeschrittenen Zinssenkungsfantasien von jenen Marktteilnehmern enttäuscht, die bis zu zwei Zinssenkungen in den USA im laufenden Jahr erwarteten. So war eines der weltweit führenden Finanzdienstleistungsunternehmen und zu den bedeutendsten globalen Investmentbanken zählen Häusern noch zuletzt von bis zu zwei Zinssenkungen bis Ende des Jahres ausgegangen. Die US-Notenbank wies gestern besonders auf die Inflationsgefahren hin, die höher gewichtet wurden als die Risiken einer konjunkturellen Abschwächung. Wie Händler berichteten, könnte sich der Abwärtstrend von gestern am Mittwoch fortsetzen, da die Zinsen in den USA nun doch langsamer gesenkt werden könnten als zum Teil erwartet. Der nächste Widerstand liegt bei 1,3759. Die nächste Unterstützung findet das Währungspaar bei 1,3720. Ein Unterschreiten würde Abwärtspotenzial bis 1,3680 eröffnen.


EUR/GBP - Mögliche Leitzinserhöhung auf 6,00% angedeutet

Der Inflationsreport der Bank of England deutet an, dass eine weitere Leitzinserhöhung in Großbritannien von derzeit 5,75% auf 6,00% erforderlich sein könnte, um das Inflationsziel für das Jahr 2009 zu erreichen. Eine Leitzinserhöhung im ersten Quartal 2008 könnte sich als zu spät erweisen, um das Inflationsziel zu erreichen. Zwar seien die Inflationsrisiken auf der Oberseite etwas zurückgegangen, dennoch sei das Inflationsziel möglicherweise nur über eine weitere Anhebung des Zinssatzes zu erreichen. Das Wirtschaftswachstum werde etwas geringer ausfallen als zuletzt prognostiziert. Um 11:50 Uhr CET notiert EUR/GBP und gibt infolge der Hinweise auf einemögliche weitere Zinserhöhung auf der Insel etwas nach. Die nächsten Unterstützungen liegen bei 0,6789 sowie 0,6780.


GBP/USD - Möglicherweise letzter Zinsschritt

Der Inflationsreport der Bank of England deutet an, dass der Zinserhöhungszyklus in Großbritannien bei 6,00% ihren Abschluss finden könnte. Wie Händler berichteten, sei der Markt auf eine mögliche weitere Anhebung vorbereitet worden, jedoch hätten einzelne Marktteilnehmer ein noch zinsbullischeres Statement erwartet. Das Statement, dass sich eine Leitzinserhöhung im ersten Quartal 2008 als zu spät erweisen könnte, um das Inflationsziel im Jahr 2009 zu erreichen, deutet daraufhin, dass die Zinserhöhung noch dieses Jahr erfolgen könnte. In den nächsten Monaten werde die Entwicklung wachsam beobachtet,um zu beurteilen, ob weitere Maßnahmen zur Erreichung des Inflationsziels von 2,00% erforderlich seien. GBP/USD notiert um 12:15 Uhr CET bei 2,0272 und ist am Mittwoch leicht im Aufwind. Die nächste Unterstützung findet sich bei 2,0157. Der nächste Widerstand liegt bei 2,0277. Ein Überschreiten würde weiteres Aufwärtspotenzial bis 2,0337 eröffnen.



USD/JPY - Weiteres Erholungspotenzial bis 119,66

USD/JPY hat sich nach der Überwindung der Marke von 118,59 (61,8%iges Fibonacci Korrekturniveau der Aufwärtsbewegung von Anfang März bis Mitte Juni) weiteres Erholungspotenzial erschlossen. Derzeit läuft eine typische Pullbackbewegung, die in den letzten drei Tagen zu Kursgewinnen führte. Vergleichbare Erholungen laufen in der Regel bis zum 50%igen Fibonacci Korrekturniveau weiter. Dies liegt bei 119,66. Sollte der Widerstand bei 119,39 überwunden werden, sollte der Kurs noch bis in den Bereich von 119,66 weiter ansteigen, sagte ein Analyst. Um 11:15 Uhr CET notiert USD/JPY bei 119,27.


