Dienstag, 18. September 2007

DEVISEN/Stillstand vor Fed-Sitzung - Erwartungen gespalten

FRANKFURT (Dow Jones)--Vor der Sitzung der US-Notenbank ist der Devisenhandel am Dienstagmorgen nahezu zum Erliegen gekommen, wie ein Händler aus dem frühen europäischen Geschäft berichtet. "Euro/Dollar bewegt sich schon seit Montagnachmittag kaum noch von der Stelle", sagt der Händler. Wenn man partout eine Bewegung ausmachen wolle, so könne man "mit viel Fantasie" von einer zaghaften Aufwertung des Yen gegen Dollar und Euro sprechen. Der Euro pendelt um 1,3860 USD, die Tagesspanne fällt mit 1,3855 bis 1,3884 USD eng aus. Der Greenback hat zum Yen auf 114,90 JPY nachgegeben von 115,18 JPY im späten US-Devisenhandel. Die Gemeinschaftswährung hat zum Yen auf 159,32 JPY abgewertet von 159,70 in New York am Vorabend.





"Die Erwartungen bezüglich der Zinsentscheidung in den USA sind so gespalten wie schon lange nicht mehr", stellt der Händler fest. Allenthalben würden die Pros und Kontras einer "großen" Zinssenkung um 50 Basispunkte auf 4,75% (bp) und einer "kleinen" um 25 bp auf 5,00% diskutiert. Die Citigroup stellt fest, dass am US-Geldmarkt aktuell eine Zinssenkung um 35 bp eingepreist sei. Der kleine Schritt sei also komplett eingepreist, während der große Schritt mit einer Wahrscheinlichkeit von 40% eskomptiert sei. "Das bedeutet, dass das Gravitationszentrum der Markterwartungen eine etwas stärkere Reaktion der Federal Reserve auf die andauernde Finanzmarktkrise favorisiert als eine Zinssenkung um 25 Basispunkte", heißt es in einem Kommentar. Aus technischer Sicht rechnet die Landesbank Baden-Württemberg unverändert mit einer Top-Bildung des Euro zum Dollar. Ein Schlusskurs unter 1,3850 USD sei ein Signal für eine Abschwächung des Euro. Nach oben reiche das Potenzial bis zu 1,3980/1,4005 USD.

Die Feinunze Gold wird am Morgen in London mit 717,20 USD bezahlt nach einem Nachmittagsfixing von 719,00.

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