Die Tschechische Krone hat in den letzten Monaten kräftig gegenüber dem Euro aufgewertet. EUR/CZK ist dabei auf ein Rekordtief von 26,50 CZK gefallen. Ein Grund für die Aufwertung der Krone ist das hohe Wachstum der tschechischen Wirtschaft, das in den letzten neun Quartalen über sechs Prozent lag. Der Arbeitsmarkt ist angespannt und das führt zu deutlichen Aufwärtsdruck auf die Löhne. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist die Inflationsrate im Oktober deutlich auf 4,0 Prozent gestiegen. Dabei handelt es sich um die stärkste Teuerungsrate seit Januar 2002. Die Notenbank zeigt sich über die Preisstabilität besorgt und wird unter diesen Umständen den Leitzins voraussichtlich weiter anheben. Dadurch dürfte sich die negative Zinsdifferenz zur Eurozone von aktuell 75 Basispunkten allmählich schließen. EUR/CZK: Nach Korrektur short gehen?
In der Vergangenheit wurde die Krone aufgrund ihres relativ niedrigen Zinsniveaus auch als Leihe-Währung für Carry Trades herangezogen. Anleger nahmen also Kredite in Kronen auf (entspricht Short-Positionen in CZK), um das Geld in höher verzinsten Währungen anzulegen. Aufgrund des geringen Abwertungsrisikos bei der Krone war dies auch bei der relativ geringen Zinsdifferenz lohnend. Solche Trades sind nun weniger attraktiv geworden, da mit weiteren Zinserhöhungen in Tschechien und einem Schließen der Zinsdifferenz zu anderen Währungen zu rechnen ist. Auch dies ist ein Grund für den Kursanstieg der Krone. Charttechnisch hat EUR/CZK von oben auf die ehemalige langfristige Abwärtstrendlinie aufgesetzt. Sollte sich diese als tragfähige Unterstützung erweisen, dann ist kurzfristig mit einer Kurserholung zu rechnen. Die charttechnischen Indikatoren zeigen eine überverkaufte Situation an, was ebenfalls zumindest für eine kurzfristige Korrektur nach oben spricht. Sollte diese den Wechselkurs bis an die Marke von 27,40 zurückführen und dieser Widerstand halten, dann können Trader Short-Positionen eingehen. Denn: Langfristig hält der Abwärtsdruck bei EUR/CZK an.
Rand wieder im Aufwind
Der Vorsitzende der südafrikanischen Notenbank Mboweni sagte in der letzten Woche, wenn er das einzige Mitglied im geldpolitischen Rat wäre, würde er bei der nächsten Sitzung im Dezember den Leitzins auf jeden Fall erhöhen. Diese Aussage gab dem Rand wieder Auftrieb, der in den Tagen zuvor aufgrund der zunehmenden Risikoaversion der internationalen Anleger und der Auflösung von Carry Trades unter Druck geraten war.
Ungarns Konjunktur schwächelt
Die Dynamik der Konjunktur in Ungarn hat weiter nachgelassen. Das BIP stieg im dritten Quartal nur mit einer Jahresrate von 1,0 Prozent, nachdem das Wachstum im Vorquartal noch 1,2 Prozent betragen hatte. Gleichzeitig hat sich die Inflationsrate im Oktober auf 6,7 Prozent beschleunigt. Die ungarische Notenbank steckt dadurch in einem Dilemma, weitere Zinssenkungen sind trotz der Wachstumsschwäche kaum zu rechtfertigen. EUR/HUF zeigte sich in den letzten Wochen relativ stabil. Der Abwertungsdruck auf den Forint aufgrund der schwachen Konjunkturdynamik wird durch die Aussicht auf ein stabiles Zinsniveau von 7,50 Prozent ausgeglichen.
Erfolgreiche Devisen-Trades wünscht



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