GBP/JPY - GB: Inflationsausblick unsicherer als üblich

GBP/JPY notiert um 12:30 Uhr CET bei 242,06 und notiert nach dem aktuellen Inflationsbericht der Bank of England damit im Bereich des Tageshochs von 242,17. Die britische Zentralbank stellte eine weitere Zinserhöhung in Aussicht, mit der im laufenden Jahr oder spätestens im nächsten Frühjahr 2008 zu rechnen sei. Dadurch würde sich das Inflationsziel von 2,00% bis zum Jahresende 2008 erreichen lassen, so die Aussage der Zentralbanker. Infolge der Entwicklungen an den Kreditmärkten sei die Unsicherheit über den Inflationsausblick derzeit aber größer als üblich, so dass die Zentralbank die Entwicklung in den nächsten Monaten genau beobachten werde, um zum geeigneten Zeitpunkt die Zinserhöhung vorzunehmen. Auf dem Weg zu weiteren Kurssteigerungen liegt der nächste größere Widerstand für GBP/JPY bei 243,00. Unterstützung findet das Währungspaar bei rund 240,00.

DEVISEN/Euro nach US-Notenbankaussagen wenig verändert

FRANKFURT (Dow Jones)--Nur wenig verändert zeigt sich der Euro beim Übergang in den europäisch geprägten Handel am Mittwochmorgen. Die Offenmarktsitzung der US-Notenbank (Fed) am Vorabend konnte keine nachhaltigeren Impulse für das Währungspaar setzen. Wie erwartet bestätigte die Notenbank den aktuellen Leitzinssatz von 5,25%. Mit dem im Vorfeld mit großer Spannung erwarteten Begleitkommentar konnte sie dann keine wirklichen Akzente setzen. Die Aussagen haben sich laut Marktteilnehmern im Rahmen der Erwartungen bewegt. Die Finanzmärkte haben sich laut Fed in den vergangenen Wochen zwar volatil entwickelt und die Kreditkonditionen für die privaten Haushalte und Unternehmen haben sich etwas verschärft, dennoch geht sie davon aus, dass die US-Wirtschaft auch in den kommenden Quartalen moderat wächst.





Zugleich hatte die US-Notenbank einmal mehr auf die bestehenden Inflationsrisiken hingewiesen. Die Währungshüter haben damit den Weg zu einer ausgewogeneren Risikoeinschätzung von Inflation und Wachstum und damit zu einer Zinssenkung vielleicht noch in diesem Jahr geebnet, wie Marktexperten konstatieren. Händler stellen sich auf einen weiter volatilen Verlauf an den Devisenmärkten ein. Am Berichtstag stehen allerdings nur wenige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Am Nachmittag werden die US-Lagerbestände und Umsätze im Großhandel Juni bekannt gegeben. Von Dow Jones befragte Analysten rechnen hier mit einem Anstieg von 0,4% gegenüber dem Vormonat. Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 671,45 USD nach einem Nachmittags-Fixing in London bei 668 USD am Dienstagnachmittag.

Dienstag, 7. August 2007

DEVISEN/Euro hält sich oberhalb von 1,38 USD - Warten auf FED

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach einem deutlichen Kursanstieg seit Freitag kann sich der Euro gegenüber dem Dollar zum Wochenauftakt oberhalb der Marke von 1,38 USD etablieren. Es gibt einige Gründe, die für den Euro sprechen, heißt es aus dem Devisenhandel mit Blick auf die Zinsdifferenz. Es werde fest davon ausgegangen, dass die Europäische Zentralbank auf ihrer Sitzung im September die Zinsen anheben wird. Im Gegenzug preisen die Fed-Fund-Futures mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 65% ein, dass die US-Notenbank auf der Sitzung im Oktober die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf dann 5% zurücknehmen wird.

