Mittwoch, 23. Januar 2008

Dollar wieder gefragt?

Die Rezessionsängste in den USA haben sich verstärkt. Vor allem der überraschende Rückgang der Einzelhandelsumsätze im Dezember um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat enttäuschte den Markt. Aber auch die jüngsten Daten vom Häusermarkt zeigen eine unerwartet deutliche Verschlimmerung der Lage in der Baubranche. Der US-Wirtschaft könnte nicht nur eine Rezession drohen, sie steckt möglicherweise bereits mitten drin. Die jetzt veröffentlichten Konjunkturindikatoren spiegeln ja lediglich den Zustand der Wirtschaft vor ein bis zwei Monaten wider. Als einziger wichtiger Konjunkturindikator aus den USA stehen am Donnerstag die Umsatzzahlen bei den bestehenden Häusern an. Die Akteure an den Märkten glauben nicht daran, dass das angekündigte Maßnahmenpaket aus Zinssenkungen und Konjunkturprogramm, die US-Wirtschaft vor einer Rezession retten kann.

EUR/USD behauptet Unterstützung
Der Kursrückgang bei EUR/USD in den letzten Tagen war vor allem bedingt durch die gesunkene Aussicht auf weitere Zinserhöhungen in der Eurozone. Aber auch der Abzug von Kapital durch US-Investoren aus dem Ausland, die Repatriierung also, dürfte für die unerwartete Dollarnachfrage verantwortlich sein. Entscheidend ist nun die Unterstützung bei 1,4300 USD. Sollte sich der Wechselkurs über dieser Marke behaupten können, dann bleibt die mittelfristige Tendenz aufwärts gerichtet.





Ungarischer Forint unter Druck
Die Inflationsrate in Ungarn erhöhte sich im Dezember auf stattliche 7,4 Prozent. Dennoch dürfte die ungarische Notenbank angesichts der schwächelnden Konjunktur den Leitzins zwar noch nicht bei der Sitzung am Montag, aber in den nächsten Monaten weiter senken. Der seit Oktober festzustellende Aufwärtsdruck bei EUR/HUF dürfte sich daher fortsetzen.


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