Freitag, 19. Oktober 2007

EUR/USD: Jetzt long gehen?



Nachdem es den Märkten einige Zeit erfolgreich gelang, die US-Hypothekenkrise zu verdrängen, ist sie nun ins Bewusstsein der Anleger zurückgekehrt. Erst warnte der Finanzvorstand der Citibank vor weiteren Belastungen, die auf die Kreditinstitute zukommen werden, dann sprach auch der Vorsitzende der US-Notenbank Ben Bernanke von lang anhaltenden Auswirkungen der Immobilienkrise auf die Konjunktur. Und die Immobilienkrise ist noch längst nicht vorbei. Der Stimmungsindikator des US-amerikanischen Bauunternehmerverbands NAHB ist im Oktober auf den tiefsten Stand seit seiner Berechnung gesunken. Die Vereinigung der amerikanischen Hypothekeninstitute MBA erwartet, dass der Umfang der neuen Hypothekenkredite 2007 auf den tiefsten Stand seit dem Jahr 2000 und damit auf das Niveau vor dem Immobilienboom zurückfällt.

Neue Abwertungsrunde beim Dollar?
Der US-Dollar geriet durch diese negativen Aussichten bislang jedoch kaum unter neuen Verkaufsdruck. Das liegt vor allem daran, dass die veröffentlichten US-Konjunkturdaten aus anderen Bereichen als dem Immobilienmarkt im Großen und Ganzen robust ausfielen. Eine weitere Zinssenkung durch die US-Notenbank ist damit alles andere als sicher. Sollten aber die nächsten US-Konjunkturdaten die Erwartungen enttäuschen und eventuell auch der Aktienmarkt aufgrund schwacher Quartalszahlen der Unternehmen erneut unter Druck geraten, könnte eine neue Abwertungsrunde beim Dollar eingeläutet werden.

Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht

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