Der zweite deutliche Rückgang der ZEW-Konjunkturerwartungen seit dem Ausbruch der Subprime-Krise zeige, dass die befragten Experten ein Übergreifen der Krise auf die deutsche Konjunktur nicht für ausgeschlossen halten. Insbesondere die Erwartung eines Wachstumseinbruchs in den USA dürfte die Exportaussichten deutscher Unternehmen mindern, so das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung. Zudem betrachteten die Marktauguren den Abwertungstrend des US-Dollars gegenüber dem Euro mit Sorge. "Neben den fundamentalen Daten für Deutschland, die nach wie vor gut sind, könnten Besorgnisse der Kapitalanleger das Konjunkturklima eintrüben. Die erhöhte Unsicherheit und der durch die Krise ausgelöste Vertrauensverlust kann sich negativ auf die Konjunkturdynamik auswirken," kommentiert ZEW-Präsident Wolfgang Franz.
Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone haben sich im September ebenfalls vermindert. Der Euro-Indikator sank um 14,2 Punkte gegenüber dem Vormonat und liegt nun bei -20,3 Punkten. Hier hatten die Ökonomen im Vorfeld mit -15,0 Punkten gerechnet. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum nahm im September um 7,5 Punkte ab und steht nun bei 65,6 Punkten.


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen