
Spekulationen über weitere Zinssenkung
An den Futures-Märkten wurde daraufhin eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinssenkung eingepreist. Ohnehin haben an den Märkten zuletzt die Sorgen über die Konjunktur in den USA zugenommen. Immer mehr Experten befürchten sogar eine Rezession. In jedem Fall dürfte der Abwärtstrend am Immobilienmarkt bis Mitte 2008 anhalten. Dafür sprechen auch die letzten Zahlen vom Häusermarkt. Bedenklich war zudem der Rückgang der Industrieproduktion im Oktober um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Offen ist, ob es sich dabei nur um eine Konjunkturdelle handelt oder um den Beginn eines ernstlichen Abschwungs. Alles hängt davon ab, wie sich die Kreditkrise auf das Verhalten der Unternehmen und der Haushalte auswirkt. In der Volkswirtschaft geht es eben nicht um mechanische Zusammenhänge, die sich ein für allemal in Formeln gießen lassen, sondern um menschliches Verhalten im Umgang mit knappen Ressourcen. Sollten die Unternehmen ihre Investitionstätigkeit und die Verbraucher ihren Konsum ernstlich einschränken, dann würde aus der Konjunkturdelle ein längerer Abschwung werden.
Fazit
Die US-Notenbanker schätzen in ihrer Mehrheit dieses Risiko offenbar (noch) als gering ein. Dennoch werden am Devisenmarkt Spekulationen über die Geldpolitik der Fed in nächster Zeit das beherrschende Thema sein. Starke Kursreaktionen dürfte es geben, wenn sich die Erkenntnis durchsetzen sollte, dass die US-Notenbank den Leitzins nicht senkt. Das hätte eine deutliche Korrektur im Abwertungstrend des Dollars zur Folge. Eine Zinssenkung würde dagegen einen weiteren Kursanstieg von EUR/USD über die Marke von 1,50 USD nach sich ziehen.
Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht



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