Auf Sicht von gut zwei Monaten verringere sich somit die Zinsdifferenz um 50 Basispunkte - und spreche somit für den Euro. "Vor der Fed-Sitzung ist der Markt eher vorsichtig", erklärt eine Händlerin. Die Zinsentscheidung der US-Notenbank und die begleitenden Aussagen dazu werden am Dienstag um 20.15 Uhr MESZ erwartet. Es werde davon ausgegangen, dass die US-Notenbank das Zinsniveau bestätigen wird. Eine besondere Aufmerksamkeit wird erneut dem begleitenden Kommentar zugesprochen. Für viele Experten ist noch nicht einmal sicher, ob die Federal Reserve in ihrem üblichen Statement zu den gegenwärtigen Entwicklungen an den US-Hypotheken- und übrigen Finanzmärkten explizit Stellung nehmen wird.

Die Feinunze Gold notiert zum Nachmittags-Fixing in London bei 671,50 USD nach einem Vormittag-Fixing bei 674,70 USD an gleicher Stelle.



Montag, 6. August 2007

DEVISEN/Euro profitiert von schwachen US-Daten

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro hat am Freitagnachmittag von schwachen US-Daten profitiert und sich mit einem kräftigen Plus nahe dem Tageshoch aus dem europäischen Handel verabschiedet. Nachdem das Geschäft lange Zeit unspektakulär verlief, kam die erste Dollar-Enttäuschung mit dem Arbeitsmarktbericht. Die Unternehmen in den USA haben im Juli deutlich weniger Stellen geschaffen als erwartet, während sich die Arbeitslosenquote leicht erhöhte. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, stieg die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 92.000, von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Stellenzuwachs um 135.000 erwartet.

Der am späten Nachmittag veröffentlichte ISM Index für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe hat sich im Juli deutlicher eingetrübt als erwartet. Mit 55,8 nach 60,7 Punkten lag er unter den Erwartungen. Der Teilindex für die Beschäftigung hat einen Rückschlag auf 51,7 Punkte verzeichnet, der Index für die Neuaufträge ist spürbar auf 52,8 Punkte von 56,9 zurückgefallen. Die Indikatoren weisen nach Aussage der Volkswirte der Postbank auf eine langsamere Expansion im Nicht-Verarbeitenden Gewerbe hin. Im Hinblick auf die bestehende Unsicherheit, dass es aufgrund der Schwierigkeiten am US-Hypothekenmarkt zu möglichen Spill-over Effekten auf die US-Konjunktur kommen könnte, komme dies zu einem ungünstigen Zeitpunkt.

Alles in allem sprächen die Daten eher für eine Zinssenkung in den USA, so ein Händler. Sicher nicht in der nächsten Woche oder im nächsten Monat, allerdings deuten die Daten eine stärker als erwartete Abschwächung der US-Konjunktur an. Auf der Zinssitzung der Fed in der kommenden Woche wird mit keiner Zinsentscheidung gerechnet.

Die Feinunze Gold notiert zum Nachmittag-Fixing in London bei 670,50 USD nach einem Vormittag-Fixing bei 666,35 USD an gleicher Stelle.

Freitag, 3. August 2007

Devisenanalyse

USD/JPY

In den vergangenen neun Jahren habe USD/JPY im August acht Mal Verluste verzeichnet, wobei das durchschnittliche Minus seit 1971 bei 0,42% gelegen habe. Darum seien aktuell die kurzen Positionen von USD/JPY zu empfehlen. Dabei sie das Ziel ein Rückgang bis Y115,55. Widerstand liegt im Bereich vom jüngsten Hoch von Y119,50, der Fibonacci-Zahl von Y120,10.


EUR/USD

EUR/USD ist vom Tagestief bis auf $1,3683 aufgestiegt und hat sich in der engen Spanne bewegt. Solange die Unterstützungszone bei 1,3680-60 liegt, dürfte EUR/USD heute weiter testiert werden. Kurzfristiege Ziele seien die 38,2%, 50,0% und 61,8% der Fibonacci-Retracement des Kursrückgangs vom vorigen Hoch bis auf $1,3609 bei $1,3730, $1,3760 und $1,3795. Ein Abstieg unter $1,3660 berege hingegen das Risiko weiterer Verluste bis zunächst 1,3610 und dann $1,3560 und $1,3490.

