"Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Konjunktur auf hohem Niveau nur allmählich abkühlt", sagte der Präsident des Ifo-Instituts Hans-Werner Sinn. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang des viel beachteten Indizes auf 103,3 Zähler gerechnet. Am deutlichsten hellte sich die Stimmung bei den Exporteuren auf - trotz des steigenden Eurokurses. Manche Experten hatten das Gegenteil prognostiziert, weil ein starker Euro deutsche Waren im Ausland teurer macht.
Nach Ansicht der Münchner Forscher werden die Ausfuhren keinesfalls einbrechen. Die Exporterwartungen der Firmen seien weiter positiv, sagte Ifo-Konjunkturexperte Hans Günter Russ am Dienstag zu Reuters. "Der Euro ist für die Firmen nicht so gefährlich wie vielfach angenommen." Die Exporte würde voraussichtlich viel stärker leiden, wenn in den Abnehmerländern die Konjunktur im nächsten Jahr deutlich an Dynamik verlieren sollte, sagte Russ.Die 7000 befragten Unternehmen beurteilten ihre Lage im November besser als im Vormonat, die Geschäftsaussichten allerdings etwas schlechter als im Oktober. Der Lageindex stieg von 109,6 auf 110,4 Punkte. Der Index für die Geschäftserwartungen trübte sich hingegen von 98,6 auf 98,3 Punkte leicht ein. Von Reuters befragte Analysten hatten bei der Lage mit 109,1 Punkten und bei den Erwartungen mit 97,8 Punkten gerechnet.


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