Dienstag, 4. Dezember 2007

Was macht die EZB?

Der überraschende Anstieg des ifo-Geschäftsklimas für November stellte einen Kontrapunkt zu den zuletzt eher enttäuschenden Konjunkturdaten aus Deutschland und der Eurozone insgesamt dar. Auch der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe legte unerwartet deutlich zu. Bedenklich ist allerdings der Anstieg der deutschen Inflationsrate auf 3,0 Prozent, den höchsten Stand seit 1994. Dennoch dürfte die EZB bei ihrer Sitzung am Donnerstag eine abwartende Haltung einnehmen. Die Risiken, die von der US-Hypothekenkrise für den weltweiten Kreditmarkt ausgehen, sind derzeit zu groß, um die Zinserhöhungspolitik fortzusetzen. Die in den letzten Tagen zu beobachtende Korrektur bei EUR/USD könnte sich in diesem Fall fortsetzen.

Bank of England mit Überraschung?

Das Protokoll der letzten Sitzung der Bank of England zeigte eine klare Mehrheit von 7 zu 2 für eine Beibehaltung des aktuellen Zinsniveaus. Allerdings haben die Notenbanker in ihrem Inflationsbericht kommende Zinssenkungen angekündigt. Diese Einschätzung wurde durch die Veröffentlichung eher enttäuschender Konjunkturdaten bestätigt. Bei der Sitzung der Bank of England am Donnerstag ist jedoch noch nicht mit einer Zinssenkung zu rechnen. Allerdings war die Bank of England in den letzten Jahren für so manche Überraschung gut. Eine solche wäre eine Zinssenkung. Das Pfund würde in diesem Fall stark unter Abwertungsdruck geraten.

Weitere Notenbanksitzungen
Am kommenden Dienstag und Mittwoch finden zudem interessante Notenbanksitzungen in Kanada, Australien, Brasilien und Neuseeland statt. In Australien, Neuseeland und Brasilien dürfte der Leitzins nicht verändert werden, aber die Bank of Canada wird angesichts der prekären Lage beim wichtigsten Handelspartner USA voraussichtlich die Geldpolitik lockern.

Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht



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