EUR/GBP

EUR/GBP hat sich in die Unterstützungszone bei 0,6725-15 befindet, wo sich die 50% und 61,8% der Fibonacci-Retracement zwischen 0,6680 und 0,6770 liegen. Heute existiert die Chance eines Anstiegs in Richtung auf 0,6740, wenn ein Bruch einen Anstieg bis 0,6775 zur Folge haben dürfte. Ein Wochenschluss hierüber würde sich den Weg bahnen bis 0,6845 und 0,6870. Gegen 12:00 Uhr CET notiert EUR/GBP bei 0,6727.

DEVISEN/Euro steigt wieder über 1,37 USD

FRANKFURT (Dow Jones)--Beim Übergang in den europäisch geprägten Handel notiert der Euro am Freitagmorgen wieder über der Marke von 1,37 USD. Teilnehmer sprechen von einem ruhigen Geschäft, nachdem sich die Turbulenzen an den Finanzmärkten ein wenig gelegt hätten. Damit gehe auch die Risikoaversion der Anleger wieder etwas zurück. Zur Beruhigung hätten auch die Kommentare von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet beigetragen. Dieser hatte von einer "Renormalisierung" von Risikoprämien gesprochen. Als etwas stützend für den Euro erweist sich die Erwartung eines weiteren Zinsschritts durch die Notenbank im September. Die EZB sei weiter "sehr wachsam" mit Blick auf die Preisrisiken. Die nächste EZB-Sitzung findet am 6. September statt.

Am Berichtstag dürfte die Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten für Juli im Blickpunkt stehen. Von Dow Jones befragte Analysten gehen von einem Anstieg der Zahl der Beschäftigten von 135.000 gegenüber dem Vormonat aus. Am Mittwoch war der ADP-Arbeitsmarktbericht unter den Erwartungen geblieben; einige Teilnehmer schließen daher schwächere Daten am Berichtstag nicht aus. Daneben steht noch der ISM-Index für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe Juli auf der Agenda. Hier lautet die Prognose auf 59 Punkte nach zuvor 60,7. Die DZ-Bank sieht den Euro zunächst in einer breiten Spanne zwischen 1,3490 USD und 1,3770 USD.





Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 666,10 USD nach einem Nachmittags-Fixing in London mit 665,25 USD.

Donnerstag, 2. August 2007

DEVISEN/Euro wenig verändert vor Zinsentscheidungen

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro präsentiert sich am Donnerstagmorgen beim Übergang in den europäisch geprägten Handel wenig verändert zum Dollar und zum Yen. Im Blickpunkt stehen am Berichtstag die Leitzinsentscheidungen der Bank of England bzw im Anschluss der EZB. Die meisten Beobachter gehen in beiden Fällen davon aus, dass die Notenbanken das derzeitige Leitzinsniveau von 5,75% bzw 4,00% bestätigen werden. Aufgrund der Tatsache, dass die EZB im Anschluss an die heutige Sitzung keine Pressekonferenz veranstaltet, dürfte die Entscheidung für die Finanzmärkte von geringerer Bedeutung als üblich sein. Stattdessen dürfte sich die EZB auf eine Pressemitteilung beschränken.





Aus Sicht von Volkswirten sei die Hauptfrage, ob sich die EZB weiter "wachsam" zu den Inflationsgefahren äußern wird. Sollte dies der Fall sein, dürfte das als Hinweis für einen zu erwartenden Zinsschritt im September gewertet werden. Sollte dieser Hinweis dagegen entfallen, dürfte der Euro unter Abgabedruck geraten. Allerdings weisen Marktteilnehmer darauf hin, dass sich die Investoren derzeit auf die Turbulenzen an den Kreditmärkten konzentrierten. Derweil hat der Bankenausschuss des US-Senats einen Gesetzesentwurf gebilligt, um den Druck auf China in Fragen der Währungsliberalisierung zu erhöhen. Nicht enthalten in dem Entwurf ist allerdings die Möglichkeit, Handelssanktionen im Fall von Währungsmanipulationen zu verhängen.

Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 664,70 USD nach einem Nachmittags-Fixing in London bei 665,75 USD.