Freitag, 2. November 2007

DEVISEN/Euro wenig verändert zum Dollar

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro präsentiert sich beim Übergang in den europäisch geprägten Handel am Freitagmorgen wenig verändert gegen den Dollar. Vor Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten stellen sich Händler auf einen zurückhaltenden Handel ein. Von Dow Jones befragte Analysten rechnen mit einem Anstieg der Zahl der Beschäftigten von 80.000 gegenüber dem Vormonat. Die Daten könnten das Euro-Dollar-Währungspaar stärker in die eine oder andere Richtung bewegen. Grundsätzlich unterliegt der Greenback derzeit mehreren Einflussfaktoren. Nach der scharfen Korrektur am Vortag an den weltweiten Börsenplätzen ist die Risikoaversion der Anleger wieder deutlich gestiegen.

Das stützt nach Ansicht von Händler zumindest kurzfristig den Dollar gegen den Euro, der in einem solchen Umfeld erst einmal von Repatriierungen profitiert. Gegen den Yen bestehe jedoch aufgrund drohender weiterer Carry-Trade-Auflösungen weiteres Abwärtspotenzial. Allerdings sei das Aufwärtspotenzial des Dollar gegen den Euro begrenzt, zumal zunehmend im Markt bezweifelt wird, ob die Fed - wie von ihr angedeutet - tatsächlich in den nächsten Sitzungen auf weitere Zinssenkungen verzichten wird. Wie ernst die Lage am US-Finanzmarkt ist, wurde auch durch erneute Liquiditätsspritzen der Federal Reserve am Vortag deutlich.

Derweil steigt die Wahrscheinlichkeit einer Leitzinserhöhung im Euroland, nachdem die Inflation im Oktober überraschend deutlich gestiegen ist. Bundesbankpräsident Axel Weber hat zuletzt mehrfach auf die bestehenden Inflationsrisiken hingewiesen und die Möglichkeit einer Zinserhöhung in den Raum gestellt. Zwar gehen Analysten nicht davon aus, dass die EZB in der kommenden Woche die Zinsen anheben wird, allerdings bestehe das Risiko, dass sich EZB-Präsident Jean-Claude Trichet "hawkisher" äußern wird, heißt es. Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 789,60 USD nach einem Nachmittag-Fixing in London bei 790,25 USD.

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