Im Prinzip sprechen weiter sinkende Leitzinsen für den Euro, da sich in der Folge die Zinsdifferenz zu Gunsten der Einheitswährung entwickelt. Händler begründen die nur zaghaften Gewinne des Euro aber damit, dass trotz der Rettungsaktion der US-Notenbank die Risikoaversion der Anleger weiter sehr hoch sei, was anhaltende Repatriierungen in den Dollar- und Yen-Raum zur Folge hat. Den US-Börsen sei es trotz der Hilfestellung der Fed nicht gelungen mit Gewinnen aus der Sitzung zu kommen. Das sei ein deutlicher Hinweis darauf, dass das Sentiment weiter stark angeschlagen ist.
Daneben sprechen zunehmende Spekulationen über eine Leitzinssenkung durch die Europäische Zentralbank in nicht allzu ferner Zukunft gegen den Euro. Am Geldmarkt hat sich Zinskurve in den vergangenen Tagen deutlich verflacht, was die Erwartungshaltung der Investoren zum Ausdruck bringt. Konjunkturdaten sind am Berichtstag kaum zu verarbeiten. Im Verlauf des Vormittags werden die BIP-Daten für das 4. Quartal in Großbritannien bekannt gegeben. Daneben veröffentlicht die Bank of England das Protokoll der jüngsten geldpolitischen Sitzung. Aus den USA steht die Zahl der Hypothekenanträge auf der Agenda.
Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 888,50 USD nach einem Nachmittags-Fixing in London bei 875 USD.

Europa New York Europa (7.55) (Späthandel) (17.15)
EUR/USD 1,4644 1,4618 1,4620
USD/JPY 106,37 106,66 106,76
EUR/JPY 155,76 155,89 156,09
EUR/GBP 0,7491 --- 0,7458
EUR/CHF 1,6016 --- 1,6051



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