Montag, 12. November 2007

Gewinnchancen mit Währungen aus den Emerging Markets

Für Investments in den Emerging Markets erscheinen neue Risiken am Horizont: Inflation und Interventionismus. Besonders die aufstrebenden Länder Asiens wurden in den letzten Monaten von den Investoren nicht etwa aufgrund einer steigenden Risikoaversion gemieden, im Gegenteil: die Kapitalzuflüsse explodierten regelrecht. Allerdings gibt es neue Bedrohungen, die im Moment keiner so recht auf der Rechnung zu haben scheint: Inflation und eine zunehmende Neigung zu Regulierungen des Marktes. Weltweit erweisen sich neben den Rohstoffpreisen vor allem die steigenden Nahrungsmittelpreise als Inflationstreiber. Angesichts der teilweise angespannten sozialen Situation in vielen Ländern sorgt dies für hohen politischen Druck auf die Regierungen.

Aufwertung trotz Inflation
Theoretisch müsste bei frei floatenden Wechselkursen eine hohe Inflation dazu führen, dass die jeweilige Währung abwertet. Dieser Mechanismus ist aber in den Emerging Markets vielfach gestört, weil die enormen Zuflüsse an ausländischem Kapital für Aufwertungsdruck sorgen. Die Notenbanken in den Emerging Markets werden daher in den nächsten Monaten zunehmend vor einem Dilemma stehen: Um die Inflation zu bekämpfen, müssten sie die geldpolitischen Zügel anziehen. In diesem Fall würde sich aber der ohnehin vorhandene Aufwertungsdruck auf die Währung noch verstärken. Das aber könnte die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Exporteure und damit den Aufschwung insgesamt gefährden.

Marktregulierungen nehmen zu
Eine Antwort auf dieses Dilemma sind Marktregulierungen. In den Emerging Markets Asiens dürften vor allem Beschränkungen des Kapitalverkehrs das Mittel der Wahl sein, um die hohen Kapitalzuflüsse zu bremsen. Indien machte bereits den Anfang, indem es Mitte Oktober Pläne zur Einschränkung des Aktienkaufs durch ausländische Fonds bekannt gab. Doch andere Länder in Asien mit flexiblen Wechselkursen könnten mit ähnlichen Maßnahmen nachziehen, um die Aufwertung ihrer Währungen zu bremsen. Denn der Wettbewerbsdruck durch die chinesische Konkurrenz, die durch den unterbewerteten und nicht frei floatenden Yuan begünstigt ist, steigt.


Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht

Keine Kommentare: