Mittwoch, 24. Oktober 2007

Yen vor neuer Aufwertungsrunde?

Der Yen geriet gegenüber dem Dollar erneut unter Aufwertungsdruck. Dafür waren aber vor allem die Dollarschwäche und der Kursrückgang an den Börsen verantwortlich. Die Risikoaversion der Anleger ist nach der Veröffentlichung schwacher Unternehmenszahlen in den USA wieder deutlich gestiegen. Das war für viele Marktteilnehmer Anlass genug, Gewinne aus der Rallye der letzten Wochen mitzunehmen. Insbesondere werden risikoreiche Investments, z.B. Aktien aus diversen Emerging Markets, abgestoßen. Das erklärt auch die Aufwertung des Yens, denn die japanische Währung dient aufgrund des niedrigen Zinsniveaus als Kreditwährung für Investments in risikoreiche Aktien und in Hochzinswährungen. Überraschenderweise wirkte sich die deutliche Senkung der Wachstumsprognosen für Japan nicht negativ auf den Yenkurs aus. So reduzierte die Credit Suisse ihre Prognose für das BIP-Wachstum von 2,9 auf 1,7 Prozent im laufenden Fiskaljahr. Es wird befürchtet, dass eine sicherheitstechnische Verschärfung der Baugesetze zu einem Einbruch beim privaten Wohnungsbau führt.





Türkische Lira bald unter Druck

Die türkische Notenbank überraschte den Markt zum zweiten Mal mit einer unerwartet deutlichen Senkung des Leitzinses um 50 Basispunkte auf nun 16,75 Prozent. Der Rückgang der Inflation und die Stärke der Lira machten dies möglich. Das Tempo der geldpolitischen Lockerung ist aber auch zu kritisieren. Sollte die Lira unter Abwertungsdruck geraten, könnte die Notenbank aufgrund der wachsenden Inflationsgefahr zu einer Rolle rückwärts gezwungen werden. Der südafrikanische Notenbankpräsident kündigte demgegenüber eine Fortsetzung der Zinserhöhungspolitik an. Der Rand erhielt jedoch nur kurzfristig durch diese Meldung weiteren Auftrieb. Die Notenbanker in Brasilien machen sich aufgrund des starken Wachstums zunehmend Sorgen über eine mögliche Beschleunigung der Inflation. Sie senkten daher bei ihrer Sitzung in der letzten Woche den Leitzins entgegen den Erwartungen nicht. Bereits von einem Ende des zwei Jahre dauernden Zinssenkungszyklus zu sprechen, dürfte aber zu früh sein.

Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht

Keine Kommentare: