Zinssenkung der Fed? Das dürfte auch die Notenbanker in der EZB nicht unberührt lassen. Sowieso werden aufgrund des starken Euros die Stimmen aus Politik und Wirtschaft immer lauter, die eine weniger restriktive Geldpolitik fordern. Drohen echte Gefahren für die Konjunktur, dann könnte die EZB ihre bisherige Linie durchaus ändern. Ein Beibehalten des aktuellen Zinsniveaus bis zum Jahresende ist nicht mehr ausgeschlossen. Entsprechende Spekulationen könnten den Euro bis zur nächsten Sitzung am 8. November unter Druck setzen. Zuvor dürfte aber das Treffen der US-Notenbank am 31. Oktober im Mittelpunkt stehen. Da die jüngsten US-Konjunkturdaten, vor allem die Zahlen vom Immobilienmarkt, deutlich schwächer als erwartet ausfielen, ist mit einer weiteren Zinssenkung zu rechnen.
Bank of England hält still
In Großbritannien ist dagegen keine Zinssenkung zu erwarten. Das Wachstum war im dritten Quartal höher als erwartet und lag auch über der Potenzialrate. Das ist angesichts der nicht von der Hand zu weisenden Inflationsgefahren kein Umfeld für eine geldpolitische Lockerung bei der Sitzung am 8. November. Das Pfund reagierte entsprechend mit Aufwertungsdruck, auch gegenüber dem Euro. In Australien haben dagegen die Spekulationen über eine Zinserhöhung am 7. November neue Nahrung erhalten. Die Inflationsrate lag im dritten Quartal über den Erwartungen. Angesichts der hohen Auslastung der Produktionskapazitäten und dem angespannten Arbeitsmarkt könnte das Stabilitätsziel der Notenbank gefährdet sein. Entscheidend für die weitere Entwicklung am Devisenmarkt sind jedoch die Zinsentscheide in den USA und in der Eurozone. Sollte die Fed ein Ende der Zinssenkungen signalisieren und die EZB ihre Erhöhungspolitik beenden, dann könnte dies den Aufwertungstrend des Euros beenden.
Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen