FRANKFURT (Dow Jones)--Der Euro notiert beim Übergang in den europäisch geprägten Handel am Donnerstag wieder über der Marke von 1,42 USD und damit nicht mehr allzu weit entfernt vom bisherigen Allzeithoch bei 1,4283 USD. In einer verspäteten Reaktion zeigt sich der Greenback damit doch von den schwachen US-Immobiliendaten vom Vortag beeinflusst. Vor allem der Einbruch der Baubeginne im September um 10,2% sowie bei den Baugenehmigungen um 7,3% habe neue Sorgen über den Zustand der US-Wirtschaft ausgelöst. Zugleich fielen die US-Verbraucherpreise mit plus 0,2% in der Kernrate im Rahmen der Erwartung aus. Damit hat die Federal Reserve vermutlich noch Spielraum für weitere Zinssenkungen zur Stützung der US-Wirtschaft. Zuletzt hatten sowohl US-Finanzminister Paulson als auch Fed-Chairman Ben Bernanke vor negativen Folgen der Immobilienkrise für die Wirtschaft gewarnt. Die Meinungen unter Beobachtern gehen auseinander, ob die US-Notenbank noch auf ihrer Oktober-Sitzung oder erst zu einem späteren Zeitpunkt die Leitzinsen noch einmal senken wird. Andere Beobachter schließen es allerdings auch nicht aus, dass es zu keinen Zinssenkungen mehr kommen wird. Am Berichtstag werden einmal mehr Konjunkturdaten aus den USA im Fokus stehen. Den Auftakt bilden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. In der Folge wird der Index der Frühindikatoren September sowie der Philadelphia-Fed-Index Oktober veröffentlicht. Händler rechnen allerdings weitestgehend mit Zurückhaltung der Investoren. Vor dem G7-Treffen am Wochenende dürften die meisten Anleger vor einem größeren Positionsaufbau absehen. Es ist davon auszugehen, dass die Dollar-Schwäche ein Hauptthema des Treffens sei wird.
Technische Analysten sehen den Euro um 1,4190 USD gut unterstützt. Nach oben könnte es schnell um das Allzeithoch bei 1,4283 USD gehen. Die Feinunze Gold notiert am Morgen bei 759,50 USD nach einem Londoner Nachmittagfixing mit 762,50 USD.


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