Freitag, 28. September 2007

EUR/USD: Jetzt short gehen?

In den USA ist man derzeit hin und her gerissen über den weiteren Kurs der Geldpolitik. Schwache Konjunkturdaten ließen die Spekulationen über erneute Zinssenkungen zunehmen. So fielen die Verkäufe bestehender Häuser auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Auch der Case-Shiller-Hauspreisindex für die 20 größten Städte der USA zeigte im Juli einen Rückgang um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit hat sich der Preisrückgang in jedem Monat seit Anfang 2007 beschleunigt. Beim vom Conference Board ermittelten Index des Verbrauchervertrauens kam es zudem im September zu einem unerwartet starken Rückgang. Mit 99,8 Punkten wurde der niedrigste Wert seit November 2005 markiert.


Widerstand gegen Zinssenkung

Allerdings regt sich in Kreisen der Notenbank Widerstand gegen eine mögliche weitere Lockerung der Geldpolitik. Einige Notenbanker waren wohl auch mit der überraschend starken Zinssenkung um 50 Basispunkte nicht einverstanden. Der Vorsitzende der Notenbank Philadelphia, Charles Plosser, befürchtet einen Anstieg der Inflation durch die Zinssenkung. Eine weitere geldpolitische Lockerung sei nur bei einer deutlichen Verschlechterung der Konjunktur gerechtfertigt. Allerdings ist Plosser derzeit im FOMC nicht stimmberechtigt und zudem als Zinsfalke bekannt. Dennoch könnten EUR/USD nach dem Anstieg bis auf 1,4150 die Impulse für eine weitere Aufwärtsbewegung ausgehen. Auch die Charttechnik spricht zumindest für eine kurzfristige Korrektur.

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