Freitag, 5. Oktober 2007

DEVISEN/Euro unverändert - US-Arbeitsdaten im Fokus

FRANKFURT (Dow Jones)--Kaum verändert ist der Euro am Freitagmorgen in den europäischen Handel gestartet. Nach der volatilen Sitzung vom Vortag zeigt sich die Gemeinschaftswährung stabilisiert über der Marke von 1,41 USD. Aktuell notiert der Euro bei 1,4130 USD. Der überraschende Verzicht von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet auf ein Schlüsselwort hatte am Vortag kräftige Abgaben im
Euro ausgelöst. Trichet hatte zum ersten Mal im aktuellen Zinserhöhungszyklus nicht auf eine "akkommodierende" Geldpolitik hingewiesen. Marktteilnehmer interpretierten dies umgehend als Zeichen, dass es keine unmittelbar bevorstehende Zinserhöhung geben werde. Damit würde die Zinsdifferenz nicht mehr einhellig für den Euro sprechen.

"In diesem Zusammenhang ist jetzt wichtig, wie die US-Zinsaussichten sind", sagt ein Händler. Daher sei der US-Arbeitsmarktbericht am Freitagnachmittag von entscheidender Bedeutung. Sollte er stärker als bislang erwartet ausfallen, würden Zinssenkungen im Dollar-Raum unwahrscheinlicher. Der Dollar dürfte dann gegen alle Haupthandelswährungen Stärke entwickeln.

Bei den monatlichen US-Arbeitsmarktdaten rechnen Volkswirte nach dem unerwarteten Rückgang im August wieder mit einem Anstieg. Die von Dow Jones Newswires befragten Bankvolkswirte rechnen mit einem Stellenzuwachs außerhalb der Landwirtschaft um 110.000 gegenüber dem Vormonat, nachdem die Zahl im August überraschend um 4.000 gefallen war und darüber hinaus der Stellenzuwachs der vergangenen zwei Monate nach unten revidiert wurde. Dies war der erste Beschäftigungsrückgang seit vier Jahren.

Die in einer separaten Umfrage ermittelte Arbeitslosenquote wird im September im Konsens bei 4,7% gesehen, nachdem im Vormonat noch 4,6% ausgewiesen wurde. Bei den Stundenlöhnen, deren Entwicklung für den weiteren Verlauf der Inflation von Bedeutung ist, rechnen die Experten mit einem gegenüber August unveränderten Anstieg um 0,3%. Damit würde die Steigerung im Vergleich zum
Vorjahr bei etwas unter 4% liegen. Die September-Daten werden am Freitag um 14. 30 Uhr MESZ vom US-Arbeitsministerium veröffentlicht.

Technische Analysten sehen den Euro mit einem kleinen Doppeltief zwischen 1,4080 und 1,4050 USD. Damit sei die Chance auf eine Euro-Bodenbildung vorhanden. Widerstände lägen nun bei 1,4180 USD und knapp 1,43 USD.

Die Feinunze Gold geht am Freitagmorgen mit 736,60 USD deutlich höher um nach einem Nachmittag-Fixing in London von 725,50 USD.

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