Montag, 3. Dezember 2007

Skeptische Verbraucher schwächen Dollar

Der unerwartet deutliche Rückgang des amerikanischen Verbrauchervertrauens hat den US-Dollar weiter geschwächt. Der Greenback fiel gegenüber dem britischen Pfund Sterling auf den niedrigsten Stand seit 26 Jahren.

Der Euro legte ebenfalls zu, konnte sein am Montag erreichtes Rekordniveau allerdings nicht wieder erklimmen. Die Gemeinschaftswährung kostete gegen 19 Uhr MEZ 1,4430 $ nach 1,4425 $ am Vortag.

Die sinkende Zuversicht der Verbraucher stärkt das Lager der Marktteilnehmer, die am Mittwoch mit einer Zinssenkung der US-Notenbank Fed rechnen. "Der Bericht über das Konsumentenvertrauen ist weiterer Treibstoff für Zinssenkungen der Fed", sagte Michael Malpede, Währungsanalyst bei Man Global Research der Nachrichtenagentur Bloomberg. Das habe zu Dollar-Verkäufen beigetragen.

Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, eine Zinssenkung der US-Notenbank sei keine ausgemachte Sache und eine Rücknahme um mehr als 25 Basispunkte werde gar nicht erst ernsthaft erwogen. Das schwächte auch die internationalen Staatsanleihemärkte. Die Renditen in den USA und der Euro-Zone stiegen leicht an. Der Bund-Future fiel bis 19 Uhr um 11 Stellen auf 113,80 Punkte.

Bereits am Dienstag wurde die Riksbank aktiv. Schwedens Währungshüter erhöhten angesichts steigender Inflationsraten auf 4,0 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit vier Jahren. Die schwedische Krone wertete daraufhin gegenüber den meisten anderen Währungen auf. Mit dem Schritt hatten 17 von 25 von Bloomberg befragten Volkswirte gerechnet.

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